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Umland Barsinghausen Nachrichten "Kraftausdrücke" sollen positive Zeichen setzen
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15:29 04.01.2017
Teilnehmer des Projektes "Kraftausdrücke" zeigen die ersten Bretter mit positiven Begriffen. Quelle: Frank Hermann
Barsinghausen

Pommerehn ruft dazu auf, positive Begriffe auf ein Brett zu malen und an einer gut sichtbaren Stelle im öffentlichen Raum zu zeigen. Kraftausdrücke – darunter verstehen Jan Pommerehn und seine bislang rund 150 Mitstreiter aus Schulen und Vereinen verschiedene Begriffe, die Kraft geben und ermutigen sollen.

"Damit setzen wir einen Gegenpol zu den vielen Bildern und Worten, die uns Angst machen", erläutert Pommerehn unter Hinweis auf Krieg, Terror, Verfolgung, Flucht, Wirtschaftskrise, Umweltzerstörung, Hungersnöte und vieles mehr.

Von der Last dieser Katastrophen und Probleme sollten sich die Menschen nach Ansicht des Bantorfers jedoch nicht entmutigen lassen, sondern ihre ganz persönlichen Kraftausdrücke dagegen setzen. Solche Beiträge im Kleinen seien die Voraussetzung für Veränderungen im Großen.

Unterstützung für sein Projekt erhält Jan Pommerehn von den drei großen weiterführenden Schulen in Barsinghausen sowie von der Kunstschule Noa Noa, von der Labora-Jugendwerkstatt, vom Kunstverein, von der IG Eltern geistig Behinderter, vom Ambulanten Hospizdienst Aufgefangen und vom Stadtmarketingverein Unser Barsinghausen. Mehr als 150 Jugendliche und Erwachsene haben bereits ihre ganz persönlichen Kraftausdrücke auf Holzbretter gemalt, um diese Bretter dann öffentlich zu zeigen.

Corinna Stegen von der IG Eltern geistig Behinderter entschied sich für die drei Worte "Freunde", "Familie" und "Gesundheit". Diese Begriffe stünden für positive Empfindungen und seien daher kraftspendend.

Für den Projektinitiator selbst gehört "machen" zu den Kraftausdrücken: "Wir wollen nicht nur reden, sondern tätig werden und etwas machen", erklärt Pommerehn. Die kraftspendenden Worte seien so unterschiedlich und vielfältig wie die Menschen, die bei dieser Aktion mitmachen.

Die ersten Kraftausdrücke, mit weißer Dispersionsfarbe auf schlichte Holzbretter mit orangefarbenen Rahmen gemalt, werden in der Zeit vom 7. Januar bis zum 3. Februar zunächst in mehr als 30 Geschäften entlang der Fußgängerzone sowie im Gewerbegebiet Mühlenkämpe zu sehen sein.

"Diese Bretter mit den individuellen Begriffen sollen bei den Passanten einen Anstoß geben und zum Nachdenken oder gar zum Mitmachen anregen", sagt Geschäftsfrau Margret Gödeke aus dem Vorstand des Stadtmarketingvereins Unser Barsinghausen. Interessenten seien aufgerufen, sich mit eigenen Kraftausdrücke an diesem Projekt zu beteiligen und selbst bemalte Holzbretter an gut sichtbaren Plätzen zu drapieren – zum Beispiel in Fenstern, an Hauswänden oder an Gartenzäunen.

Erika Maluck vom Ambulanten Hospizdienst Aufgefangen lobt die Aktion als gute Gelegenheit, die Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen und sich über die Kraftausdrücke auszutauschen. "Die bemalten Bretter wecken Aufmerksamkeit und geben positive Anregungen", sagt Maluck.

Mehr als 30 Geschäftsleute aus Barsinghausen stellen ihre Geschäftsräume für die ersten "Kraftausdrücke" zur Verfügung. Im Zeitraum von Sonnabend, 7. Januar, bis Freitag, 3. Februar, sind die bemalten Holzbretter insbesondere in den Geschäften entlang der Barsinghäuser Fußgängerzone sowie im Gewerbegebiet Mühlenkämpe zu sehen.

Zum Abschluss dieser vier Präsentationswochen steigt am 3. Februar eine große Projekt-Party mit Live-Musik in der Kulturfabrik Krawatte an der Egestorfer Straße. Zur Party gehört an diesem Tag eine Versteigerung der Holzbretter mit den Kraftausdrücken – "um dann an anderen Orten Kraft zu spenden", sagt Projekt-Initiator Jan Pommerehn.

Der finanzielle Erlös aus der Versteigerung soll als Spende zur weiteren Grundsanierung und zum Ausbau der Kulturfabrik Krawatte verwendet werden.

Info: Auskünfte zum neuen Mitmachprojekt der Kraftausdrücke gibt es im Internet auf der Homepage projektkraftausdruecke.de sowie außerdem auf facebook.com/projektkraftausdruecke.de.

Von Frank Hermann

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