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Burgdorf Vortrag: Hannover versus Braunschweig
Umland Burgdorf Vortrag: Hannover versus Braunschweig
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13:37 10.01.2019
Beim Fußball wird die Konkurrenz der beiden Nachbarstädte Hannover und Braunschweig am intensivsten ausgelebt. Quelle: Foto: Maike Lobback (Archiv)
Burgdorf

Das Verhältnis der beiden größten Städte Niedersachsens, Hannover und Braunschweig, ist angespannt – und das seit Jahrhunderten. Geschichtswissenschaftler sprechen sogar von 1000 Jahre Feindschaft. Die Ursachen für diese ausgeprägte Konkurrenz wird der ehemalige Landtagspräsident Jürgen Gansäuer am Mittwoch, 16. Januar, ab 19 Uhr, in einem Vortrag bei der Paulus-Feierabendakademie beleuchten. Der Eintritt zu der rund zweistündigen Veranstaltung im Paulus-Kirchenzentrum an der Ecke Immenser Landstraße/Berliner Ring ist frei. Damit die Zuhörer konzentrationsfähig bleiben, wird in der Pause das beliebte Kultursüppchen serviert.

Gansäuer, der nach seiner Politikerlaufbahn an der Uni Göttingen Geschichte und Kunstgeschichte studiert hat, wird sowohl auf die politischen und geschichtlichen als auch die wirtschaftlichen und sportlichen Aspekte dieser Antipathie in seinem VortragHannover versus Braunschweig: 1000 Jahre Feindschaft?“ eingehen. Für alle sichtbar wird die „Feindschaft“ beim Fußball. Spielen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig gegeneinander, rückt die Polizei regelmäßig mit einem Großaufgebot an, damit es zwischen den Fans beider Vereine nicht zu Straßenschlachten kommt. Beide Städte sind stolz auf ihre Fußballgeschichte: In Braunschweig wurde 1874 erstmals auf deutschem Boden Fußball gespielt. In Hannover wurde 1878 der erste deutsche Fußballklub gegründet, und 1926 fand dort das erste Flutlichtspiel auf dem europäischen Kontinent statt.

Auch politisch stehen Braunschweig und Hannover seit Langem in Konkurrenz: Entstand der Neid möglicherweise schon im 17. Jahrhundert, als die Vorherrschaft der braunschweigischen Welfenfürsten schwand und ihre Vettern in Hannover im Jahr 1692 zu Kurfürsten aufstiegen. Dass Hannover bei der Gründung Niedersachsens zur Landeshauptstadt wurde, hat auch nicht dazu beigetragen, das hannöversch-braunschweigische Verhältnis zu entspannen. Die Zuhörer dürfen sich auf einen fundierten Vortrag freuen, denn Gansäuer hat sich in seiner Masterarbeit mit Wilhelm befasst, dem letzten regierenden Herzog der braunschweigischen Welfenlinie.

Von Anette Wulf-Dettmer

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