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Umland Burgdorf Nachrichten Lastwagenfahrer hinterlassen Müll und defekte Wege
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01:41 01.03.2018
Müll, Fäkalien, Zigarettenkippen: Passanten ärgern sich über Dreck im Gewerbegebiet Nordwest. Quelle: privat
Burgdorf

 Rund um die Lise-Meitner-Straße sammelt sich nach Einschätzung von Anwohnern zunehmend der Müll – vor allem von Lastwagenfahrern, die dort die Nacht verbringen. „Aus unserer Sicht muss die Stadt jetzt endlich handeln“, sagt ein Anlieger, der dort regelmäßig mit seinen Hunden spazieren geht und zudem beklagt, dass die schweren Fahrzeuge die Seitenstreifen zerstören. Denn inzwischen sei die Straße in den Abendstunden regelmäßig zugeparkt, weil die Lastwagenfahrer entlang der Autobahnen keinen Stellplatz mehr gefunden haben. „Hier aber gibt es für sie überhaupt keine Infrastruktur“, sagt der Burgdorfer.

Er betont, dass sich seine Kritik nur teilweise an die Fahrer richtet. Vielmehr sehe er die Verwaltung in der Pflicht. Aber: „Die Parkenden schmeißen ihre Zigarettenkippen einfach ins Gebüsch, komplette Müllbeutel werden entleert oder Gläser direkt aus dem Fenster auf die Grünfläche geworfen“, hat er beobachtet. Hinzu komme, dass der eine oder andere Fahrer den Weg zu Toiletten meide – die Folge seien Kothaufen, die in diesen Fällen nicht von den Hunden stammten. „Das ist alles ausgesprochen eklig für uns und die anderen Fußgänger“, sagt er und fügt hinzu, die Verwaltung müsse entweder ein Halteverbot einrichten oder mit Mülleimern und mobilen Toiletten die Situation für alle Beteiligten verbessern.

Müll, Fäkalien, Zigarettenkippen: Passanten ärgern sich über Dreck im Gewerbegebiet Nordwest. Quelle: privat

Diese Forderung lehnt die Stadt ab, wie Sprecherin Alexandra Veith sagt. Ihren Angaben zufolge habe Burgdorf bereits erwogen, zeitlich begrenzte Parkverbote einzurichten. Allerdings wären davon auch andere Teilnehmer betroffen gewesen und die Ordnungsbehörde hätte das Verbot auch nicht überwachen können. Deshalb habe die Stadt davon Abstand genommen. Die Mitarbeiter hätten auch die Überlegung verworfen, Abfallbehältnisse und mobile Toiletten aufzustellen – um die Anzieung nicht noch mehr zu erhöhen und dem Gebiet nicht den Charakter eines inoffiziellen Rastplatzes zu verleihen. Gleichwohl beseitigten die Beschäftigten am städtischen Betriebshof den Abfall regelmäßig.

Wie auch die Anwohner sieht Veith den Grund für die jetzige Situation in fehlenden Parkplätzen entlang der Autobahn. Diese Einschätzung teilt auch Friedhelm Fischer, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hannover. „Wir haben entlang der Autobahn 2 etwa 2000 Stellplätze in Niedersachsen“, sagt Fischer, „bei mehr als 20.000 Lastwagen am Tag.“ Zwar plane seine Behörde neue Anlagen, doch zum Teil zögen sich Genehmigungen wie am Zweidorfer Holz über inzwischen vier Jahre, zum Teil protestierten Anlieger gegen neuen Parkplätze. Abhilfe könnte eine Parkplatz-App bieten, die noch freie Plätze melde: „Aber dafür brauchen wir erst einmal Erfassungsanlagen.“ 

Mit Blick auf Burgdorf sagte Fischer, dass es auf der nördlichen Seite der A2 204 Plätze am Lehrter See, 61 bei Röhrse und 32 bei Varrelheide gebe. Auf der südlichen Seite sind es an allen drei Anlagen lediglich 180.

Von Antje Bismark

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