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Umland Barsinghausen Nachrichten Bürger sind genervt vom Müll
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00:33 30.03.2018
In der Fußgängerzone stapelt sich nach dem Streik von aha der Müll. Eigentlich hätten die Bewohner ihre Säcke wieder zurücknehmen müssen. Quelle: Malecha
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Barsinghausen

 Wer derzeit durch die Fußgängerzone Barsinghausens schlendert, der muss mit einem unschönen Anblick leben: An zahlreichen Beeten und Laternen stapeln sich die Müllsäcke. Ein Zustand, der vielen Bürgern gewaltig missfällt. Nun hat Bürgermeister Marc Lahmann zugesichert, für die Zukunft eine Lösung für das Problem zu finden. 

Aufgrund des Streikswar der Restmüll, der in der Kernstadt in den ungeraden Wochen entsorgt wird, am 15. März nicht abgeholt worden. Zahlreiche Bürger stellten ihre Säcke dennoch vor die Tür – und dort liegt er nun immer noch. Erst am Donnerstag, 29. März, wird er abgeholt, denn die ausgefallene Entsorgung wurde nicht nachgeholt. Wer bis dahin zu viel angesammelt hat, der dürfe allerdings auch den Müll in ganz normalen Säcken neben die Tonnen stellen, hatte Aha zuvor kommuniziert.  „Nun ‚zieren’ diese Müllsäcke eine Woche lang das Stadtbild, wobei sich eine regelrechte Ballung des Mülls gerade in der Fußgängerzone und auch in der Bahnhofstraße ergibt“, kritisiert der Barsinghäuser Werner Fleck und hofft: „Vielleicht können die Verantwortlichen bei aha und auch der Stadt Barsinghausen einen Konsens finden, damit in künftig ähnlichen Situationen die Lage nicht derart eskaliert.“ 

Bürgermeister: Aha ist in der Pflicht

Und das sei nun geschehen, sagt Lahmann. Er und weitere Bürgermeister haben sich bereits zusammengesetzt, um die Problematik zu besprechen. „Es ist nicht akzeptabel, dass aha die Müllabholung nicht am nächsten Tag nachholt“, sagte Lahmann – schränkte die Aussage allerdings ein: „Bewohner eines Einfamilienhauses können ihre Säcke wieder zurücknehmen.“ Allerdings sei es bei Mehrfamilienhäusern häufig nicht mehr nachvollziehbar, wem welcher Sack gehört. „Und natürlich will niemand fremder Menschen Müll in seine Wohnung nehmen.“ Nach einem Gespräch mit Aha-Chef Thomas Schwarz sei er allerdings zuversichtlich, dass es künftig auch nach einem Streik nicht mehr zu dieser Anhäufung von Müllsäcken kommen wird. „Sollte das wieder passieren, wird Aha aufgefordert, den Müll einzusammeln mit der Androhung der Ersatzvornahme – heißt: die Stadt sammelt ein oder lässt Dritten einsammeln und stellt es Aha in Rechnung“, sagte der Bürgermeister. Denn trotz Streik sehe er Aha in der Pflicht, das Problem zu beheben. 

Kein Anspruch auf Entschädigung

„Wir werden keine Ausnahmen machen – bei einem Streik wird auch in Zukunft die Abfuhr nicht nachgeholt“, betonte hingegen Aha-Pressesprecherin Helene Herich in Rücksprache mit Schwarz. Natürlich greife Aha ein, wenn die Verkehrssicherheit gefährdet ist. Doch ansonsten eben nicht: „Verdi schließt jeweils mit dem Betrieb Aha eine Vereinbarung zum Warnstreik. Hier sind alle Punkte genau geregelt, so wie auch eine mögliche Nachholung oder keine Nachholung“, begründet Herich. Sie betont, dass nicht nur Aha sondern auch Verdi im Vorfeld umfangreich über den bevorstehenden Warnstreik, den Ausfall des Abfuhrtermins und darüber, was sie mit dem Müll tun sollen, informiert haben. „Künftig wollen wir dann noch früher und umfangreicher informieren“, sagte Herich. 

Zudem betont Herich, dass der Gebührenzahler kein Geld verliert, sondern der gesparte Lohn der Streikenden in den kommenden Zeitraum übertragen und in der Gebührenkalkulation des Folgejahres berücksichtigt wird. Zudem sei der Warnstreik nicht durch den Zweckverband zu verantworten. „Damit besteht auch kein Anspruch auf Gebührenermäßigung. Zudem bestehe auch kein Anspruch auf Schadensersatz oder Entschädigungen. 

Von Lisa Malecha

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