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Burgdorf Vortragsreihe beleuchtet Leben der Juden
Umland Burgdorf Vortragsreihe beleuchtet Leben der Juden
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17:55 12.10.2018
In diesem Fachwerkhaus an Poststraße, das heute die KulturWerkStadt beherbergt, befand sich bis 1939 die Synagoge. Zwei Stolpersteine im Bürgersteig vor dem Haus erinnern an dessen Bewohner Emma Blumenthal und Gustav Italiener. Quelle: Anette Wulf-Dettmer
Burgdorf

Die Feierabendakademie der Paulus-Kirchengemeinde hat gemeinsam mit dem Arbeitskreis Gedenkweg 9. November eine Vortragsreihe vorbereitet, die am Mittwoch, 17. Oktober, beginnt. Drei Vorträge beleuchten die Vergangenheit und die Entwicklung jüdischen Lebens im Deutschland des 21. Jahrhunderts. Vortragende sind Judith Rohde, Sprecherin des Arbeitskreises, der Autor Dirk Bode und die Hamelner Rabbinerin Ulrike Offenberg.

Judith Rohde Quelle: Stefan Heinze

Judith Rohde wird am 17. Oktober unter dem Titel „Das ist das Ende!“ die Biografien einzelner Burgdorfer Juden in der Zeit des Nationalsozialismus nachzeichnen. Ihr Bildvortrag basiert auf den Rechercheergebnissen Rudolf Bembennecks. In den bewegenden Schicksalen der Verfolgten wird die perfide Systematik des Ausgrenzungs-, Ausplünderungs- und Auslöschungspolitik in der NS-Zeit sichtbar. Für Rohde ist klar, „dass das Ende der jüdischen Gemeinschaft in Burgdorf ein untrennbarer Teil der Stadtgeschichte ist sowie jüdisches Leben über zwei Jahrhunderte lang ein unverzichtbarer Teil Burgdorfs war“.

Dirk Bode wird am Mittwoch, 24. Oktober, über „Schicksale im Frankreich der Okkupation 1940-44“ berichten. Die Grundlage seines Vortrags sind die Aufzeichnungen eines französischen Häftlingsarztes, die Bode in dem Buch „Im Zeichen des Zebras“ veröffentlicht hat. Im Mittelpunkt stehen vier jüdische Familien in Paris und Umgebung sowie zwei Provinzbürgermeister, die sich den Widerstandsgruppen gegen die deutschen Besatzer anschlossen und in die Fänge der Gestapo gerieten.

Ulrike Offenberg ist Rabbinerin in Hameln. Quelle: Thiele

Ulrike Offenberg, Rabbinerin der Liberalen Jüdische Gemeinde in Hameln, wird am Mittwoch, 28. November, den Blick auf das jüdische Gemeindeleben und das Rabbinat im heutigen Deutschland richten. Offenberg stellt die unterschiedlichen religiösen Strömungen und ihre Sozialkultur vor. Sie wird den Besuchern der Feierabendakademie auch von ihren Ideen berichten, wie Glaube und Tradition auch im 21. Jahrhundert an die nächsten Generationen weitergeben werden können.

Die Akademie-Abende im Paulus-Kirchenzentrum am Berliner Ring beginnen um 19 Uhr und enden gegen 21.15 Uhr. In der Pause wird das beliebte Kultursüppchen serviert. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Von Anette Wulf-Dettmer

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