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Oberschule fordert fairen Entscheidungsprozess

Barsinghausen Oberschule fordert fairen Entscheidungsprozess

Die Schulleitungen der weiterführenden Schulen in Barsinghausen wünschen sich von Rat und Verwaltung einen schnellen Entscheidungsprozess über die Zukunft der Lisa-Tetzner-Oberschule (LTS). Besonders die Oberschule selbst spürt nach den Worten von Schulleiter Markus Vehrenkamp längst die Folgen der aktuellen Debatte.

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Die Zukunft der Lisa-Tetzner-Schule im Schulzentrum Am Spalterhals ist langfristig ungewiss.

Quelle: Archiv

Barsinghausen. „Die lange, über Jahre geführte Diskussion verunsichert die Eltern und hat Auswirkungen auf unsere Anmeldezahlen“, sagte Vehrenkamp am Dienstagabend in einer Sitzung des Schulausschusses. Die Stadt hat im jüngst beschlossenen Nachtragshaushaltsplan 200 000 Euro für eine sogenannte Wirtschaftlichkeitsbetrachtung bereitgestellt. Dabei sollen Experten fundierte Zahlen liefern, wie teuer die notwendige Gebäudesanierung der Lisa-Tetzner-Schule tatsächlich wird. Außerdem sollen in dem Gutachten die Erweiterungsmöglichkeiten der Goetheschule einschließlich der Kosten erörtert werden. Die Verwaltung hatte im Herbst 2015 wegen anstehender Sanierungen die Debatte über die künftige Schullandschaft am Deister angestoßen. Denkbar sei eine Zusammenlegung der Lisa-Tetzner-Schule mit der Goetheschule (KGS), hatte es damals geheißen. Der neue Erste Stadtrat Thomas Wolf hatte in den vergangenen Monaten Vorschläge unterbreitet, wie der Entscheidungsprozess strukturiert ablaufen könnte. Ein zentraler Baustein dabei ist die aufwendige Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.

„Wenn wir über die künftige Schullandschaft entscheiden, muss das ein wohlüberlegter Prozess sein, der nicht übers Knie gebrochen werden kann“, sagte Wolf in der Ausschusssitzung. Aus Sicht der Verwaltung könnte die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung im Frühsommer 2018 vorliegen. „Ich hoffe, dass der Rat dann Ende 2018 die Entscheidung über die künftige Schullandschaft treffen kann“, bekräftigte Wolf. „Ich hoffe, dass der Prozess mit einem offenen Ergebnis geführt wird“, sagte Schulleiter Vehrenkamp. Die große Sorge vieler Lehrer und Eltern der LTS sei, „dass das alles Nebelkerzen sind und die Entscheidung längst gefallen ist“. Vehrenkamp appellierte an die Politiker, sich unbedingt selbst ein Bild zu machen von seiner Oberschule. Er vertrete die Familien von derzeit 401 Schülern, argumentierte Vehrenkamp. „Alle haben bestimmte Gründe für eine Einschulung an unserer Schule.“ Vehrenkamp äußerte die Hoffnung, dass am Ende „die Zahlen relativ nahe beieinander liegen werden“. Dann gelte es, sich Gedanken über die Schule selbst zu machen. Auch René Ehrhardt, Leiter der Goetheschule, plädierte für eine schnelle Entscheidung. „Seit Jahren schwebt das Thema über dem Schulsystem“, sagte er. Der jetzige Zustand sei „unzumutbar und schrecklich“.

Bernhard Klockow (FDP) und Bettina Klein (Aktiv für Barsinghausen) lobten den von der Verwaltung vorgeschlagenen Weg bis zum Ratsbeschluss. „Es gibt keine Vorentscheidung“, versicherte Klockow. Der Rat werde am Ende hoffentlich zu einer gemeinsam getragenen Entscheidung kommen – „wie bei der Haushaltskonsolidierung“, meinte der Freidemokrat. Ulrike Westphal (Bündnisgrüne) äußerte allerdings Zweifel am Zeitplan. Dieser sei unrealistisch. „Das Ganze ist mehr als ein Prozess, der durchgerechnet werden kann.“

Von Andreas Kannegießer

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