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Umland Burgdorf Nachrichten Neues Baugebiet soll zwei Anbindungen erhalten
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00:37 30.03.2018
Die Kommunalpolitiker möchten eine Anbindung des Baugebietes über Imkers Gehege erhalten. Quelle: Antje Bismark
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Ehlershausen

 Ja, aber – so lässt sich die Haltung der Kommunalpolitiker beim Blick auf das neue Baugebiet zwischen Ehlershausen und Ramlingen zusammenfassen. Denn bei einer gemeinsamen Sitzung von Ortsrat sowie Ausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung und Bau sprachen sich die Fraktionen übereinstimmend dafür aus, auf dem Areal am westlichen Ortsrand Ein- und Mehrfamilienhäuser zu ermöglichen. 

Doch sie kritisierten massiv, dass das künftige Wohngebiet nur über den Ehlershäuser Weg und nicht zusätzlich über die Straße Imkers Gehege erschlossen werden soll. Dabei verwies Martina Behncke von der Stadtplanungsabteilung auf die Region Hannover, die einer direkten oder auch zusätzlichen Anbindung des Baugebietes über Imkers Gehege nicht zustimmen werde. Mehr noch: Mit Pollern solle die Stadt die Nutzung des Weges – den vor allem Schlaglöcher kennzeichnen – als Abkürzung zur Kreisstraße 117 (Ramlinger Straße) unterbinden. 

„Wir schicken die Autofahrer erst nach Ehlershausen und dann wieder zurück nach Ramlingen“, sagte Klaus Köneke (CDU). Das verhindere die Akzeptanz des Baugebietes, weil es für die bisherigen Anlieger deutlich mehr Autoverkehr bedeute. Ortsbürgermeisterin Birgit Meinig erklärte, die Region solle das Ortsschild versetzen – dann befinde sich die gewünschte Kreuzung, wie von der Region gefordert, wieder in einer Ortschaft. Simone Heller (Grüne) unterstrich die Besonderheit des Doppeldorfes, zwischen dem schon jetzt wegen der Nähe niemand rasen könne.

„Ich kann nicht verstehen, dass unsere Bedenken nicht berücksichtigt werden“, sagte ein Anwohner, der auf eine Entlastung über die Straße Imkers Gehege gehofft hatte. „Hier wird eine Lösung präsentiert, die den Verkehr ausschließlich durch den Ehlershäuser Weg führt.“ Ein Nachbar ergänzte, dass er mit einer Verfünffachung des Verkehrs rechne: „Und das auf einer Straße ohne Gehweg und Ampel, aber als einziger Schulweg.“

Verwaltung plant keinen Spielplatz für Baugebiet

Auf Kritik stieß zudem die Aussage Behnckes, dass die Tiefbauabteilung keinen neuen Spielplatz für das Baugebiet vorgesehen habe. „Es gibt im Umkreis von 500 Metern mehrere Spielplätze, die die Kinder nutzen können“, sagte die Planerin und zählte dazu unter anderem auch das Areal an der Grundschule. Matthias Paul (SPD) bezweifelte, ob dies eine gute Lösung ist: „Können fremde Erwachsene mit Kindern während der Schulzeit den Spielplatz nutzen?“ Dazu müsse die Schule gehört werden. Ungeeignet ist aus Sicht von Michael Rheinhardt (SPD) auch der Platz jenseits der Kreisstraße: „Wir sollten die Kinder nicht über die Straße schicken, sondern einen zusätzlichen Spielplatz bauen.“

Von Antje Bismark

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