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Burgdorf Freiwillige sorgen für schöne Ferien
Umland Burgdorf Freiwillige sorgen für schöne Ferien
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15:59 05.07.2018
Lucian (15) und Lisann (19) betreuen als die Teamer die Ferienkinder. Quelle: Antje Bismark
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Ehlershausen

 Die erste Ferienwoche beginnt für Lucian und Lisann früh, sehr früh. Denn der 15-Jährige und die 19-Jährige wirken wie 24 weitere Jugendliche als Teamer in der Ferienbetreuung der Martin-Luther-Gemeinde in Ehlershausen mit. In dieser Woche organisiert das Team um Diakonin Anja Schawohl an jedem Tag von 7.30 bis 15 Uhr ganz unterschiedliche Aktionen für die 48 Jungen und Mädchen zwischen sechs und zwölf Jahren, die aus Ramlingen, Ehlershausen und Otze kommen.

Seit Jahren schon besuchen Kinder aus den drei Ortschaften das Ferienprogramm. Auch Lucian und Lisann haben – seinerzeit als Kinder – daran teilgenommen. Während der Konfirmationszeit habe Schawohl ihn dann gefragt, an welcher Stelle er sich ein Engagement vorstellen könne. „Und dann war ich letztes Jahr dabei“, sagt Lucian und fügt hinzu, dass es ihm so viel Spaß gemacht habe, dass er auch dieses Mal wieder als Teamer eingestiegen sei. Er kümmere sich vor allem ums Fußballspielen, sagt der Schüler. Denn schließlich kicke er selbst. „Auf die Weise nutze ich die Ferienzeit für etwas Gutes.“

Lisann zählt schon zu den Erfahrenen im Team: Sie betreut seit vier Jahren die Kinder, dabei liegt ihr Schwerpunkt beim Basteln. „Ich schaue aber auch, ob ich zwischen den Kindern vermitteln muss, wenn sich ein Streit anbahnt“, sagt die Schülerin und betont zugleich, dass es dazu in diesem Jahr kaum Anlass gegeben habe.

Das Basteln indes gehört für die diesjährigen Ferienkinder zu den Lieblingbeschäftigungen, wie Diakonin Schawohl beobachtet hat. Ob Flaschenpost, Schiffe, Fische oder Herzen aus Speckstein: Die Jungen und Mädchen lassen ihrer Kreativität freien Lauf. Dabei kommt auch dem Spielen mit Wasser eine besondere Bedeutung zu – nicht nur wegen der heißen Temperaturen, sondern auch wegen des biblischen Themas rund um Petrus inklusive der Geschichte von Jesus und dem Sturm auf dem See von Genezareth.

Dass die Diakonin bei der Organisation und Betreuung auf den Nachwuchs aus der Gemeinde setzen kann, freut sie mindestens ebenso wie die jahrelange Unterstützung durch die Kirchengemeinde, aber auch die Landeskirche, die Stadt oder von Benefizz. „Nur deshalb können wir den geringen Teilnahmebetrag halten“, sagt sie. Ein Tag koste sechs Euro, der Sozialtarif liege bei zwei Euro. „Dann gibt es noch den freiwilligen Beitrag von zehn Euro, den die meisten Familien zahlen“, sagt sie.

Und nur dank der Unterstützung einer weiteren Gruppe funktioniert das Projekt seit Jahren: Frauen aus der Gemeinde um Marion Burk organisieren sowohl das Früstück als auch das Mittagessen. Sie kaufen die Lebensmittel ein, bereiten sie zu, decken die Tische und sorgen dafür, dass jeder Teilnehmer eine ausreichende Mahlzeit auf seinem Teller findet. Am Freitag endet die gemeinsame Zeit mit einem Gottesdienst – aber die nächsten Sommerferien kommen ganz bestimmt.

Von Antje Bismark

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