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Umland Burgdorf Nachrichten Segler wollen Schüler auf Cewe-Teich trainieren
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23:29 21.02.2018
Der Cewe-Teich zwischen Burgdorf und Immensen ist zurzeit das Revier der Graugänse und Möwen. Quelle: Anette Wulf-Dettmer
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Burgdorf

 Der Cewe-Teich ein Segelrevier? „Seit 2011 sind wir auf der Suche nach einer Wasserfläche für das Anfängertraining der Segler“, sagt Johannes Peter Reuter, Leiter der Segelsparte des Schillerslager Schützen- und Sportverein (SSV). Der Cewe-Teich wäre dafür ideal. „Dort könnten wir die Segel-AGs der Schulen konzentrieren und unsere jüngsten Spartenmitglieder trainieren. Wir wären nur mit den Optimisten, der kleinsten Segelbootklasse, auf dem Wasser.“ Mit den Jollen würde die Segelsparte – sie zählt mehr als 80 Mitglieder, davon gut die Hälfte Kinder und Jugendliche – weiterhin am Steinhuder Meer bei Mardorf trainieren. 

Der Cewe-Teich ist bis Ende 2022 Kiesabbaugebiet. Spätestens dann stellt sich die Frage, soll der Kiessee renaturiert oder als Naherholungsgebiet mit Badestrand und anderen Freizeitangeboten genutzt werden. Die Regionsverwaltung steht der Nutzung als Bade- und Tauchsee positiv gegenüber, hat das Projekt mit dem Namen „Kiessee Süd“ als Leuchtturmprojekt ins regionale Naherholungsgprogramm aufgenommen. 

Ende 2016 stellte der Bauausschuss des Rats einstimmig eine wichtige Weiche, damit das rund acht Hektar große Gelände ab 2023 als Freizeitgebiet zu nutzen ist. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses schien die Begeisterung für solch ein Projekt jedoch abgeflaut. Denn es ist zu entscheiden, kauft die Stadt das Gelände oder soll ein privater Betreiber gesucht werden. Dieser Sinneswandel habe ihn überrascht, sagt Seglerchef Reuter. Bislang sei er davon ausgegangen, dass die Politik hinter dem Naherholungsprojekt stehe. Er habe nach der Sitzung deshalb bereits etliche Politiker angesprochen.

Für die WGS sei es wichtig, dass der Cewe-Teich nach dem Kiesabbau öffentlich zugänglich ist, sagt deren Vorsitzender Volkhard Kaever, der den Bauausschuss leitet. Er könne sich durchaus ein Freizeitgebiet vorstellen und begrüße das Interesse der Schillerslager Segler. Die Stadtverwaltung hat laut Kaever den Auftrag, die Kosten möglicher Nutzungsvarianten zu ermitteln. Die Aufstellung werde wohl im nächsten Bauausschuss am 15. März vorliegen.

Bislang findet der Segelunterricht des SSV auf dem Steinhuder Meer statt. Auf dem Altwarmbüchener See ist laut Reuter kein Platz für die Schillerslager Segelfreunde. „In allen anderen Gebieten hat die Region uns mit dem Hinweis auf den Naturschutz ausgebremst“, sagt Reuter. „Dabei sind wir in Mardorf mitten in einem Naturschutzgebiet unterwegs. Deshalb lernen unsere Segelschüler auch, wie sie sich zu verhalten haben. Das bedeutet, auf dem Cewe-Teich könnten wir im Kleinen für das Große üben.“

Auch für DLRG und Taucher wäre der Teich ein gutes Trainingsterrain, sagt Reuter. Die SSV-Bogensparte könnte ihren Wunsch nach einen 3D-Parcours verwirklichen. „Ich bin festüberzeugt, dass man eine ganz tolle Sache für Burgdorf entwickeln kann, ohne groß in die Natur einzugreifen. Über den Stadtmarketingverein sind schließlich alle Vereine vernetzt und pflegen intensive Kontakte.“

Bis Ende 2022 soll Kies im Cewe-Teich zwischen Burgdorf und Immensen abgebaut werden. Was danach mit dem Areal passiert, ist noch nicht geklärt. Quelle: Anette Wulf-Dettmer
Graugänse haben den Cewe-Teich – hier der Teil, wo der Abbau bereits beendet ist – längst als Rückzugsort für sich entdeckt. Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Von Anette Wulf-Dettmer

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