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Umland Burgdorf Burgdorfer erhält Preis für Denkmalpflege
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00:16 11.10.2018
Das 350 Jahre alte Ackerbürgerhaus von außen und innen. Quelle: Anette Wulf-Dettmer
Burgdorf

Für die Restaurierung des ältesten Hauses der Stadt – des Ackerbürgerhauses Kleine Bahnhofstraße 9 – erhält Hans-Georg Dehne den Preis für Denkmalpflege 2018 der Niedersächsischen Sparkassenstiftung. Die Auszeichnung, die alle zwei Jahre vergeben wird, ist mit einem Preisgeld dotiert, zu dessen Höhe Dehne jedoch keine Angaben machen will. Die Sparkassenstiftung hat 17 Denkmale in Niedersachsen mit dem Preis ausgezeichnet. Im Bezirk Hannover sind das neben Dehnes Haus unter anderem das Kesselhaus der ehemaligen Bettfedernfabrik Werner & Ehlers in Hannover, das Obergut Lenthe und der Pferdestall auf Gut Lohne in Isernhagen. Insgesamt schüttet die Stiftung 75 000 Euro aus.

Die restaurierte Fassade des 350 Jahre alte Ackerbürgerhaus an der Kleinen Bahnhofstraße 9. Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Hans-Georg Dehne sieht in dem Preis, für den er sich auf Anregung des Burgdorfer Denkmalschützers Lothar Brunke beworben hat, als Anerkennung seiner Arbeit. Dehne hatte das Fachwerkhaus aus dem Jahr 1648 als Ruine gekauft. Das war 2005 und seitdem restauriert und saniert er es nach allen Regeln des Denkmalschutzes. Dehne stemmt fast alles in Eigenleistung. Fachwerk und Dachstuhl hat er soweit wie möglich erhalten. Die Hälfte der alten Dachziegel waren noch in gutem Zustand und konnte wiederverwendet werden. Dehne hat die Gefache mit sogenannten Handbackern ausgemauert. Am Ostgiebel hat er die Wand mit selbst hergestelltem Stampfstrohlehm gefüllt. Alle Innenwände wurden mit Lehm verputzt. Sämtliche Fenster hat Dehne ersetzt – und zwar mit neuen Fenstern, die nach alten Vorlagen gefertigt worden sind.

Die Mauern des denkmalgeschützten Hauses hat Hans-Georg Dehne orginalgetreu saniert. Er hat bewusst Stellen so gestaltet, dass man den Aufbau der Wände erkennt. Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Wann die Sanierung abgeschlossen ist, kann Dehne nicht sagen. „Im Moment bin ich bei den anstehenden Arbeiten auf Handwerker angewiesen“, berichtet er. Doch sie seien wegen des Baubooms kaum zu bekommen, selbst wenn man mit ihnen seit Jahren zusammenarbeitet. So müssen laut Dehne noch beide Bäder fertig gemacht werden. „Im Erdgeschoss plane ich eine behindertengerechte Toilette.“ In das Obergeschoss des Fachwerkhauses will Dehne einmal selbst einziehen. Die unteren Stockwerke will er gewerblich vermieten.

Die Sparkassenstiftung verteilt insgesamt 75 000 Euro. Für die Auswahl der Preisträger haben sich Stiftungsvertreter die Objekte aller Bewerber angeschaut. „Der Preis für die Denkmalpflege honoriert das private Engagement, das Eigentümer für den Erhalt historischer Baudenkmale aufbringen“, erklärt Michael Heinrich Schormann, stellvertretender Geschäftsführer der Stiftung. Alle prämierten Eigentümer überzeugen laut Schormann, der den Ausgezeichneten die Preise persönlich überbringt, durch ihren außergewöhnlichen persönlichen Einsatz, die vorbildlichen Restaurierungsarbeiten und bemerkenswerte Nutzungkonzepte.

Von Anette Wulf-Dettmer

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