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Umland Burgdorf Nachrichten Raumnot in Grundschulen soll behoben werden
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00:39 01.06.2018
Die Gebäude der Gudrun-Pausewang-Grundschule sind marode, deshalb ist ein Neubau geplant. Doch wann die Stadt diesen realisieren kann, ist angesichts der Fülle an anderen dringenden Bauprojekten ungewiss. Quelle: HAZ-Archiv
Burgdorf

2011 befürchtete die Stadt, infolge des Einwohnerrückgangs Grundschulen in absehbarer Zeit schließen zu müssen. Sieben Jahre später hat sich die Situation grundlegend geändert: Die Zahl der Schüler ist kräftig gestiegen und in den Schulen wird es eng. Burgdorf muss reagieren, damit die Schüler angemessen unterrichtet werden können. Der Schulausschuss des Rats hat sich am Montagabend einstimmig dafür ausgesprochen „zu bauen, um den Raumbedarf zu decken, sodass nach derzeitigen Stand die Schuleinzugsbezirke nicht geändert werden müssen“.

Allerdings sind sowohl die finanziellen als auch die personellen Ressourcen begrenzt, deshalb gibt es noch keinen Zeitplan, wann was gebaut wird. Denn im Hintergrund liefen noch andere dringende Projekte wie der Ausbau der Kita-Plätze und Gebäudesanierungen, sagte Stadtrat Michael Kugel in der Sitzung. Deshalb könnten die Bauprojekte nicht parallel laufen. Erste Priorität hat nach seiner Ansicht die IGS, zweite Priorität Otze mit der Erweiterung der Grundschule und der Kita sowie dem Neubau der Sporthalle. Auf Platz drei sieht Kugel den Neubau der Gudrun-Pausewang-Grundschule (GPGS) in der Südstadt.

„Das ist ein extrem schwieriges Thema“, sagte Christiane Gersemann: „Für die SPD steht nicht infrage, dass wir zwei Großprojekte – IGS und Otze – schultern müssen. Denn Räume sind für Schulen das A und O und kein Luxus.“ Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass die einzelnen Schulprojekte wegen ihrer Dringlichkeit nicht erst nacheinander realisiert werden sollten. Hinzu komme, dass man bei der GPGS im Wort stehe. Der Neubau könne deshalb nicht auf die lange Bank geschoben werden. Die GPGS hatte auf ihren fertigen Neubau am Berliner Ring zugunsten des Gymnasiums und der Realschule verzichtet.

Die Stadt will laut Kugel prüfen, ob es sinnvoll ist, mindestens eines der Großprojekte an einen Generalunternehmen zu vergeben. Gersemann appellierte an ihre Ratskollegen: „Wir müssen von der Politik nachsteuern, was die Personalressourcen der Stadt und die Folgen des Baubooms angeht.“

Sowohl in der Otzer Grundschule und als auch die Astrid-Lindgren-Schule (ALG) herrscht Raumnot. Für Otze ist deshalb ein Anbau geplant. Bis dieser steht, werden ab dem Schuljahr 2019/20 Container aufgestellt, die Platz für drei Klassen bieten. Um den Bedarf an Differenzierungsräumen zu decken, benötigt die ALG laut Schulleiter Heiko Blumenstein noch einen Raum und eine Wand – zusätzlich zu dem im Bau befindlichen Anbau.

Die Grundschule I in der Innenstadt hat zwar ausreichend Platz für vier Parallelklassen, muss aber dringend renoviert werden. Nur die Waldschule in Ehlershausen muss derzeit weder erweitert noch saniert werden.

Von Anette Wulf-Dettmer

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