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Barsinghausen RROP: Gericht kippt Vorrangflächen für Windenergie
Umland Barsinghausen RROP: Gericht kippt Vorrangflächen für Windenergie
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09:15 06.03.2019
Das Oberverwaltungsgericht hat das RROP mit seinen Regelungen für Windenergie gekippt. Quelle: Archiv
Wennigsen

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Lüneburg hat am Dienstag die im Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) festgesetzten Regelungen und Vorrangflächen für Windenergie „vollends gekippt und für unwirksam erklärt“. Festgelegt im RROP ist auch das Dreieck zwischen Egestorf, Redderse und Degersen.

Das Urteil sei noch sehr frisch und Wennigsen werde nun zunächst die schriftliche Begründung abwarten müssen, sagte Bürgermeister Christoph Meineke in einer ersten Stellungnahme. Die Ortsbürgermeister Walter Rasch in Degersen und Holger Dorl in der Wennigser Mark wurden von Meineke bereits informiert. Außerdem will der Bürgermeister das Thema ganz aktuell mit in den Verwaltungsausschuss nehmen, der am Dienstagabend tagt.

Eigene Flächennutzungsplanung

Das Urteil gibt den Wennigsern Recht. Mit einer eigenen, rechtlich unabhängigen Flächennutzungsplanung hatte Wennigsen aber künftig ohnehin vor, den Bau von Windenergieanlagen mehr zu steuern und dann beispielsweise auch Höhen zu begrenzen. Der Aufstellungsbeschluss für eine Änderung des Flächennutzungsplans ist vom Rat bereits gefasst.

Gegen das RROP der Region Hannover sind elf Verfahren anhängig. Das OVG hatte vier davon exemplarisch ausgewählt – unter anderem die Klage aus Pattensen. Pattensens Bürgermeisterin Ramona Schumann vertrat die Calenberger Runde am Dienstag vor Gericht.

Protest der Anwohner

Am Deister war es vor allem der Protest der Anwohner gewesen, der den Ausschlag dafür gab, dass die Kommunen gegen das RROP klagen. Die Ortsversammlungen zu den Windparkplänen waren gut besucht, hunderte Unterschriften gegen das Projekt wurden gesammelt. Mehr als 240 Meter Höhe sollen die fünf Anlagen haben, die der Bremer Windparkbetreiber WPD zwischen Degersen, Egestorf und Redderse plant. Zu groß, zu nah an den Wohngebieten und ein zu heftiger Einschnitt in der Landschaft finden Anwohner, Gemeindeverwaltung und Ratsmehrheit und halten das RROP für fehlerhaft. Um es überprüfen zu lassen, strengte Wennigsen das Normenkontrollverfahren an.

Von Jennifer Krebs

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