Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Burgdorf E-Center zieht um an den Ostlandring
Umland Burgdorf E-Center zieht um an den Ostlandring
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 13.09.2018
Aue Süd nennt der Investor Acribo das Lebens- und Wohnquartier, das er am Ostlandring zwischen Lidl und Duderstädter Weg entwickeln will. Quelle: ASP Architekten
Anzeige
Burgdorf

Sollte der Investor Acribo vom Rat der Stadt grünes Licht bekommen, könnte das E-Center Cramer womöglich schon in zwei Jahren von der Uetzer Straße an den Ostlandring umziehen. Das Familienunternehmen Cramer sei ernsthaft an einem solchen Umzug interessiert, sagte Acribo-Geschäftsführer Thorsten Kröger dieser Zeitung. Am Montagabend stellte der Immobilienunternehmer die überarbeiteten und mit der Bauverwaltung der Stadt eng abgestimmten Pläne für das „Lebens- und Wohnquartier Aue Süd“ im Bauausschuss des Rates vor.

Die Acribo GmbH aus Hannover, ein Unternehmen mit gegenwärtig elf Mitarbeitern, besitzt nach eigenen Angaben Immobilien in der Landeshauptstadt, der Region Hannover, in und um Lüneburg sowie in Berlin. Die Firma von Cosima und Thorsten Kröger treibt das 20- bis 30-Millionen-Projekt für die 32.500 Quadratmeter große Fläche zwischen Duderstädter Weg und dem Discounter Lidl an der Uetzer Straße seit zwei Jahren voran und will auch den Bebauungsplan aus eigener Tasche finanzieren. Die Pläne des mit der Entwicklung beauftragten Büros ASP Architekten, die am Ostlandring neue, weitaus größere Einzelhandelsflächen als bisher vorsehen, zudem den Bau von 50 Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen, mehrere Gebäude für Dienstleister sowie eine Kindertagesstätte, seien weit fortgeschritten, sagt Kröger, der darauf setzt, dass der Rat Ende Oktober den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan fasst: „Wir haben Geld und Zeit investiert. Jetzt brauchen wir ein Go!“

Die Handelsflächen im neuen Quartier am Ostlandring belegen Aldi, Deichmann, Dänisches Bettenlager und das E-Center Cramer, das von der Uetzer Straße dorthin umzieht. Quelle: ASP Architekten

Geschäfte vergrößern ihre Handelsflächen

Die Krögers planen auf ihrem Areal 30 Prozent Wohnen, 30 Prozent Dienstleistung und Gewerbe sowie 40 Prozent Einzelhandel. Acribo wolle Eigentümer sämtlicher Immobilien bleiben und 12.300 Quadratmeter vermieten – Wohnungen, Einzelhandels- und Gewerbeflächen. Im ersten Schritt will Acribo alle Altgebäude auf der Fläche im Norden Richtung Uetzer Straße abreißen lassen, also die Autowerkstatt Sternpartner, eine Reithalle, eine Gebrauchtwagenhalle und zwei Wohnhäuser. Vier große, neue Hallen sollen stattdessen entstehen: für den Discounter Aldi, der seine Verkaufsfläche von 700 auf 1400 Quadratmeter verdoppeln wolle, für Deichmann und Dänisches Bettenlager (bisher 700, danach 900 Quadratmeter). Die vierte Halle will sich laut Kröger das Familienunternehmen Cramer sichern und sein E-Center von der Uetzer Straße an den Ostlandring verlagern. Umgekehrt interessiere sich Acribo für die Fläche an der Uetzer Straße, um dort womöglich Wohnungen zu bauen.

Im sogenannten Hof-Quartier sollen außer Wohnungen, einer Kita und einer Tagespflege auch Arztpraxen, eine Apotheke, ein Café und weitere Dienstleister unterkommen. Quelle: ASP Architekten

Bauprojekt reicht bis ins Jahr 2024

Sollte die Kommunalpolitik mitspielen, könnte das neue Handelsquartier bereits in zwei Jahren stehen, sagt Kröger. Im zweiten Schritt werde Acribo sich ab 2022 an das Hof-Quartier in einem dreieinhalbgeschossigen Gebäudekomplex an der Ecke Duderstädter Weg/Ostlandring machen. Dorthin würden dann B-Punkt und Schülerhilfe umziehen. Ein Café soll angesiedelt werden, eine Tagespflegeeinrichtung einziehen und im Obergeschoss 18 Wohnungen entstehen, unter anderem eine für eine Alten-WG. Das Hof-Quartier komplettieren eine Kita und zwei Gebäude für Ärzte, Apotheke, Therapeuten, einen ambulanten Pflegedienst und Wellnessanbieter.

Bis 2024 schließlich sollen im Westen vier zweieinhalbgeschossige Wohngebäude mit jeweils acht Wohneinheiten entstehen. See-Quartier nennt Acribo den dritten und letzten Bauabschnitt. Die Ein-, Zwei- und Vierzimmerwohnungen dort seien 28 bis 105 Quadratmeter groß geplant, sagt Kröger, der darauf verweist, dass bei alledem zehn Prozent für den sozialen Wohnungsbau berücksichtigt seien.

Im sogenannte See-Quartier mit vier Baukörpern sollen insgesamt 32 Wohnungen entstehen. Quelle: ASP Architekten

Von Joachim Dege

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Gericht ließ keine Gnade vor Recht ergehen: Weil ein 44-Jähriger, der noch zweifach unter Bewährung stand, seine Frau verprügelte und das Arbeitsamt betrog, muss er für fünf Monate ins Gefängnis.

10.09.2018

Seit Monaten ist kaum Regen gefallen. Inzwischen leiden auch die Bäume in Burgdorf unter der Dürre. Um Schäden durch herabstürzende Äste zu verhindern, steigen Stadtgärtner öfter als sonst die Kronen.

10.09.2018

Wenn das kein Grund zum Feiern ist: Die Ortsfeuerwehr Ramlingen-Ehlershausen besteht seit 125 Jahren, ihre Jugendfeuerwehr seit einem Vierteljahrhundert.

12.09.2018
Anzeige