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Nachrichten Rosemarie Struß ist Ehrenbürgerin der Stadt
Umland Barsinghausen Nachrichten Rosemarie Struß ist Ehrenbürgerin der Stadt
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17:05 13.01.2017
Bürgermeister Marc Lahmann gratuliert Rosemarie Struß zur Verleihung des Ehrenbürgerrechts. Ehemann Hans-Gerd freut sich über die Auszeichung für seine Frau. Quelle: Rocktäschel
Barsinghausen

An die ehemaligen Bürgermeister Wilhelm Heß, Walter Theil und Karl Rothmund sowie an Dieter Lohmann, „Schöpfer des Besucherbergwerks“, wie Bürgermeister Marc Lahmann betonte. Nach einstimmigen Beschluss des Rates vom Oktober 2016 wurde Rosemarie Struß für die „überwältigende Vielzahl ihrer Verdienste“ im sozialen und politischen Bereich sowie ihren „beispielgebenden Gemeinsinn“ gewürdigt. 

Seit über 50 Jahren ist sie aktiv. Lahmann überreichte ihr während der Sondersitzung des Rates im Sporthotel Fuchsbachtal die Ehrennadel mit Brillanten und die Urkunde. Rosemarie Struß war sichtlich gerührt, gab allerdings auch ihre ersten Gedanken nach der Verleihung und dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt preis: „Hat man diese Lobeshymnen verdient? Ich war ja nie allein aktiv.“ Die Zusammenarbeit mit der Stadt sei immer gut gewesen: „Sonst wäre es nicht gegangen, und ohne den Rückhalt in meiner Familie auch nicht.“ Der Dank galt ihrem Mann Hans-Gerd, ihrer Tochter Dagmar sowie den Söhnen Gerd und Rainer.
Laudator Lahmann, die Ratsvorsitzende Claudia Schüßler und die stellvertretende Regionspräsidentin Doris Klawunde waren sich einig: Sie hat es verdient. „Du warst Ideengeberin, Initiatorin und Gestalterin in einem, und das in herausragender Weise“, sagte Schüßler. Klawunde zeigte sich beeindruckt von dem Lebenswerk und der Kraft von Rosemarie Struß.

Sie hat 1964 den Ortsverein des Deutschen Hausfrauenbundes ins Leben gerufen. Lahmann erinnerte an ihr sozialpolitisches Engagement. Sie war die erste Frau in der SPD-Ratsfraktion. Sie hat 1970 die „Seniorengruppe Am Buchhorn“ mitgegründet und 1975 die Arbeiterwohlfahrt in Barsinghausen. „Wöchentlich werden wir an ihre Koordination zur Errichtung des Wochenmarktes erinnert“, sagte Lahmann: „In Erinnerung sind auch ihre Initiativen um die Einführung von Tagesmüttern, betreuten Senioren und der Einführung eines Mütternotdienstes geblieben.“ Struß war elf Jahre Schöffin, zehn Jahre Vorsitzende der Marlis-Ragge-Stiftung. 1984 hob sie den Verein zur Förderung von Städtepartnerschaften mit aus der Taufe, war Vorstandsmitglied. Dieser Impuls führte sie seit 1988 zur Ausländerbetreuung in der Marienkirchengemeinde und leitete 1990 die bis heute andauernde Asylbewerberbetreuung im Verein „Die Brücke“ der Petruskirchgemeinde ein.
Sie übernahm in den 1980er Jahren Patenschaften für Kinder des Kinderheims am Waldhof, sammelte Kleidung und Spielzeug für die Bewohner der Flüchtlingswohnheime in der Stadt. „Sie haben Integration für ausländische Mitbürger bereits gelebt, als Politik die Notwendigkeit hierzu, wenn überhaupt, nur zögernd erkannt hat“, betonte Lahmann. 1997 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. 2005 gründete sie den internationalen Frauentreff, den sie zehn Jahre leitete. Sie ist tatkräftige Unterstützerin des Stadtteiltreffs Goethestraße, den sie ebenfalls mitbegründete. Sie organisiert den monatlichen „Abend der Begegnung“ sowie Kochkurse für ausländische Frauen in der Bert-Brecht-Schule. Daraus entstand 2015 ein internationales Kochbuch.
Rosemarie Struß´ Tochter Dagmar, die im Namen der Familie für die Ehre dankte, betonte die Vorbildfunktion und Fürsorge ihrer Mutter. Sie habe sich für Menschen eingesetzt, die anders sind, eine andere Kultur haben, und dabei versucht, den Menschen die Angst vor Anderen, vor Fremden zu nehmen. Jeder könne auch mit kleien Dingen dazu beitragen, das Leben besser zu machen: „Zum Beispiel jemanden im Altenheim besuchen oder Fremde einladen.“ Die Verleihung zeige, dass die Stadt hinter der Arbeit ihrer Mutter stehe. Dies sei wichtig in Zeiten, in denen Brandstifter mit Hassreden auf sich aufmerksam machten.

Von Jörg Rocktäschel

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