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Umland Burgdorf Nachrichten Drei Menschen starben in 2017 bei Verkehrsunfällen
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00:34 31.03.2018
Stefan Bruns, Leiter des Einsatzdienstes, und seine Kollegen kontrollieren verstärkt, ob Autofahrer gegen das Handyverbot am Steuer verstoßen. Quelle: Antje Bismark
Burgdorf

 Mit verstärkten Kontrollen will die Polizei Burgdorf auch in der nächsten Zeit gegen die Nutzung von Handys am Steuer vorgehen: Das kündigte Stefan Bruns, Leiter des Einsatzdienstes, jetzt an, als er die Unfallstatistik des vergangenen Jahres vorstellte. „Wir legen den Schwerpunkt, auch in der Prävention, auf das Thema Ablenkung beim Autofahren“, sagte Bruns am Mittwoch.

Denn die Erfahrung auch aus dem vergangenen Jahr habe gezeigt, dass das unerlaubte Telefonieren oder Schreiben von WhatApp-Nachrichten zu etlichen Unfällen geführt habe. „Mitunter lassen sich die die Ursachen für Unfälle nur schwer erklären, sie weisen aber auf die Ablenkung hin“, sagte er. Je nach Schwere der Zusammenstöße würden die Beamten alle Ermittlungsmöglichkeiten ausschöpfen, um die Handynutzung während einer Unfallfahrt herauszufinden.

Bereits in den vergangenen Wochen und Monaten hätten die Beamten der gesamten Polizeiinspektion bei Verkehrskontrollen den Fokus auf die Handynutzung gelegt. „Dabei erläutern wir den Autofahrern immer wieder, dass sie in dieser Zeit im Blindflug über die Straße fahren“, sagte Bruns. Längst nicht alle so ertappten Verkehrssünder hätten sich einsichtig gezeigt: „Die Palette an Reaktionen ist groß“, bilanzierte er und betonte zugleich, dass die Polizisten deshalb auch die Prävention verstärkten. 

Er hoffe auf die notwendige Akzeptanz, sich während der Autofahrt auf die Straße und den Verkehr zu kontrollieren. Als ein positives Beispiel für ein geändertes Bewusstsein nennt er die Gurtpflicht: „Die Erkenntnis, dass diese richtig ist, hat sich inzwischen durchgesetzt – auch weil der Airbag sonst nicht richtig schützen kann.“

Zahl der Verkehrstoten steigt 

Für das vergangene Jahr weist die Statistik 818 Unfälle auf, das sind 15 mehr als im Jahr 2016. Besonders tragisch: Bei drei Kollisionen starben Menschen, im Jahr zuvor gab es keinen Verkehrstoten. So erlitt im Juni ein 31-Jähriger bei einem Unfall auf der Ortsumgehung tödliche Verletzungen, als er mit seinem Wagen in den Gegenverkehr geriet und gegen einen Lastwagen prallte. Wenige Tage später übersah eine 74-Jährige auf der Landesstraße zwischen Dachtmissen und Hänigsen ein Fahrzeug der Straßenmeisterei, das mit Mäharbeiten beschäftigt war. Beim Ausweichen kollidierte sie mit einem entgegenkommenden Fahrzeug, sie überlebte den Zusammenstoß nicht. Im August erfasste eine 71 Jahre alte Autofahrerin eine 72-jährige Fußgängerin an der Ausfahrt des Schützenplatzes. „Bei dem Zusammenprall zog sich die Fußgängerin schwere Kopfverletzungen zu, an denen sie zehn Tage später im Krankenhaus starb“, sagte Bruns

Seinen Angaben zufolge sank die Zahl der verletzten Unfallopfer: Schwere Verletzungen erlitten neun (2016: 15) und leichte Verletzungen 116 (136) Personen. 

Unfälle mit Radfahrern: Um zwölf auf 47 Unfälle sank die Zahl der Kollisionen, an denen Radfahrer beteiligt waren. Dabei erlitten 35 Radler leichte Verletzungen.

Unfälle mit Fußgängern: Die Statistik weist 13 (22) Zusammenstöße aus, in die Fußgänger involviert waren. Dabei starb eine Frau, zwei Beteiligte wurden schwer und sechs leicht verletzt. 

Von Antje Bismark

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