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16:24 22.03.2016
Die neuen Sterbebegleiter des Ambulanten Hospizdienstes Aufgefangen haben ihre Ausbildung abgeschlossen. Quelle: Frank Hermann
Barsinghausen

Unter der Leitung der beiden hauptamtlichen Mitarbeiterinnen Maria Bernarding und Christine Großpietsch bereiteten sich die 13 Freiwilligen seit Februar 2015 intensiv auf ihre neuen Aufgaben vor. "Mit Abschluss dieses Lehrgangs stehen uns 82 ehrenamtliche Sterbebegleiter zur Verfügung, die eine sehr wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe wahrnehmen", erläutert Maria Bernarding, Koordinatorin des Hospizdienstes.

Bereits während ihrer Ausbildung haben die elf Frauen und zwei Männer erste Erfahrungen in der Sterbebegleitung gesammelt. "Das sind zumeist sehr tiefgründige, sehr ehrliche und natürlich auch sehr bewegende Gespräche. Dann spüre ich, dass ich Hilfe geben kann und diese Hilfe auch mit großer Freude angenommen wird", sagt Olaf Eggers aus Hannover, der von "vielen positiven Erlebnissen" berichtet: In den Begegnungen mit den Sterbenden stehen die schönen Dinge im Mittelpunkt, nicht so sehr die Trauer.

"Von der Trauer lassen sich eher die Angehörigen leiten", betont Eggers, der sich in der Folge von Schicksalsschlägen und Todesfällen im eigenen Umfeld zu einer Mitarbeit im Ambulanten Hospizdienst entschlossen hatte – als einer von nur wenigen Männern, die sich in diesem Bereich engagieren.

Zu den 13 neuen Sterbebegleitern gehört auch Ute Hennecke aus Bad Nenndorf, die ihren Ehemann nach einer Krebserkrankung verloren hat. "Dieser Verlust hat mich umgehauen. Aber indem ich anderen Menschen helfen kann, helfe ich auch mir selbst. Hier kann meine Seele Urlaub machen, und das baut mich wieder auf", erklärt die Nenndorferin, die einen offenen und unbefangenen Umgang untereinander mit den Themen Tod und Sterben schätzt.

Auskünfte gibt der Ambulante Hospizdienst Aufgefangen unter Telefon (05105) 5 82 51 14 und (0172) 5 25 17 42, nach einer E-Mail an Hospizdienst@aufgefangen-ev.de sowie im Internet auf aufgefangen.de.

Von Frank Hermann

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