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Burgdorf Sternsinger werden im Kanzleramt erwartet
Umland Burgdorf Sternsinger werden im Kanzleramt erwartet
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19:41 04.12.2018
Von der St.-Nikolaus-Kirche ins Bundeskanzelamt: Anne-Katrin Albert fährt mit ihren Kindern Lilith, Leonidas (Mitte) und Lucius sowie dem 15-jährigen Finn Klüsener zum Sternsingerempfang bei Angela Merkel. Quelle: Anette Wulf-Dettmer
Burgdorf/Sorgensen

Vier Sternsinger aus Burgdorf werden am 7. Januar das Bundeskanzleramt besuchen und gemeinsam mit mehr als 100 Kindern und Jugendlichen aus ganz Deutschland Kanzlerin Angela Merkel den traditionellen Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus" überbringen. Die Bewerbungsunterlagen für den Empfang in Berlin hatte Anne-Katrin Albert aus Sorgensen beim Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ eingereicht. „Als vor einigen Tagen die Zusage per Post kam, sind wir vor Freude eine Runde über die Straße getanzt“, berichtet die junge Mutter.

Albert, die zum Betreuerteam der Sternsinger der St.-Nikolaus-Gemeinde Burgdorf und Hänigsen gehört, war beim Durchblättern des Begleitmaterials für die aktuelle Sternsingeraktion auf die Ausschreibung gestoßen. „Jedes Bistum darf nur eine Gruppe entsenden“, erklärt Albert, „und wir sind tatsächlich ausgelost worden, Hildesheim beim Empfang im Kanzleramt zu vertreten.“ Mit Albert freut sich auch Pfarrer Martin Karras. „Das ist eine tolle Sache. In früheren Gemeinden habe ich das zweimal erlebt.“

Aber es werde sicher auch anstrengend, vermutet Albert. Sie wird sich gemeinsam mit dem 15-jährigen Finn Klüsener, dem Leiter der Messdienergruppe in St. Nikolaus, und ihren drei Kindern Leonidas (10), Lilith (7) und Lucius (5) auf den Weg nach Berlin machen. „Ich kenne sie alle gut und weiß, wie ich mit ihnen umgehen muss. Es ist eine Gruppe, die funktioniert“, erklärt sie die Auswahl. Als Backup fahre auch ihr Mann auf eigene Kosten mit nach Berlin, vor allem um sich um den fünfjährigen Lucius zu kümmern. „Er ist mit Abstand der Jüngste beim Empfang im Kanzleramt. Das habe ich bereits von den Organisatoren des Missionswerks erfahren. Die anderen Sternsinger sind zwischen neun und zwölf Jahre alt.“

Anne-Katrin Albert (von rechts) Leonidas, Lucius, Lilith und Finn freuen sich schon auf die gemeinsame Fahrt nach Berlin. Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Am Dreikönigstag, 6. Januar, werden die Sechs noch am Aussendungsgottesdienst für die Sternsinger in der St.-Nikolaus-Gemeinde teilnehmen. „Dann müssen wir uns auch schon beeilen, wenn wir um 12.56 Uhr die S-Bahn nach Hannover erreichen wollen. Von dort geht es mit dem ICE nach Berlin. Das wird für Lucius das Beste an der Reise sein, er liebt Zugfahren.“ In der Hauptstadt werden die insgesamt 108 Sternsinger und ihre erwachsenen Begleiter aus allen Bistümern Deutschlands in einer Jugendherberge untergebracht sein. „Am Abend wird uns dann der Ablauf für den nächsten Tag erklärt“, weiß Albert bereits. „Vermutlich proben die Sternsinger auch gemeinsam.“ Am 7. Januar ist dann der große Tag: Um 11 Uhr werden die Kinder von Bundeskanzlerin Merkel empfangen und dürfen ihren Segen überbringen. Der Empfang wird laut Albert bis etwa 13 Uhr dauern. „Um 13.30 Uhr geht es dann für uns mit dem Zug wieder nach Hause.“

Kinder sammeln für Hilfsprojekte in Peru

In Burgdorf und Hänigsen ist das Sternsingen seit Jahren eine ökumenische Aktion. Die Vorbereitungen für die Aktion 2019 sind schon weit fortgeschritten. „Alle Kinder, die mitmachen, wissen schon, was sie tun müssen“, sagt Karin Klüsener vom Organisationsteam der St.-Nikolaus-Gemeinde. „Auch die Kostüme sind bereits zugeteilt worden.“ Ausgesendet werden die Burgdorfer Sternsinger im Gottesdienst am Sonntag, 6. Januar, in der Nikolauskirche, die Hänigser bereits am 4. Januar in St. Petri.

Unter dem Motto „Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit“ bringen die Kinder nicht nur den Segen zum neuen Jahr zu den Menschen, sondern sammeln gleichzeitig für Hilfsprojekte für Kinder. In diesem Jahr stehen Kinder mit Behinderung im Mittelpunkt. In Burgdorf sind die Sternsinger am 10., 12. und 13. Januar unterwegs, in Hänigsen am 6. und 12. Januar. Wer Besuch von den Jungen und Mädchen bekommen möchte, kann sich ab dem dritten Advent, 16. Dezember, im Vorraum der Nikolauskirche, Im Langen Mühlenfeld, täglich in der Zeit von 9 bis 17 Uhr anmelden.

Von Anette Wulf-Dettmer

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