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Burgdorf Das Tierheim arbeitet am Limit
Umland Burgdorf Das Tierheim arbeitet am Limit
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13:32 25.07.2018
Derzeit kann das Tierheim in Burgdorf keine weiteren Tiere mehr aufnehmen. Quelle: Maximilian Hett
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Burgdorf

Ullrich Wallner macht das traurig: Die Einrichtung, die er leitet, ist voll. Ginge es um ein Hotel, ein Restaurant oder etwas anderes , wäre das eine gute Nachricht. In diesem Falle ist es das nicht: Wallner leitet das Tierheim. Etwa 20 Hunde beherbergt das Heim in diesen Tagen. Dazu kommen annähernd 40 Katzen und einige Kleintiere.

Circa ein bis zwei Tiere werden jeden Tag im Tierheim abgegeben oder von Findern gebracht. In der Sommerzeit habe die Zahl der eingelieferten Hunden zwar kaum zugenommen. Bei Katzen und Kleintieren seien die Einlieferungen dagegen deutlich angestiegen, sagt Wallner und ergänzt: „Wir sind am Limit.“ Besonders Kleintiere wie Wellensittiche würden häufig einfach freigelassen, Finder brächten sie dann ins Heim. Bei Hunden sieht das anders aus, berichtet Wallner: Die würden häufig direkt ins Tierheim gebracht. „Es gibt es Unterschiede im Verhalten gegenüber den Tieren.“

Immer mehr kranke Tiere abgegeben

Das Problem ausgesetzter Tiere gebe es grundsätzlich das ganze Jahr über, heißt es vom Tierheim. Momentan hat die Einrichtung eine Warteliste angelegt. „Im Notfall müssen wir auf andere Tierheime verweisen oder improvisieren“, sagt Wallner. Insgesamt würden ähnlich viele Tiere direkt beim Heim abgegeben wie Finder ausgesetzte Tiere vorbeibringen.

Daneben macht den Mitarbeitern noch eine andere Herausforderung Sorgen: „Menschen lassen ihre Haustiere nicht nur wegen anstehender Ferien frei oder bringen sie deswegen ins Tierheim. Auch Krankheiten sind ein Problem“, berichtet Wallner. Und zwar vor allem ein finanzielles Problem: In den ersten 30 Tagen übernehme die Gemeinde die Kosten für die Unterbringung. Anschließend müsse das Tierheim die Kosten selbst tragen, so Wallner. Manch ein Tierhalter wolle sich so wohl den drohenden Kosten einer Behandlung des Tieres entziehen, vermutet er. Trotz der Tragik für die ausgesetzten Tiere hält Wallner fest: „Zum Glück vermitteln wir ja auch. Das findet permanent statt.“

Von Maximilian Hett

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