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Stadtwerke ziehen Bilanz und stellen Pläne vor

Barsinghausen Stadtwerke ziehen Bilanz und stellen Pläne vor

Seit vier Jahren beliefern die Stadtwerke Bürger mit Strom und Gas. Nun haben die Verantwortlichen eine Bilanz gezogen, und auch über die Pläne für den Neubau des Grundwasserwerks Eckerde und den Umzug in das Postgebäude gesprochen. Hintergrund war eine Informationsveranstaltung für die Barsinghäuser FDP.

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Die Verantwortlichen der Stadtwerke führen durch ihr neues Domizil.

Quelle: Malecha

Barsinghausen.  Mit „Basche Strom“ und „Basche Gas“ sind die Stadtwerke 2014 auf den Markt gegangen, sagte Vertriebsleiter Stefan Küppers bei einem Informationsgespräch, zu dem die Barsinghäuser FDP eingeladen hatte. Seither habe sich das Geschäft sehr gut entwickelt – von 249 Strom- und 84 Gaskunden im Jahr 2014 auf mittlerweile 2011 Strom- und 660 Gaskunden. „Damit bin ich sehr zufrieden, vor allem wenn man bedenkt, dass die Stadtwerke nicht Grundversorger sind.“ 

Hauptthema der Veranstaltung waren die Herausforderungen, vor denen die Stadtwerke derzeit stehen, nämlich dem Neubau des Wasserwerks, dem Umzug  in die neuen Räume und die Sanierung des Kanalnetzes. 

Der Neubau des Wasserwerks in Eckerde wird zwischen neun und zwölf Millionen Euro kosten, sagte technischer Leiter Torsten Holzhausen. Die neue, moderne Anlage werde sich wegen geringerer Betriebskosten in einem absehbaren Zeitraum refinanzieren - unter anderem, weil weniger Mitarbeiter benötigt werden, um das neue Werk zu steuern. Grund für den Neubau ist der Zustand vom alten Grundwasserwerk. Dieses ist sanierungsbedürftig und auch die Zubereitungs- und Speicherkapazität reiche nicht mehr aus. Maximal 5000 Kubikmeter Wasser pro Tag können in der vorhandenen Anlage aufbereitet, aber nur 650 Kubikmeter gespeichert werden. „An heißen Sommertagen brauchen wir aber rund 7000 Kubikmeter Wasser“, sagte Holzhausen. Aus diesem Grund habe es in der Vergangenheit bereits das ein oder andere Mal Versorgungsprobleme gegeben, ergänzte Geschäftsführer Jochen Möller. 

Aufbereitungsverfahren wird noch festgelegt 

Gebaut wird auf einem Grundstück der Stadtwerke direkt neben dem bestehenden Werk. Das Gebäude soll rund 120 Meter breit und 200 Meter lang werden. Die alten Gebäude werden allerdings nicht abgerissen. „Wir wollen manche Teile noch nutzen, beispielsweise indem wir sie zu Lagern oder Sozialräumen umbauen“, sagte Holzhausen. Wie das Wasser im neuen Werk aufbereitet wird, ist indes noch nicht klar. „Wir lassen uns von Sachverständigen beraten“, sagte Holzhausen. 

Für die Wasseraufbereitung stehen zwei unterschiedliche technische Varianten zur Wahl: das Niederdruck-Umkehr-Osmose-Verfahren und das sogenannte Carix-Verfahren. Die Anforderungen sind dieselben: Bei der Wasseraufbereitung soll ein noch höherer Qualitätsstandard erreicht werden als bisher schon. 

Kanalnetz muss saniert werden

Eine besondere Herausforderung für die Zukunft ist zudem die Sanierung des rund 200 Kilometer langen Leitungsnetzes im Stadtgebiet. Zwar seinen die Schmutzwasserkanäle noch in relativ gutem Zustand, bei den Regenwasserkanälen sehe das aber anders aus, sagte Holzhausen. Nach und nach werde das rund 200 Kilometer lange Kanalnetz saniert. Geschätzte Gesamtkosten: 40 Millionen Euro. Die Arbeiten werden mehrere Jahre dauern.

Im Anschluss an die Vorträge besichtigten die rund 20 Besucher noch das neue Domizil der Stadtwerke. Schon in wenigen Wochen ziehen die Beschäftigten in das ehemalige Postgebäude an der Poststraße um. Rund zwei Millionen Euro haben die Stadtwerke für den Kauf und den Umbau des Gebäudes mit einer Fläche von rund 1000 Quadratmetern ausgegeben. Im Obergeschoss entstehen Büroräume für die Mitarbeiter von Stadtwerken und Stadtentwässerung, im Erdgeschoss bleibt die Postbank für die kommenden 15 Jahre Mieter. Zudem entstehen im Erdgeschoss Räume für den Vertrieb der Stadtentwässerung.

Von Lisa Malecha

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