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Nachrichten Orkanschäden: Stadt pflanzt drei Bäume nach
Umland Burgdorf Nachrichten Orkanschäden: Stadt pflanzt drei Bäume nach
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00:29 29.03.2018
Ilir Mjaku (links) und Kai Odparlik pflanzen am Tiefenwiesensee einen neuen Amberbaum. Quelle: Anette Wulf-Dettmer
Burgdorf

 Jetzt ist der Baumlehrpfad im Stadtpark wieder komplett. Der Gärtnerbauhof hat am Montag drei junge Bäume gepflanzt. Sie sollen die Exemplare ersetzen, die der Orkan Herwart Ende Oktober und andere Stürme beschädigt, gekappt oder entwurzelt hatten.

Neu gepflanzt wurde der Amberbaum am Tiefenwiesenweg, wo er mit einer Lärche und einer Hängebuche ein Ensemble bildet. Die Krone des Amberbaums war bei einem Sommersturm ausgebrochen, sodass die städtischen Gärtner den Baum aus Sicherheitsgründen komplett gefällt hatten. Das neue Exemplar ist rund fünf Meter hoch. Der Amberbaum stammt aus Nordamerika.

Vor der alten Roten Kastanie, die Orkan Herwart gekappt hat, wird eine junge gepflanzt, die Ernst Schmidt vom Nabu gerade in ihrem Pflanzloch aufrichtet. Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Direkt am Rathaus II in der ehemaligen Landratsvilla hat Herwart eine riesige Rote Rosskastanie gekappt. Der Reststamm – immerhin mehr als vier Meter hoch – bleibt stehen. „Solch ein Baumtorso ist sehr wertvoll für die Natur“, sagt Ernst Schmidt vom Naturschutzbund (Nabu) Burgdorf, Lehrte, Uetze. Direkt daneben wird die neue Rote Kastanie stehen. Auch dieser Jungbaum ist schon an die fünf Meter hoch – und seine Blütenknospen sind kurz vor dem Aufbrechen. Die Rote Kastanie wird laut Schmidt nicht von der Kastanienminiermotte befallen. Das Insekt hat sich in vielen Kastanienbeständen – erkennbar an der frühen Alterung der Laubblätter - eingenistet. Baum Nummer 3, der ersetzt werden muss, ist die Sumpfeiche am Lönsweg im Schatten des Rodelbergs.

Der Stamm der Roten Kastanie bleibt stehen – als Lebensraum für zahlreiche Tiere, zum Beispiel für Vögel zum Nisten. Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Der Nabu habe sich darum gekümmert, dass die drei Bäume nachgepflanzt werden, sagt Schmidt. Die Stadt hat die Jungbäume gekauft – jeder kostet zwischen 100 bis 200 Euro – und erledigt auch das Einpflanzen. „Wir freuen uns sehr, dass die neuen Bäume am alten Standort stehen und der Lehrpfad wieder komplett ist“, sagt Schmidt. Denn der Flyer zum Baumlehrpfad sei gerade neugedruckt worden. „Da macht es keinen Sinn, die Bäume woanders nachzupflanzen.“ Eine Gruppe aus Lehrte erkundet den Lehrpfad mit 42 Bäumen nach Ostern – es ist die erste Führung in diesem Jahr.

Von Anette Wulf-Dettmer

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