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Feuerwehr richtet Stabszentrale ein

Burgdorf Feuerwehr richtet Stabszentrale ein

Ortsbrandmeister Florian Bethmann blickt optimistisch in die Zukunft: Mit modernerer Ausstattung ist die Ortsfeuerwehr Burgdorf bald noch besser gerüstet.

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Der Schulungs- und Aufenthaltsraumaum soll in eine Stabszentrale für Großschadenslagen umgebaut werden.

Quelle: Gerner

Burgdorf. 301 Einsätze, 3494 Einsatzstunden und 56 gerettete Menschen – das ist die Bilanz der Ortsfeuerwehr Burgdorf für das zurückliegende Jahr. In der Jahreshauptversammlung am Sonnabend hielt Ortsbrandmeister Florian Bethmann Rückschau auf Geleistetes und lieferte einen Ausblick auf künftige Entwicklungen. 

  Die Sturmtiefs Xavier und Herwart im Herbst waren maßgeblich dafür verantwortlich, dass die 90 Kräfte starke Ortsfeuerwehr auf mehr als  300 Einsätze kam. Als größtes Problem benannte Bethmann die Schwierigkeiten bei der Ausbildung der Atemschutzgeräteträger. Nur einen Platz pro Jahr für jede Feuerwehr sei viel zu wenig. Immerhin sei er optimistisch, dass die Atemschutzgeräteträger in diesem Jahr eine Realbrandausbildung absolvieren könnten.  

Um für Großeinsatzlagen wie Unwetter, Terroranschläge oder Amokläufe besser gewappnet zu sein, will die Ortsfeuerwehr einen Stabsraum einrichten. Hier könnten sich alle Entscheidungsträger von Polizei, Rettungsdienst, Presse und Versorgung sowie der Bürgermeister zusammenfinden, um ihre Arbeit abzustimmen. Spender ermöglichen den Umbau des bisherigen Schulungsraums im Feuerwehrhaus zu einem Multifuktionsraum. 

Bürgermeister Alfred Baxmann wies in der versammlung auf ein aktuelles Problem hin: „Wenn Hilfskräfte bei der Ausübung ihrer Arbeit beleidigt oder sogar tätlich angegriffen werden, ist das nicht hinzunehmen. Sie erhalten in solchen Fällen anwaltlichen Schutz der Stadt.“ Der Chef der Polizei-Inspektion Burgdorf, Jürgen Graver, warnte vor der Gefahr einer Kohlenmonoxyd-Vergiftung bei Einsätzen, in denen Grills oder Heizpilze in geschlossenen Räumen verwendet werden.

Christian Enderle, Leiter der Ordnungsabteilung im Rathaus, stellte der Ortsfeuerwehr einige Neuanschaffungen in Aussicht. Noch in diesem Jahr gäbe es ein neues Hilfeleistungsfahrzeug im Wert von 310.000 Euro. Für die nächsten Jahre seien der Kauf eines Tanklastfahrzeugs für 300.000 Euro sowie eines Gerätewagens für die Tauchergruppe im Wert von 100.000 Euro geplant. Im Jahr 2020 könne sich die Feuerwehr über einen Logistik-Gerätewagen für 150.000 Euro freuen. 

Die silberne Ehrennadel der Stadt für ihren besonderen Einsatz erhielten Ann-Christin Beck, Kai-Thomas Katzberg und Peter Rückriem sowie der nicht anwesende Torsten Rosenberger. Lisa Marie Runkel, Sophie Sommer, Arne Daug, Scott Stumpe und Andre Stockmeier wurden zum Feuerwehrmann  beziehungsweise zur Feuerwehrfrau ernannt.

Lisa Marie Runkel (von links), Arne Daug und Andre Stockmeier dürfen sich jetzt Feuerwehrfrau beziehungsweise Feuerwehrmann nennen

Lisa Marie Runkel (von links), Arne Daug und Andre Stockmeier dürfen sich jetzt Feuerwehrfrau beziehungsweise Feuerwehrmann nennen.

Quelle: Gerner

Von Gabriele Gerner

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