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Burgdorf Eine Woche Unterricht im Zirkuszelt
Umland Burgdorf Eine Woche Unterricht im Zirkuszelt
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00:21 03.09.2018
Für die Projektwoche hat das Jugendkulturhaus JohnnyB. der Astrid-Lindgren-Schule ein Zirkuszelt auf dem Schulhof aufgebaut. Quelle: Joachim Dege
Burgdorf

340 Astrid-Lindgren-Grundschülern steht eine außergewöhnliche Woche bevor, die noch lange nachwirken dürfte. Sozialpädagogen und Honorarkräfte des städtischen Jugendkulturhauses JohnnyB. kommen an die Schule und bringen nicht weniger als ein riesiges Zirkuszelt mit. Darin werden die Kinder der Klassen eins bis vier in der folgenden Projektwoche Unterricht haben und selbst eine Show für die Manege einstudieren.

Eine solche Zirkus-Projektwoche gab es schon einmal an der Weststadt-Grundschule, die über ein weitläufiges Außengelände verfügt, das Platz bietet für ein Zirkuszelt und diverse Pavillons. Das sei vor vier Jahren gewesen, erinnern sich Horst Gohla und Traude Minke vom JohnnyB.. Ziel sei es, die Schulgemeinschaft zu stärken. Denn in den Workshops, in denen sich die Kinder unabhängig vom Alter und jenseits ihrer Klassenzugehörigkeit auf die geplanten drei Zirkusvorstellungen vorbereiten werden, finde jeder seinen Platz und seine Aufgabe, beschreibt Minke den pädagogischen Ansatz: „Jeder ist gleich viel wert.“

Seit einer Woche sind 16 JohnnyB.-Mitarbeiter – mit Unterstützung aus der Schulelternschaft – dabei, das Zirkuszelt auf dem Rasen hinter der Schule aufzubauen und technisch einzurichten. Die Schüler hätten sich in Gruppen zu maximal 30 Teilnehmern für die Workshops anmelden können, in denen sie sich mit klassischen Zirkusdisziplinen beschäftigen würden, sagt Minke: Clown, Fakir, Trapez/Hula-Hoop, Balance, Tanz, Jonglage, Vertikaltuch, Akrobatik. Die Lehrer der Schule bieten eine Einradgruppe an. Eine Gruppe beschäftigt sich mit den Aufgaben, die üblicherweise der Zirkusdirektor übernimmt, und moderiere später die Vorstellungen. Eine weitere Gruppe lernt das Trommeln und Körper-Percussion, sie gibt dann später den Ton in der Manege an. Sogar eine Zirkusredaktion werde es geben. Schüler des Leistungskurses Sport des Gymnasiums wirkten als Co-Trainer mit.

Am Montag, 3. September, beginnt die Projektwoche. Am Vormittag kommen Trainer und Schulgemeinschaft im Zelt zusammen. Die Kinder erhalten dann eine spielerische Einführung in das, was sie an den folgenden Tagen erwartet. Die Eltern übernähmen das Catering, lobt Minke deren Engagement. Jugendhausleiter Gohla weist darauf hin, dass die Region das Musikzirkusprojekt mit 5000 Euro fördere. Ein Burgdorfer Unternehmen trage die Kosten für das Zelt. Ohne das wäre eine solche Projektwoche finanziell nicht zu stemmen.

Die drei jeweils eineinhalbstündigen Aufführungen für Eltern und Verwandte sind geplant für Freitag, 7. September, 18 Uhr, sowie für Sonnabend, 8. September, um 12 Uhr und um 18 Uhr. Bereits an diesem Wochenende, 1. und 2. September, zeigt der Kindermitmachzirkus Kritzpritzknuckelmuckeldü zur Einstimmung auf die Projektwoche in dem Zirkuszelt zwei Varieté-Vorstellungen mit dem Titel „Wir spielen Monopoly“, und zwar am Sonnabend um 15 Uhr sowie am Sonntag um 14 Uhr. Der Eintritt für Erwachsene kostet 7 Euro, Kinder und Jugendliche bezahlen 4 Euro. Karten gibt es an der Tageskasse.

Von Joachim Dege

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