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Nachrichten Gymnasium feiert sich zum 50. Geburtstag
Umland Burgdorf Nachrichten Gymnasium feiert sich zum 50. Geburtstag
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17:15 03.01.2018
Martin Polch (von links), Antje Kuchenbecker-Rose, Otto Küster und Kai Klinge haben am Burgdorfer Gymnasium ihr Abitur gemacht. Quelle: Antje Bismark
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Burgdorf

 Mit einem fulminaten Programm will das Gymnasium sein 50-jähriges Bestehen feiern. Dazu hat sich eine Arbeitsgruppe aus Schülern, Lehrern und Eltern zusammengefunden, die erste Veranstaltungen geplant hat. „Aber längst stehen noch nicht alle Details fest, vor allem die Angebote für die Schüler werden erst noch entwickelt“, sagt Schulleiter Michael Loske. 

Den Auftakt macht am Dienstag, 6. Februar, ab 19 Uhr das Forum MuDaKu (Musik, Darstellendes Spiel, Kunst) im Stadtmuseum. Mit einem Konzert gratulieren die Bigband des Gymnasiums und die NDR-Bigband am Freitag, 23. Februar, ab 19 Uhr in der Aula zum Jubiläum. Der Eintritt ist frei, Plätze müssen jedoch vorab in der Schule reserviert werden. Das Sekretariat ist per E-Mail info@gymbu.de und unter Telefon (05136) 9746960 erreichbar. Mit Blick auf die Brandschutzverordnung betont Loske, dass nur Gäste mit gültiger Karte eingelassen werden.

Am Donnerstag und Freitag, 1. und 2. März, zeigt die Theater-AG ein selbsgeschriebenes Stück, das sich um fünf Jahrzehnte Schule dreht. Die Aufführungen in der Aula beginnen jeweils um 19 Uhr.

Unter das Thema „Bildungswege“ haben die Organisatoren zwei weitere Veranstaltungen gestellt: Am Donnerstag, 26. April, geht es ab 19 Uhr um „Schulweg in Afrika“, während für Donnerstag, 17. Mai, eine Podiumsdiskussion zu „Der Bildungsweg am Gymnasium“ vorgesehen ist. Das Impulsreferat zum Thema „Das Gymnasium gestern, heute ud morgen“ hält Andreas Stein, Referatsleiter im niedersächsischen Kultusministerium.  Dieses Thema bestimmt auch die kombinierte Festschrift und Chronik, die unter der Leitung von Bertram Goldhorn entsteht. 

Mit einem Musical stellt sich am Donnerstag und Freitag, 7. und 8. Juni, die Musikklasse 10a jeweils ab 19 Uhr vor, am Donnerstag, 14. Juni, folgt ab 19 Uhr das Sommerkonzert und am Freitag, 15. Juni die Schülerparty. Diese organisiert nach Aussage von Florian Lange der elfte Jahrgang, der dazu alle jetzigen Gymnasiasten einlädt. „Wir haben ganz viele Ideen, die wir aber noch entwickeln müssen“, sagt Lange mit Blick auf weitere Veranstaltungen wie Pausen-Events, das Wiederbeleben alter Quizshows oder einer Kostümierung im Sechzigerjahre-Stil zum Gründungstag der Schule am Montag, 27. August. Für diesen Tag ist mittags eine Festveranstlung geplant.

Der Festakt mit Gastrednern steht am Freitag, 21. September, auf dem Programm. Am Tag darauf beginnt um 17 Uhr das Schulfest mit dem Ehemaligentreffen. Dazu hat die Schule ehemalige Kollegen und Schüler angemailt, denn: „Wir wollen jetzt eine strukturierte Ehemaligen-Datei aufbauen und benötigen dafür möglichst viele Kontakte.“ Um das Ehemaligentreffen kümmert sich federführend Andreas Panskus. Seinen Angaben zufolge erhalten Besucher die Chance, sich zunächst die Schule anzuschauen. Danach können sich die einzelnen Jahrgängen an jeweils eigenen Tischgruppen sammeln und Erinnerungen austauschen. „Wir hoffen, dass sich vielleicht auch ehemalige Schülerbands für den Tag zusammenfinden“, sagt Loske. Für Ideen seien alle Planer ansprechbar. 

Und nicht zuletzt will die Schule das Jubiläumsjahr auch karitativ nutzen: Pro Schuljahr sollen 1000 Euro Spenden gesammelt werden, von dem Geld will das Gymnasium dann eine Kletterpyramide für die Kinder der Sekundarstufe I kaufen. Ein Teil des Erlöses von den Veranstaltungen geht zudem an ein Projekt in Uganda, das jungen Frauen einen Schulbesuch ermöglicht.

Absolventen treffen ehemalige Mitschüler wieder

Wenn sich vier ehemalige Gymnasiasten an einen Tisch setzen und in ihren Erinnerungen kramen, dann fällt auf: Jeder erinnert sich an andere Erlebnisse. Antje Kuchenbecker-Rose, heute selbst Schulleiterin in Burgdorf, denkt zurück an jene Jahre, in denen emeritierte Professoren noch Latein unterrichtet. „Anfang der siebziger Jahre prallten ganz gegensätzliche Erziehungsbilder aufeinander“, sagt sie. Neben den gesetzten Herren, die oft schon älter als 70 Jahre waren und als Quereinsteiger an die Schulen kamen, unterrichteten auch ganz Junge, die mit den Schülern kickten oder auch nichts gegen freizügige Plakate einzuwenden hatten. „Es war eine spannende Zeit“, sagt Kuchenbecker-Rose, die 1979 ihr Abitur bestand.

Otto Küster folgte acht Jahre später: „Wir waren der letzte Jahrgang vor der Einführung der Orientierungsstufe“, sagt er und fügt hinzu, alle fünf Jahre gebe es ein Treffen seiner damaligen Mitschüler. Dabei gehe es um Begegnungen mit Lehrern wie Frau Baumann, zuständig für den Textilunterricht und die Hauswirtschaft inklusive Einkaufslisten. „Das war schon eine ganz andere Zeit“, erinnert er sich. Eingeprägt habe sich auch das Hausmeisterschild am schulinternen Verkaufsstand: „Weg, komme gleich wieder.“ Eigentlich habe dieser Zettel immer dort gehangen, sagt Küster.

Regelmäßige Treffen mit ehemaligen Klassen- oder Jahrgangskameraden kennt auch Martin Polch, der 1988 sein Abitur ablegte. Als besondere Erinnerungen nennt er die Skifreizeiten, weil sich die Schüler und Lehrer dort anders als an der Schule am Berliner Ring begegneten. Im Vordergrund aber stehe für ihn die damalige Bigband. „Es gab strenge, aber auch sehr lässige Musiklehrer, die uns gefördert haben“, sagt Polch.

Seit Schuljahresbeginn leitet Kai Klinge die benachbarte Realschule – sein Abitur bestand er im Jahr 1991. Zuvor aber, und das habe sich ihm besonders eingeprägt, sei sein Jahrgang in die DDR gefahren. „Das war im Juni 1989 und damit ein ganz heißer Zeitpunkt“, erinnert er sich. Die Schüler hätten laute Musik gehört und damit den Unmut der DDR-Sicherheitsleute auf sich gezogen. Zwei Jahrgangstreffen, nach 10 und nach 20 Jahren, liegen hinter Klinge. „Das 25-Jährige haben wir nicht geschafft, nun schieben wir die Feier im September dazwischen“, sagt er. 

Information: Das Gymnasium hofft auf möglichst viele ehemalige Schüler und Lehrer, die am 22. September zum Ehemaligentreffen kommen. Sie können vorab per E-Mail jubilaeum@gymbu.de Kontakt aufnehmen.

Von Antje Bismark

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