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00:47 07.04.2018
Orgel und Kirchenraum der St.-Pankratius-Kirche bedürfen einer aufwendigen Sanierung. Quelle: Dege
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Burgdorf

 Die St.-Pankratius-Kirchengemeinde muss im nächsten Jahr drei Monate lang auf die Nutzung ihres Gotteshauses verzichten. Weil die Orgel infolge Schimmelbefalls dringend generalüberholt werden muss, will die Gemeinde zeitgleich auch den Innenraum der Kirche mitsamt Treppenhäusern sanieren lassen.

Schimmelbefall – das klinge schlimmer als es sei, versichert Kirchenkreiskantor Martin Burzeya. Eine Gefahr für die Gesundheit der Kirchenbesucher habe nie bestanden und bestehe auch weiterhin nicht. Fakt aber sei, dass Fachleute schon vor zwei Jahren Schimmel an der Unterseite des Orgelbalges fanden. Ursache sei die Kältebrücke zwischen dem Kircheninnenraum und dem Raum, in dem der Orgelbalg steht.

Unter dem Balg in einem Raum hinter der Orgel haben Fachleute vor zwei Jahren einen leichten Schimmelbefall entdeckt. Quelle: Dege

Laut Burzeya ist das mächtige Instrument zuletzt vor 20 Jahren turnusmäßig überholt worden. Jetzt sei eine solche große Inspektion erneut fällig und wegen des leichten Schimmelbefalls auch unumgänglich. Das wolle man nutzen, um die Orgel technisch aufzurüsten und somit klanglich zu erweitern.

Mit dem bloßen Entfernen des Schimmels ist es freilich nicht getan. Um die Ursache zu bekämpfen und den aktuell großen Kälteunterschied zwischen Kircheninnenraum und Balgraum hinter der Orgel auszugleichen, seien auch bauliche Veränderungen notwendig, sagen die Pastoren Dirk Jonas und Michael Schulze. Da sei es naheliegend gewesen, das Gotteshaus auf seinen sonstigen Sanierungsbedarf hin unter die Lupe zu nehmen. Inzwischen stehe fest: Der Kircheninnenraum braucht nicht nur einen neuen Anstrich. Experten fanden Risse in der Tonnendecke, abgeplatzte Putzteile an den Fenstern und brüchige Fensterbänke. Zudem stehe die Elektrik auf dem Prüfstand. Ein Gutachter untersuche, was notwendigerweise verbessert werden könne.

Der mit rund 300.000 Euro zu Buche schlagende Sanierungsaufwand sei so groß, dass die Kirche deshalb nach den Konfirmationen nächstes Jahr im Juni, Juli und August geschlossen bleiben müsse, sagt Jonas. Die 7830 Menschen zählende Gemeinde werden dann ausweichen müssen, ihre Gottesdienste im Gemeindehaus in der Weststadt feiern, Hochzeiten in der Kapelle in Otze oder in der Paulus-Kirche in der Südstadt zelebrieren. Die Wiedereinweihung will die Gemeinde schließlich mit der Kulinarischen Orgelnacht im Herbst 2019 begehen.

Die sechsstelligen Baukosten will die Gemeinde zur Hälfte mithilfe von Spenden finanzieren, die sie noch einwerben muss. Den Rest finanzieren die Landeskirche und zwei Vereine, namentlich der Förderverein zur Erhaltung der St.-Pankratius-Kirche und der Freundeskreis zur Förderung der Kirchenmusik, so Schulze.

Kirchenkreiskantor Martin Burzeya (rechts) erläutert den beiden Pastoren Michael Schulze (links) und Dirk Jonas, wie die Orgel klanglich erweitert werden soll. Quelle: Dege

Gemeinde will um Spenden werben

Drei Jahre Zeit gibt sich die St.-Pankratius-Kirche, um die 150.000 Euro als Eigenanteil an den doppelt so hohen Baukosten einzuwerben. Darum werde sich ein Fundraisingausschuss kümmern, sagte Pastor Michael Schulze. Geplant seien Spendenbriefe, von denen pro Jahr zwei verschickt würden. Wie schon beim erfolgreichen Glockenprojekt, das ebenfalls mithilfe von Spenden hat realisiert werden können, plant die Gemeinde einen Reigen von Veranstaltungen, deren Erlöse jeweils in das Sanierungsvorhaben unter der Überschrift „In neuem Glanz erstrahlen“ fließen sollen. Die Bankverbindung für Spenden: Stadtsparkasse Burgdorf, IBAN DE48 2515 1371 0000 0072 78, Stichwort „Orgelsanierung“. jod

Von Joachim Dege

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