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00:16 09.05.2016
Gehen der Frage nach "Wohin steuert Europa?" (von links): Vera Fedosjuk, Marc Lahmann, Bernd Lange, Jürgen Gansäuer, Aleksander Marek Skorupa, Catherine Flavigny und Gesine Meißner. Quelle: Rocktäschel
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Barsinghausen

Die Europaabgeordneten Gesine Meißner (FDP) und Bernd Lange (SPD) sitzen in der Schaltzentrale der Europapolitik. Sie erleben die Auseinandersetzungen und die unterschiedlichen Interessen der Nationen. Für beide ist klar, ohne ein geeintes Europa sind die weltweit anstehenden Probleme nicht zu lösen.

Für Barsinghausens Bürgermeister Marc Lahmann sind Partnerschaften ein guter Weg, noch bestehende Vorteile abzubauen, vor allem wenn es weiterhin gelingt, die Jugend darin einzubinden: „Die deutsch-französische Achse ist der Motor Europas, gleich welche Parteien regieren.“

Für Bürgermeisterin Catherine Flavigny (Mont-Saint-Aignan) sind die beiden Länder ein funktionierendes Ehepaar, dass Hand in Hand ein neues Europa baut. Es gelte, die drängenden Probleme der Flüchtlinge sowie die Radikalisierung junger Menschen durch Salafisten gemeinsam zu lösen. Zudem sei es eine große Anstrengung, den nach Europa kommenden Menschen die notwendige Integration zu ermöglichen.

Aleksander Marek Skorupa, ehemaliger Wojewode von Niederschlesien und früher Bürgermeister von Brzeg Dolny sieht Polen geteilt. Die Regierung sei überwiegend von im östlichen Teil lebenden Menschen gewählt worden. Dort sei der Wohlstand noch nicht angekommen. Polen habe zudem schon eine Million Menschen aus der Ukraine aufgenommen. Das werde von der EU nicht berücksichtigt.

„Wenn wir zurzeit auch nicht die Söhne und Töchter in der großen Familie Europa sein können, dann adoptiert uns wenigstens.“ Dieser Satz der Ratsvorsitzenden Vera Fedosjuk aus Kovel in der Ukraine, Partnerstadt von Barsinghausen, hat während der Podiumsdiskussion den stärksten Beifall erhalten. Die Frage, wohin sich das Land nach dem Zerfall der Sowjetunion vor 25 Jahren orientieren solle – nach Europa oder Russland – sei von den Menschen längst entschieden: Europa!

Die Ukraine stehe vor sehr schwierigen innenpolitischen und wirtschaftlichen Problemen. „Nicht ohne Grund sind so viele Menschen nach Polen geflohen. Auch diejenigen, die vor dem Krieg im Osten in unsere Region fliehen, sind nach kurzer Zeit dafür – selbst wenn sie vorher für Russland waren. Sie denken, sie wären schon in Europa, obwohl wir vom europäischen Standard noch weit entfernt sind“, erläuterte Fedosjuk. Leider werde ein Großteil des gesamten Landes schon von Russland beherrscht: „Sie haben das Land und die Betriebe gekauft.“ Doch die Menschen wollten die Gesetze der Ukraine. Doch die Chance dafür bestehe nur mit einer festen Bindung an Europa.

Von Jörg Rocktäschel

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