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Osterstraße: Anlieger sollen bei Planung mitreden

Barsinghausen   Osterstraße: Anlieger sollen bei Planung mitreden

Die Osterstraße in der Barsinghäuser City soll 2018 nach dem Vorbild der Bahnhofstraße neu gestaltet werden. Die Fahrbahn wird deutlich schmaler. 

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Die Querungshilfe für Fußgänger am westlichen Ende der Osterstraße soll im Zuge der Neugestaltung verschwinden.
 

Quelle: fotos: Andreas Kannegießer

Barsinghausen.   Eine weitere Straße in der Barsinghäuser City wird im nächsten Jahr ihr Gesicht verändern:  Die Stadtverwaltung wird die Osterstraße auf ganzer Länge neu gestalten lassen. Die Anlieger sollen in die Detailplanung des Umbaus eng eingebunden werden. Ein grundsätzliches Gestaltungskonzept liegt bereits vor: Demnach wird die Fahrbahn schmaler, die Gehwege werden breiter und ansprechender gestaltet, außerdem soll es mehr Grün geben.

Vernichtende Beurteilung

Das Urteil von Stadtplanern zum aktuellen Zustand der Osterstraße fällt vernichtend aus: „Sie wirkt wie in der Zeit stehengeblieben“, sagte Heinz Mazur vom Planungsbüro PGT am Mittwochabend bei einem Informationsabend für die Anlieger im Rathaus. Die Experten von PGT haben im Auftrag der Stadt die Grundzüge der Planung erarbeitet. Die Straße sei zu breit, sehe unschön aus, und die Gehwege seien nicht gut zu nutzen, ergänzte Mazur. „Die aktuelle Gestaltung ist der Innenstadtlage eigentlich nicht angemessen.“

Vorbild Bahnhofstraße

Nach der Sanierung soll die Osterstraße ein ähnliches Bild abgeben wie die derzeit im Umbau befindliche Bahnhofstraße: Die PGT-Pläne sehen die Verwendung von roten und grauen Klinkersteinen und Pflasterstreifen für die Gehwege sowie Rundborde mit flachen Übergängen zu der schmaleren Fahrbahn vor. 

An den Einmündungsbereichen zur Bahnhofstraße und zur Siegfried-Lehmann-Straße sollen die Kurvenradien der Fahrbahn so verändert werden, dass Autofahrer nicht mehr schon mit hohem Tempo  in die Osterstraße einbiegen können. Die Querungshilfe für Fußgänger im oberen Teil des Straßenzuges hat ausgedient und wird im Zuge des Umbaus verschwinden. Die Fahrbahnbreite soll von durchschnittlich sieben Meter auf 6,20 bis 6,50 Meter verringert werden. Zudem haben die Planer eine – bei den Anliegern allerdings umstrittene – Engstelle mit 5,50 Meter Breite vorgesehen.

Baudirektor Tobias Fischer kündigte an, dass die Stadtverwaltung in den nächsten Wochen alle Anlieger anschreiben und verschiedene Gestaltungsvarianten zur Diskussion stellen werde. Demnach sollen die Grundstücksbesitzer unter anderem über Tempo 30 oder 50 auf der sanierten Straße, die Engstelle, die Parkflächengestaltung und die Anzahl von Bäumen abstimmen dürfen. Die ausgewerteten Ergebnisse werden dann laut Fischer in den endgültigen Planungsauftrag an das Büro PGT einfließen. Der Zeitplan ist durchaus ambitioniert: Wenn der Rat im Februar endgültig grünes Licht gibt, sollen bis Mai alle Planungs- und Vergabeunterlagen vorliegen. 

Nach den Worten von Tiefbau-Fachdienstleiter Michael Dettmann ist der Baustart für Juli 2018 vorgesehen. Zum Jahresende könnte der Umbau bei idealem Verlauf abgeschlossen sein. Die Stadt rechnet derzeit mit Kosten von rund 600 000 Euro. Zwei Drittel dieser Summe fließen als Zuschüsse von Bund und Land aus dem städtebaulichen Sanierungsprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ an die Stadt Barsinghausen zurück. 

Ausgleichsbeträge sind umstritten

Umstritten bei den Anliegern der Osterstraße sind die sogenannten Ausgleichsbeträge, die jeder Grundstücksbesitzer im städtebaulichen Sanierungsgebiet spätestens nach Abschluss des Programms im Jahr 2022 entrichten muss. Mit den Ausgleichsbeträgen sollen die Wertsteigerungen abgeschöpft werden, die die Grundstücke als Folge des öffentlichen Sanierungsprogramms erfahren haben. Baudirektor Tobias Fischer betonte, dass die Anlieger im Sanierungsgebiet im Gegenzug von Straßenausbaubeiträgen verschont bleiben. Einfluss auf die Höhe der Ausgleichsbeträge hat die Stadt nicht: Diese werden vom Gutachterausschuss der Katasterverwaltung festgelegt. Ein Einzelgutachten für das städtische Grundstück Poststraße 1 liegt seit 2016 vor, um einen Anhaltswert zu liefern: Demnach fallen für dieses Areal 11 Euro Ausgleichsbetrag pro Quadratmeter Grundstücksfläche an. Eine Osterstraßenanliegerin kommentierte in der Versammlung am Mittwochabend trocken: „Es erschließt sich mir nicht, dass ich zur Kasse gebeten werde, weil die Stadt sich’s schön macht.“    ka

Von Andreas Kannegießer

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