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Umland Burgdorf Nachrichten Ferienhort macht Kinder und Eltern glücklich
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19:23 18.08.2014
Wie viele Leute passen in einen Reifen? Konstantin Senf und Jana Dellriegel sorgen bei der Ferienbetreuung des Kinderschutzbunds Burgdorf auch für regelmäßige Bewegungsspiele. Quelle: Köhler
Burgdorf/Ehlershausen

Nach dem Ende des eigenen Urlaubs können Eltern nur guten Gewissens zur Arbeit gehen, wenn sie die Kinder verlässlich betreut wissen. Dass das auch ohne Tagesmutter funktioniert, dafür sorgen der Kinderschutzbund, das Frauen- und Mütterzentrum, sowie die St.-Pankratius- und die Martin-Luther-Gemeinde.

Bei den Kirchen ist die Nachfrage ungebrochen, sagt St.-Pankratiusdiakonin Caroline Singer: „Wir könnten auch vier mal so viele Kinder betreuen, so viele Anfragen haben wir.“ Dort wie auch in der Martin-Luther-Gemeinde in Ehlershausen setzen die Räume die Grenze: 30 Kinder in der Innenstadt, 50 in Ehlershausen - mehr geht logistisch nicht.

Singer und ihre Amtskollegin Anja Schawohl haben ein gemeinsames Konzept erarbeitet, das sie unabhängig voneinander umsetzen. Eingebettet in eine Kinderbibelwoche zum Thema „Daniel in der Löwengrube“ boten sie mit zahlreichen Ehrenamtlichen in der ersten Ferienwoche Spiele, Kreativaktionen und Ausflüge an. Ihr Fazit: „Glückliche Kinder, glückliche Eltern, glückliche Betreuer!“

Auch der Kinderschutzbund (KSB), der für sein Angebot die zentral gelegenen Räume der Grund- und Hauptschule I nutzt, ist gut gebucht. „Die Spitze liegt bei mehr als 30 Kindern täglich, unter 15 sind wir nie“, sagt Kirsten Rehling. Dank der guten Personalversorgung - sechs Betreuer auf 30 Kinder - gibt es auch jetzt noch freie Plätze. Beim Basteln, Spielen und diversen Ausflügen lernen die Kinder Wohn- und Lebensformen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft kennen.

Wie beim KSB waren auch beim Frauen- und Mütterzentrum (Müze) die ersten Wochen die besucherstärksten. Zwischen zehn und 23 Kinder täglich vermeldet Doris Zander. Jede Woche hat eine eigene Überschrift: Zum Thema „Geld“ haben die Kinder etwa Portemonnaies gebastelt und einen Flohmarkt organisiert. In dieser Woche stehen Besuche bei Radio Leinehertz und dem Bürgermeister auf dem Programm. Auch das Müze hat noch Plätze frei.

Das Jugendrotkreuz (JRK) Burgdorf, das nach einigen Jahren Pause für diese Woche erstmals wieder eine Ferienbetreuung in der Villa Regenbogen anbot, musste diese wegen fehlender Anmeldungen absagen: „Für zwei Kinder lohnt der Aufwand nicht“, sagte Christian Quade vom Roten Kreuz. Stadtjugendpfleger Bernd Witte versucht eine Erklärung: „Die Eltern schicken ihre Kinder erst einmal dorthin, wo sie im vergangenen Jahr gute Erfahrungen gemacht haben. Da haben es neue Anbieter schwer.“

Rechtzeitig kümmern

Gute Planung ist das A und O bei der Ferienbetreuung für Schulkinder. Der Kinderschutzbund (KSB) nimmt bereits Anmeldungen für das nächste Jahr entgegen. „Wir betreuen Kinder in den Osterferien vom ersten Tag bis zum Gründonnerstag, sowie in den ersten dreieinhalb Wochen der Sommerferien“, sagt Kirsten Rühling. Der KSB ist unter Telefon (05136) 2131 und per E-Mail an ferien@kinderschutzbund-burgdorf.de zu erreichen.

Wer einen Platz in der St.-Pankratius- oder der Martin-Luther-Gemeinde haben möchte, muss sich indes noch gedulden. Anmeldungen werden nicht vor Ende des Jahres angenommen. Ob das Jugendrotkreuz Burgdorf seine eigentlich für die Herbstferien geplante Betreuung anbietet, entscheidet sich nach Auskunft von Christian Quade erst in den nächsten Wochen.

Von Sandra Köhler

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