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14:24 03.01.2018
Beate Parthen erläutert dem kaufmännischen Direktor des Klinikums, Manfred Glasmeyer, die notwendigen Arbeitsschritte bei der Entstehung eines ihrer Werke. Quelle: Ingo Rodriguez
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Gehrden

 Abstrakte Farben und Formen, aber auch dezent verfremdete Realmotive, meist Malereien mit Öl- und Acrylfarben, vereinzelt Collagen mit Materialien wie Sand und Kunstmetall: Die Egestorferin Beate Parthen bezeichnet sich zwar als Autodidaktin. „Workshops und Seminare haben mir aber geholfen, mich technisch weiter zu entwickeln“, sagt die 57-jährige Künstlerin.

Im Klinikum Robert Koch Gehrden können Besucher im Erdgeschoss des Altbauflures derzeit einen Blick auf ihre künstlerische Vielfalt werfen. „Stadt-Land-Fluss“ – so lautet das Thema ihrer Ausstellung. Dabei sind die Motive auf ihren 15 ausgestellten Werken keineswegs immer naturalistisch. Trotzdem sind auch ihre abstrakten Formen und Farben meist nur auf dem ersten Blick gegenstandslos: „Ich will den Betrachter mit Farben einfangen, dann können sich bei genauerer Betrachtung auch Überraschungen offenbaren“, sagt sie.

Was Parthen damit meint, wird bei einem Blick auf ein Werk deutlich, dass ausschließlich aus bunten Farbquadraten besteht. Bei genauerem Hinsehen beendet sogar erst ein kleines Schild mit dem Namen des Werkes die Motivsuche: „Stadtlichter“, heißt es auf dem weißen Papier. Und nahezu zeitgleich erscheint vor dem inneren Auge das Bild einer aus der Ferne verschwommen wahrgenommenen Großstadt bei Dunkelheit.

Als selbständige Visagistin sind Farben und Formen für Parthen gewissermaßen gleichsam Beruf und Berufung. Dabei hat sie erst 2005 damit begonnen, privat regelmäßig zu malen. „Als ich im Bastelkeller alte vertrocknete Farbtuben meines gestorbenen Vaters entdeckte“, erzählt sie. Mit ihm habe sie in ihrer Kindheit gelegentlich mit Ölfarben gemalt. Ein Hobby sei jedoch lange Zeit nicht daraus geworden. „Bis ich dann die alten Farben im Keller fand“, spricht sie über den Zeitpunkt einer Initialzündung. Regelmäßige Arbeitsphasen gibt es bei ihr im heimischen Malzimmer jedoch nicht. „Es kann auch vorkommen, dass ich einmal ein halbes Jahr lang nicht male“, sagt sie.

Oft scheint das allerdings nicht vorzukommen. Denn: Offenbar stapeln sich in der Egestorfer Wohnung zurzeit die vollendeten Werke.  „Ich würde gern ein paar Bilder verkaufen, denn ich brauche Platz“, sagt Parthen und schmunzelt. Deshalb freue sie sich sehr über die Gelegenheit, ihre Bilder noch bis zum 28. Februar im Klinikum zu präsentieren.

Von Ingo Rodriguez

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