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Burgdorf Kita soll in drei Stufen ausgebaut werden
Umland Burgdorf Kita soll in drei Stufen ausgebaut werden
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17:05 03.12.2018
Die Kita-Leiterin Regina Krallmann wünscht sich seit Jahren eine größere Küche für die tägliche Versorgung der Kinder mit dem Mittagessen. Quelle: Joachim Dege (Archiv)
Ehlershausen/Ramlingen

Die Stadtverwaltung schlägt vor, die Kindertagesstätte für Ehlershausen und Ramlingen in drei Stufen auszubauen. Dafür hat sich Stadtrat Michael Kugel jetzt vom Ortsrat Ramlingen/Ehlershausen die Zustimmung geholt. „Bitte geben Sie eine Empfehlung ab, damit die Verwaltung sich auf den Weg machen kann, das Konzept und die Berechnungen für die benötigten Haushaltsmittel zu erstellen“, warb er bei den politischen Vertretern des Doppeldorfs für den dreistufigen Entwicklungsplan.

Im ersten Schritt soll eine Interimslösung realisiert werden. „Sie wird für eine viergruppige Betreuung angelegt“, sagte Kugel. Ziel sei es, zum Kita-Jahr 2019/20 sechs Gruppen – vier für Kinder ab drei Jahre und zwei für Jungen und Mädchen bis drei Jahre – zu haben. Derzeit sind in der Einrichtung vier Gruppen untergebracht. Stehen sollen die Container im vorderen Bereich des Kita-Geländes.

Schritt zwei solle der Anbau eines zweigruppigen Krippentrakts und zwar links vor dem Kita-Gebäude sein, erklärte Kugel. Gemeinsam mit diesem Schritt will die Stadtverwaltung mehr Platz für die Küche und die Mitarbeiter schaffen. Das ist dem Ortsrat zu spät. Er forderte stattdessen –und zwar einstimmig – schon mit der Interimslösung die Küche und den Mitarbeiterbereich zu vergrößern. Kugel versprach, diese Botschaft mit ins Rathaus zu nehmen.

Im dritten Schritt schließlich soll die bestehende Kita von Grund auf saniert werden. Alles, was das Gesundheitsamt der Stadt aufgetragen habe, werde dann erledigt, sagte der Stadtrat. Dabei gehe es vor allem um die Feuchtigkeit, die von unten in das Gebäude eindringe.

Die Bausubstanz der Ehlershäuser Kita bereitet schon seit Langem Probleme – und zwar so massiv, dass Eltern vor vier Jahren forderten das von Schimmel befallene Gebäude abzureißen und ein neues zu bauen. Die Chronik: Erst verfaulte 2010 das Flachdach des gesamten Komplexes. Es wurde erneuert. Dann trat im Juni 2013 unter dem Dach des Krippenanbaus erneut Schimmel auf. Im Januar 2014 schimmelte eine Außenwand des Altbaus. Im August 2014 entdeckten Fachleute Feuchtigkeit im Boden eines Gruppenraums und des Eingangstrakts. Es gelang der Stadt schließlich mit hohem finanziellen Aufwand, die Kita soweit zu sanieren, dass sich kein Schimmel mehr bildete.

Einen Zeitplan gibt es laut Stadtrat Kugel nur für Schritt eins, die Interimslösung. Wann angesichts der vielen Bauprojekte, die Burgdorf aktuell stemmen soll, der neue Krippenanbau und die Grundsanierung an der Reihe sind, ist offen. „Wir sind erst ganz am Anfang“, erklärte Kugel. „Ein Vorteil eines dreistufigen Ausbaus ist, dass wir nicht europaweit ausschreiben müssen, was den Prozess verlängern würde.“

Den wachsenden Bedarf an Kita-Plätzen überall im Stadtgebiet erklärt Kugel mit dem Anstieg der Geburtenrate. „2011 wurden 200 Kinder geboren, zwischenzeitlich waren es sogar mehr als 300, für 2018 erwarten wir 250 bis 300 Geburten.“ In Ehlershausen kann die Nachfrage seit 2015 nicht gedeckt werden. Auch die Küche war damals schon zu klein für die Versorgung der Kinder mit Mittagessen. Im November 2015 schlug die Verwaltung vor, 2018 einen Anbau für rund 300.000 Euro zu errichten.

Von Anette Wulf-Dettmer

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