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Umland Burgdorf Nachrichten Region: Sammeltaxi fährt alle Schüler nach Otze
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01:40 01.03.2018
Bis zu den Sommerferien bringt ein Sammeltaxi alle Kinder aus Weferlingsen, Dachtmissen und Sorgensen zur Grundschule nach Otze.  Quelle: Archiv
Weferlingsen/Dachtmissen/Sorgensen/Otze

 Der Protest von Eltern, Lehrern und Politikern gegen eine Entscheidung der Region zur Schülerbeförderung zeigt Wirkung: Vorerst bis zu den Sommerferien soll ein Sammeltaxi weiter alle Grundschüler aus Weferlingsen, Dachtmissen und Sorgensen zur Grundschule nach Otze bringen – auch die Dritt- und Viertklässler. Dies teilte die Region Hannover am Montagnachmittag mit.

Die Behörde hatte zuvor elf Familien mit Kindern im dritten und vierten Jahrgang angekündigt, dass ihre Jungen und Mädchen fortan mit dem Bus und dann mit der S-Bahn ins nur wenige Kilometer entfernte Otze gelangen sollten und damit wesentlich längere Schulwege hätten. Dies lehnte die Schulleitung ebenso ab wie die betroffenen Eltern. Zwei Regionsabgeordnete und Bürgermeister Alfred Baxmann intervenierten.

Baxmann begrüßte die „Entwarnung“, über die ihn der zuständige Regionsdezernent Ulf Birger telefonisch informiert hatte. Er will zudem am Mittwoch mit Dorothée Rhiemeier sprechen, der Leiterin des Fachbereichs Schulen. Sie hatte am Montag die Grundschulleiterin Karen Lindner über die Kehrtwende informiert, diese aber aufgefordert, den Schulbeginn auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, sodass die Kinder später doch mit Bus und S-Bahn fahren könnten. Das freilich kann Lindner nach eigenen Angaben nicht allein entscheiden, sondern das obliegt dem Schulvorstand, der paritätisch mit Eltern besetzt ist.

Die betroffenen Eltern trafen sich am Montagabend im Feuerwehrhaus in Weferlingsen. Lindner hatte zuvor bereits Rat von einem Antwalt eingeholt. Bernhard Kracke, Ortsvorsteher von Weferlingsen, bezog auf Nachfrage klar Position: „Das ist noch nicht vom Tisch, sondern nur bis zum Sommer aufgeschoben. Wir wünschen uns, dass die endgültige Lösung ähnlich aussieht wie die jetzt päsentierte Zwischenlösung.“ Auch Lindner sprach sich dafür aus, dass alles beim alten bleibt und die Kinder auch nach den Sommerferien mit dem Sammeltaxi befördert werden. 

Von Joachim Dege

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