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13:56 22.02.2018
Des einen Freud ist des anderen Leid: Jugendfeuerwehrwart Sebastian Rinker (von links) gibt Connor Brammer, Paul Rogge und Lukas Farwig an die Einsatzabteilung von Ortsbrandmeister Sven Lührs ab. Quelle: Marcel Sacha
Bredenbeck

 Die Nähe Bredenbecks zur B217 führt dazu, dass die Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr nicht nur körperliche, sondern immer wieder auch psychische Stärke beweisen müssen. Vier der 20 Einsätze führten die Kameraden im vergangenen Jahr zu schweren Verkehrsunfällen auf der Bundesstraße, einer davon endete sogar tödlich. Dies teilte Ortsbrandmeister Sven Lührs auf der Jahresversammlung am Sonnabend mit. „Das sind Momente, die unter die Haut gehen“, sagte er. Umso mehr dankte der Ortsbrandmeister seinen Kameraden für die geleistete Arbeit.

Abseits der Einsätze liegt der Schwerpunkt der Wehr momentan auf Themen, die nicht nur die Mitglieder, sondern auch die Wennigser Politik beschäftigt: Ein neues Einsatzfahrzeug soll angeschafft werden, ebenso scheint ein Neubau des Gerätehauses alternativlos. Beides sind Maßnahmen, die im Gemeindehaushalt deutlich zu Buche schlagen werden. Bezüglich des Fahrzeugs ist der erste wichtige Schritt bereits getätigt worden. Der Gemeinderat hat für ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug grünes Licht erteilt und entsprechend 400.000 Euro bereitgestellt. „Wenn alles gut läuft, kann das Fahrzeug Mitte oder Ende 2019 übergeben werden, sagte Lührs.

Ein Gerätehausneubau dürfte noch einmal um ein Vielfaches teurer werden. Was den Migliedern bereits bekannt war, wurde im vergangenen jahr von der Feuerwehr-Unfallkasse (FUK) noch einmal bestätigt: die Fahrzeughallen sind viel zu eng, bauliche Maßnahmen unausweichlich. Allerdings sind die Vorgaben der FUK am derzeitigen Standort voraussichtlich nicht umsetzbar. Lühr hofft eigenen Aussagen nach auf einen Neubau innerhalb der nächsten zehn Jahre. Unterstützung erhielt er von Gemeindebrandmeister Uwe Bullerdiek. In Richtung Bürgermeister Christoph Meineke sagte er: „Wir sollten jetzt bereits damit beginnen, eine geeignete Fläche zu finden, damit es später nicht wie in Degersen zu Verzögerungen kommt.“

Einen sichtlich emotionalen Abend erlebte Jugendfeuerwehrwart Sebastian Rinker. Nicht nur musste er mit Connor Brammer, Paul Rogge und Lukas Farwig drei Mitglieder an die Einsatzabteilung abgeben, sondern auch von seiner langjährigen Stellvertreterin Jacky von Willisen Abschied nehmen. Ab sofort steht ihm Paul Lühr zur Seite.

Großes Feuerwehrfest im August

Ehrungen aktiver Kameraden gab es am Sonnabend nicht. Diese sollen erst im Sommer erfolgen – und zwar im Rahmen eines großen Feuerwehrfestes vom 24. bis 26. August. Anlass hierfür sind das 125-jährige Bestehen des Musikzuges sowie die 55-jährige Geschichte der Jugendfeuerwehr. Los geht es am Freitagabend mit einer Kranzniederlegung am Denkmal, bevor es ins Zelt auf dem Festplatz geht. Nach dem Kommers inklusive Ehrungen beginnt die große Tanzparty. Der Sonnabend steht ganz im Zeichen der Jugend. „Spiele ohne Grenzen“ verspricht die Ortswehr am nachmittag, bevor am Abend im Anschluss an ein Festessen wieder gefeiert wird. Höhepunkt des Sonntags ist der große Umzug durch den Ort.

Von Marcel Sacha

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