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00:25 19.04.2018
Die TSV-Vorsitzenden Kerstin Beckmann und Klaus-Jürgen Dallmann lassen sich die Laune nicht verderben. Bei starkem Regen sprudelt das Wasser zwisschen den Platten der Tribüne hindurch. Quelle: Mirko Haendel
Barsinghausen

Die Lage des Vereinsgeländes des TSV Barsinghausen ist Fluch und Segen zugleich. Am Hang und zudem direkt am Waldrand gelegen, bietet die Sportanlage eine nahezu einzigartige Kulisse. Die Pflege der Sportplätze und seiner Gebäude ist aufgrund der Waldnähe sowie der Hanglage allerdings überdurchschnittlich aufwendig. 

Auf dem Gelände des TSV Barsinghausen stehen umfangreiche Sanierungsarbeiten bevor. 

Selbst- und fremdverschuldet hatte der TSV eine langwährende „finanzielle Durststrecke“, wie es der Vereinsvorsitzende Klaus-Jürgen Dallmann nennt, zu durchleben. An Bauten wie der großen Tribüne, der Einfriedung des Geländes und dem Vereinsheim wurde in den vergangenen Jahrzehnten entsprechend nur herumgeflickt. Notwendige Modernisierungen und Sanierungen blieben aus. 

„Doch jetzt trauen wir uns wieder etwas zu“, sagt die stellvertretende Vorsitzende Kerstin Beckmann. Sie muss allerdings zugeben, dass die Sanierung des Geländes und seiner Gebäude sich wohl über mehrere Jahre hinziehen wird. „Wir können die notwendigen Maßnahmen nur sukzessive umsetzen“, sagt sie. 

Vereinsheim soll energetisch saniert werden

Der dickste Brocken wird nach Einschätzung der Vereinsführung wohl die energetische Sanierung des im Jahr 1966 gebauten Vereinsheims unterhalb der Sportplätze an der Langenkampstraße, die im kommenden Jahr beginnen soll. Erst Anfang März war ein Gutachter vor Ort, der das Gebäude besichtigt hat. Einen Bericht mit seinen Empfehlungen, welche Arbeiten ausgeführt werden sollten, bekommt der TSV Ende April. Doch schon jetzt ist klar, dass die alten, einfach verglasten Fenster, die gesamten sanitären Anlagen und die solarthermische Anlage zur Aufbereitung des Duschwassers ausgetauscht werden müssen. „Und anschließend folgt dann die Dämmung des Gebäudes“, zählt Dallmann auf. In der 1997 errichteten, an das Vereinsheim anschließenden Gymnastikhalle müsse zudem der Boden erneuert werden. „Wir hoffen, dass der Unterbau in Ordnung ist und nur das Parkett abgeschliffen und neu versiegelt werden muss“, sagt der Vorsitzende. 

Während zur Finanzierung dieser Maßnahmen verschiedene Fördertöpfe angezapft werden können, ist dies für die Sanierung der Gastwirtschaft und der angeschlossenen Wohnung wohl nicht zu erwarten. 

Problem unter der Tribüne

Als ein finanzielles Fass ohne Boden könnte sich die Sanierung der Tribüne erweisen. Für die Instandsetzung der Zuwegung zur Tribüne, der Wiederherstellung der Verkehrssicherheit im Zuschauerbereich sowie der Reparatur des Flutlichts für den oberhalb gelegenen Kunstrasenplatz hat der Verein Kosten in Höhe von über 11.000 Euro errechnet und vom Regionssportbund bereits einen Zuschuss von 2500 Euro erhalten. Doch droht unterhalb der Tribüne ein Problem, das der Verein womöglich nur mit hohem Aufwand dauerhaft in den Griff bekommt. Ein Bach, der östlich des Kunstrasenplatzes über das Gelände der Klosterforst läuft und in früheren Zeiten mittels Gully und Verrohrung unterirdisch am Vereinsgelände vorbeigeführt wurde, hat bereits vor Jahren seinen Lauf geändert. Nun sprudelt das Wasser bei jedem stärkeren Regenfall zwischen den Platten und Stufen der Tribüne hindurch auf den Rasenplatz und höhlt den Untergrund aus. 

Ein Termin mit Constantin von Waldthausen, dem Betriebsleiter der Klosterforsten, sowie dessen Revierförster habe laut Dallmann und Beckmann ein „sehr unbefriedigendes Ergebnis“ gebracht. „Wir bekommen keinerlei Unterstützung. Weder wird der Bach in den Gully zurückgeleitet, noch erhalten wir eine finanzielle Unterstützung bei der Beseitigung der Schäden“, klagt Beckmann. „Wir sind geschockt, dass uns die Klosterkammer mit dem Problem so kaltschnäuzig alleine lässt“, sagt die stellvertretenden Vorsitzende und gibt zu, dass der Verein derzeit nicht wisse, wie er mit der Problematik umgehen solle. Sicher sei nur, dass die Arbeiten in diesem Jahr durchgeführt werden müssen, da ansonsten die bereits zugesagten Fördermittel wieder gestrichen würden. „Es kann also sein, dass wir alle paar Jahre wieder mit hohem Aufwand die von dem Bach verursachten Schäden beseitigen müssen“, fürchtet Dallmann.

Die Sportler räumen auf

Seit Beginn des Jahres ist auf der Anlage des TSV Barsinghausen bereits einiges passiert. Zahlreiche Vereinsmitglieder haben in Zusammenarbeit mit verschiedenen Unternehmen auf dem Sportgelände unzählige Sträucher und Büsche entfernt, die Äste zahlreicher Bäume zurückgeschnitten und einige teils jahrzehntealte Bäume gefällt, um der Verkehrssicherungspflicht nachzukommen. Nach einem Wildschaden in diesem Winter haben Fußballer und einige ihrer Fans den schadhaften Zaum um das Vereinsgelände teils repariert, teils komplett erneuert. Die vom Wild aufgewühlten Stellen auf dem Rasenplatz wurden ausgebessert und neuer Rasen eingesät. Nach der Anschaffung einer entsprechenden Maschine hat die Fußballsparte zudem den Kunstrasenplatz einer Frühjahrspflege unterzogen, dabei das ausliegende Gummigranulat gereinigt und moosigen Bewuchs entfernt.

Von Mirko Haendel

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