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Burgdorf Baustellen-Chaos: Autofahrer verärgert
Umland Burgdorf Baustellen-Chaos: Autofahrer verärgert
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19:39 22.07.2018
Für Fahrzeuge, die aus Richtung Schillerslage kommen, ist derzeit keine Auffahrt auf de B 188 in Richtung Hannover möglich. Sie müssen entweder Richtung Uetze bis zur Anschlussstelle Burgdorf-Nord zurückfahren und via Otze auf die B3 in Richtung Hannover fahren. Oder mitten durch Burgdorf auf die A2, die ebenfalls Baustelle zwischen Hämelerwald und Hannover Ost ist. Quelle: Martin Lauber
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Burgdorf/Ehlershausen

Autofahrer sind zunehmend verärgert über das Baustellenlabyrinth, das ihren Weg zur und von der Arbeit verlängert.

Die Grafik zeigt, wo überall Straßen in Burgdorfs Norden und Nordossten wegen Bauarbeiten gesperrt sind. Quelle: HAZ

Baustelle 1: Umwege müssen vor allem die Menschen aus Ehlershausen und Ramlingen in Kauf nehmen, die nach Großburgwedel – meist zur Arbeit – wollen. Seit Monaten ist der kürzeste Weg über die Kreisstraße 119 durch Engensen gesperrt, weil die dortige Ortsdurchfahrt ausgebaut wird. Hinter dem Ramlinger Waldbad stehen Barken und zwar so, dass eine Weiterfahrt inzwischen unmöglich ist. Anfangs hatten einige Autofahrer versucht, die Absperrung am Fahrbahnrand zu umfahren.

Baustelle 2: Als Alternative nutzen deshalb viele Ehlershäuser die Bundesstraße 3. Doch auch dort wird seit einigen Wochen gebaut. Es gibt für beide Fahrtrichtungen zwischen Beinhorn und Otze nur noch eine Fahrbahn. Das führe zwar zu Rückstaus, weil im Baustellenbereich Tempo 50 gelte. Das Schlimme sei jedoch, dass zwischen Otze und der Auffahrt zur A7 die Ausfahrten gesperrt sind, sagt Jürgen Wendt aus Ehlershausen. Wendt würde gern an der Abfahrt Schillerslage die B3 verlassen und von dort Großburgwedel ansteuern. So müsse er weiter bis zur Autobahnauffahrt und auf der A7 nach Großburgwedel fahren – inklusive Staus. Wendt schlägt deshalb vor, nicht alle Auf- und Abfahrten gleichzeitig zu sperren, sondern eine in dem rund 12 Kilometer langen Streckenabschnitt offen zu lassen.

Auch von der Ehlershäuserin Judith Püschel hat die Redaktion eine ärgerliche E-Mail erreicht: „Jeden Tag irre lange Umwege und zusätzlicher Kosten- und Zeitaufwand. Hätten man das nicht so koordinieren können, dass wenigstens eine Strecke zur Verfügung steht?“ Auf Nachfrage bei der Region Hannover, sie ist zuständig für den Ausbau der K119, erklärt deren Sprecher Klaus Abelmann: Die Umleitungsstrecke für die Vollsperrung erfolgt über Wettmar und Thönse. Daher gibt es gar keine sehr großen Kollisionspunkte.“

„Ich kann verstehen, dass die Autofahrer absolut genervt sind“, sagt hingegen Holger Mees vom Landesstraßenbauamt. Für den Einzelnen zähle jede Minute auf seinem täglichen Weg zur Arbeit. Allerdings sieht der Leiter der Straßenbauabteilung keine Möglichkeit die Bauarbeiten zeitlich zu entzerren. Er nennt zwei Hauptgründe: die Witterung und den Schulbusverkehr. „Für Asphaltierungsarbeiten sind wir auf trockenes und warmes Wetter angewiesen, und die Arbeiten sollen die Schulbusse nicht behindern.“ Hinzukomme, dass Land und Bund endlich so viel Geld zur Verfügung stellten, dass man sich jetzt daran mache könne, den Sanierungsstau abzubauen.

Baustelle 3: Wer Hannover über die Bundesstraße 188 erreichen will, muss diese derzeit an der Anschlussstelle Burgdorf Nord verlassen und zwischen Otze und Ramlingen auf die B3 wechseln. Denn der Übergang der B188 auf die B3/A37 ist wegen der Bauarbeiten ebenfalls gesperrt. Ab Montag, 23. Juli, wird zudem die Landesstraße 311 in Dachtmissen bis zum Ortseingang Sorgensen gesperrt – dort beginnt die langersehnte Erneuerung der Strecke. Der Verkehr aus und in Richtung Hänigsen wird über die B 188 umgeleitet.

Von Anette Wulf-Dettmer

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