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Burgdorf 233 Jungen und Mädchen ohne Kitaplatz
Umland Burgdorf 233 Jungen und Mädchen ohne Kitaplatz
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00:15 01.08.2018
Betreuungsplätze für Kinder vom Babyalter bis zur Einschulung sind ein begehrtes Gut. Quelle: Symbolbild
Burgdorf

Wenn am Mittwoch, 1. August, das neue Kindergartenjahr beginnt, können längst nicht alle Kinder, die angemeldet sind, aufgenommen werden. Für Kinder unter drei Jahren gibt es laut Rathaussprecherin Alexandra Veith 95 Plätze zu wenig. In den Kindergärten (Kiga) für Jungen und Mädchen ab drei bis zum Schulbeginn fehlen sogar 138 Plätze.

Im April lag der Fehlbedarf noch bei 119 Krippenplätzen. Zwischenzeitlich sei es gelungen, weitere Kleinkinder bei Tagesmüttern unterzubringen, sagt Veith. Die Stadt arbeite mit Hochdruck am Bau zusätzlicher Betreuungsplätze. Gleichzeitig will sie die private Kindertagespflege ausbauen und hat dafür Katrin Böhm eingestellt. Die Fachberaterin Kindertagespflege berät sowohl Eltern als auch die Anbieter von Tagespflegestellen. Die Stadt unterstützt laut Böhm Interessierte nicht nur auf ihrem Weg zur Tagesmutter oder zum Tagesvater, sondern bietet im Alltag mit den zu betreuenden Kindern auch Beratung und Fortbildungen in Pädagogik an.

138 Kindern ab drei Jahre haben zum 1. August keinen Kindergartenplatz bekommen, weitere 30 werden nicht in der Wunscheinrichtung der Eltern betreut. „In diesem Fällen wohnen die Familien zum Beispiel in Ehlershausen und bringen ihr Kind in eine Einrichtung in die Kernstadt, oder sie wohnen in der Weststadt und haben für ihr Kind einen Platz in einer Einrichtung in der Südstadt erhalten“, erklärt Veith. Zudem werden aktuell 18 Burgdorfer Kinder – Veith: „Vornehmlich auf eigenen Wunsch“ – außerhalb der Stadt betreut, zum Beispiel in Betriebskitas.

Im April war die Stadt noch von einem Fehlbedarf von 102 Kigaplätzen ausgegangen. Sie hatte aber vorsichtshalber 20 Plätze vorgehalten für Eltern, die ihr Kind noch nicht einschulen, sondern weiter im Kindergarten betreuen lassen wollen. Hintergrund ist die Novelle des Schulgesetzes. Danach ist die Einschulungsgrenze vom 30. September auf den 30. Juni vorgezogen worden. Den Eltern ist freigestellt, ob sie ihr Kind, das zwischen dem 1. Juli und 30. September geboren ist, in die Schule schicken oder noch ein Jahr warten.

Um den steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen – ausgelöst durch den Anstieg der Geburtenrate und dem Zuzug junger Familien – aufzufangen, investiert die Stadt kräftig in neue Kitaplätze. In den nächsten Jahren sollen laut Nicole Raue, Leiterin der Jugendverwaltung, 220 Krippen- und Kindergartenplätze in der Kernstadt, in Otze und Ehlershausen entstehen. Die Kita Pusteblume in der Weststadt wird um 40 Kigaplätze erweitert. In der Ehlershäuser Kita werden zusätzlich 15 Krippenplätze geschaffen, bei Bedarf auch Plätze für ältere Kinder. Die Kita in Otze bekommt eine weitere Gruppe. Die katholische Kirchengemeinde will eine Kita mit 25 Kindergarten- und 15 Krippenplätzen einrichten.

Entlastung für die angespannten Situation wird vor allem das Familienzentrum im Neubaugebiet An den Hecken bringen. Es soll 2020 fertig sein und 30 Krippen- sowie 75 Kindergartenkinder betreuen.

Von Anette Wulf-Dettmer

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