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Umland Burgdorf Nachrichten Feuerwehr-Taucher gehen in Ahrbeck unter das Eis
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00:40 03.03.2018
Ortsbrandmeister Florian Bethmann (rechts) und Stellvertreter Simon Grabow trainieren die Eisrettung auf dem Gewässer bei Ahrbeck. Quelle: Antje Bismark
Burgdorf

 Gerade einmal vier Grad misst das Wasser des Ahrbecker Gewässers derzeit, das zudem von einer dicken Eisschicht bedeckt ist – dennoch haben die Taucher der Freiwilligen Feuerwehr Burgdorf den Dienstagabend genutzt, um öffentlichkeitswirksam die Rettung eines Unfallopfers zu demonstrieren. „Wir nutzen eigentlich immer die zugefrorenen Gewässer für eine Übung“, sagt Feuerwehrsprecher Christian July und fügt hinzu, dass aufgrund des Wetters die Zeitfenster für solche Übungen eng seien.

Und so hatten die Freiwilligen bereits am Montagabend mehrere Löcher in das Eis geschlagen. Eines befand sich an Ufernähe, und von dort aus arbeitete sich Jens Haak unter der Eisschicht bis zu einem weiteren Loch vor. In das ließ sich NDR-Moderator Andreas Gervelmeyer fallen, um anschließend von Ortsbrandmeister Florian Bethmann und seinem Stellvertreter Simon Grabow gerettet zu werden. Beide trainieren mit den anderen Tauchern unter der Leitung von Frank Riehlein an jedem Montag, zusätzlich zu den weiteren Diensten. Im Winter nutze das Team das Hallenbad, im Sommer die umliegenden Gewässer, sagt July.

Die Rettung eines Unfallopfers aus einem zugefrorenen See haben am Dienstagabend die Taucher der Burgdorfer Feuerwehr trainiert.

Seinen Angaben zufolge besteht die Gruppe seit 1964, seinerzeit gegründet von dem Sportlehrer und Feuerwehrmann Richard Höper. „Damals gab es einen tödlichen Unfall mit einem Schwimmer, und die Feuerwehr war weder dafür ausgebildet noch ausgerüstet.“ Mit kleinem Equipment seien die Taucher gestartet, die heute neben zwei Booten und einem Wasserrettungswagen auch die erforderliche Ausrüstung für jedes der acht Mitglieder und jeden der sechs Anwärter vorhält. Sie müssen nach der Truppmann-1-Ausbildung und dem Lehrgang für Atemschutzgeräteträger noch die zusätzliche Qualifizierung als Taucher bestehen, ehe sie Einsätze fahren können. 

Dann aber werden sie regionsweit angefordert, denn neben Burgdorf gibt es die Spezialkräfte noch in Lehrte, Sehnde und Lohnde. Sie retteten im Mai vergangenen Jahres unter anderem einen jungen Mann im Langenhagener Silbersee, der allerdings später seinen schweren Verletzung erlag.

Für Helfer gilt: „Als erstes ist die 112 zu alarmieren“

Wichtige Verhaltenstipps bietet Feuerwehrsprecher Christian July auch jenen Passanten, die einem ins Eis eingebrochenen Menschen helfen möchten. „In jedem Fall ist als erstes die 112 zu alarmieren“, sagt July. Damit löse der Helfer die Rettungskette inklusive Feuerwehr und Notarzt aus. Anschließend könne er versuchen, sich dem Verletzten vorsichtig zu nähern – auf dem Bauch liegend, um die Auflagefläche zu vergrößern. Allerdings dürfe der Helfer sich nicht zu nah an das Eisloch wagen, weil dort die größte Einbruchgefahr bestehe. Stattdessen solle er mit Schal, Jacke oder Stöcken dem Eingebrochenen die Chance geben, sich herausziehen zu lassen. Denn: Der könne sich meist am Rand des Eises nicht abstützen und hochdrücken, weil die Eiskante immer weiter abbreche. bis

Von Antje Bismark

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