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Umland Barsinghausen Nachrichten Viel Lob für vierten Ehrenbürger
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00:16 11.11.2013
Ratsvorsitzender Bernd Gronenberg (links) und Bürgermeister Marc Lahmann (rechts) überreichen Karl Rothmund die Ehrenbürgerurkunde. Viel Lob gibt es auch für Edeltraut Rothmund, die ihren Mann stets unterstützt habe. Quelle: Andreas Kannegießer
Barsinghausen

Formal war es eine Sondersitzung des Rates der Stadt, in der die außergewöhnliche Ehrung vollzogen wurde. Tatsächlich war der Rahmen viel größer: Die Zeremonie war eingebunden in das traditionelle Calenberger Wurstessen des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) mit zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Vereinen.

In seiner Laudatio zeichnete Lahmann das Bild eines Mannes, der sich nicht nur selbst in vielen Bereichen erfolgreich engagiert hat, sondern dabei das Ehrenamt in allen Lebensbereichen immer nach Kräften gefördert hat. Lahmann nannte beispielhaft Rothmunds Engagement für die freiwilligen Feuerwehren: In seiner Zeit als Feuerwehrausschussvorsitzender hatte Rothmund selbst einen Feuerwehrlehrgang absolviert. Fortan leitete er die Sitzungen meist in Feuerwehruniform. Rothmund war Bürgermeister von 1980 bis 1986, später dann unter anderem Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion. Er sei ein Menschenfreund und ein stets Vertrauen ausstrahlender Ansprechpartner für die Bürger gewesen, lobte Lahmann.

Gleichzeitig sei Rothmund aber niemals bequem oder angepasst gewesen. „Tatkräftig, rastlos und teilweise ungeduldig hast du dein Umfeld gefordert, wie du dich selbst gefordert hast“, sagte Lahmann. Der Bürgermeister lobte auch, dass die Stadt Barsinghausen Rothmund auch nach seiner kommunalpolitischen Laufbahn - nun als NFV-Präsident - viel zu verdanken habe. Ob als WM-Quartier oder Sitz der Robert-Enke-Stiftung auf Rothmunds Initiative: „Der Marketing- und Imagegewinn ist für die Stadt von außerordentlicher Bedeutung.“

Immer mit dem Herzen dabei

Barsinghausens neuer Ehrenbürger Karl Rothmund ist weit über die Stadtgrenzen hinaus als außergewöhnliche Persönlichkeit beliebt und anerkannt, wie am Freitagabend während der Verleihungszeremonie deutlich wurde.

DFB-Schatzmeister und Bundestagsabgeordneter Reinhard Grindel lobte Rothmund als „Mensch mit Ecken und Kanten“, dem er „unendlich viel zu verdanken“ habe.
Regionspräsident Hauke Jagau sagte, dass Rothmunds Arbeit beim NFV nicht nur auf die Stadt Barsinghausen, sondern auch auf die Region positiv abstrahle. „Du bist sehr entscheidungsfreudig und hast immer gute Intuition bewiesen“, lobte Jagau. Fußball habe viel mit Politik zu tun, sagte er: „Es gibt mächtige Emotionen, und man ist immer mit dem Herzen dabei.“ Rothmund habe überall sehr langen Atem bewiesen und sei „ein sehr guter, leiser Ratgeber in vielen Dingen“. Der Regionspräsident würdigte – wie auch alle anderen Redner – ausdrücklich die Rolle von Rothmunds Ehefrau Edeltraut, die ihren Mann in allen Funktionen unterstützt und ihm den Rücken frei gehalten habe.

Rothmund selbst war sichtlich gerührt, als ihm Bürgermeister Marc Lahmann unter donnerndem Applaus der Gäste die goldene Ehrennadel mit Brillanten der Stadt ans Revers heftete. Der neue Ehrenbürger erinnerte an die Verdienste der drei anderen Ehrenbürger Wilhelm Heß, Walter Theil und Dieter Lohmann. „Es ist etwas ganz Besonderes für mich, nun mit diesen drei Persönlichkeiten auf eine Ebene gestellt zu werden“, sagte er. Als NFV-Präsident gab er Dank an die Stadt zurück. Diese habe die Anliegen des Verbandes stets unterstützt. „Wir fühlen uns als integraler Bestandteil dieser Stadt.“

Andreas Kannegießer

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