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Nachrichten Baumschmücken für pädagogischen Mittagstisch
Umland Burgdorf Nachrichten Baumschmücken für pädagogischen Mittagstisch
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18:26 30.11.2016
Kinder vom Leseclub und pädagogischen Mittagstisch des Kinderschutzbundes schmücken den Tannenbaum vor der DRK-Begegnungsstätte an der Wilhelmstraße gemeinsam mit dem DRK-Vorsitzenden Gero von Oettingen. Quelle: Sandra Köhler
Burgdorf

"Nicht für jedes Kind in Burgdorf ist ein Schulbrot oder gar warmes Mittagessen selbstverständlich", weiß Gero von Oettingen, Vorsitzender des  DRK-Ortsvereins Burgdorf: "Als ich noch pädagogischer Mitarbeiter in der OGS einer Grundschule war, habe ich das selbst erlebt." Das bestätigt DRK-Schriftführerin Maren Schmudlach, die sich beim Kinderschutzbund für den pädagogischen Mittagstisch engagiert: "Selbst der eine Euro, den Eltern die Anspruch auf staatlichen Förderung haben, pro Essen selber tragen müssen, ist mitunter zu viel."

Zum pädagogischen Mittagstisch - der Kindern aller Burgdorfer Schulen offen steht - gehört nicht nur das Essen selbst, sondern auch das, was das Wort Tischgemeinschaft umgreift: Das gemeinsame Am-Tisch-Sitzen und Miteinanderreden können, Ruhe und Struktur im Tag erleben, sich dazugehörig fühlen, emotionale Sicherheit erleben. Zehn Kinder nutzen, begleitet von drei Betreuern, dieses Angebot aktuell. Doch wesentlich mehr könnten und sollten davon profitieren, findet von Oettingen: "Da wollten wir von DRK was machen."

Im Vorstand oder auch über das Jugendamt ein spezielles Kind auszuwählen, sei aus Gleichheitsgründen nicht möglich gewesen. Zudem darf das DRK als gemeinnütziger Verein zwar Spenden annehmen- aber nicht selbst welche machen. Also bastelte Schmudlach mit sechs Kindern des Mittagstischs über Wochen Sterne, Tannenbäume und Glocken. Rund ein Dutzend der 160 Kindern, die die diversen Betreuungsangebote des KSB nutzen, kamen zum Schmücken. "Dafür schreibt uns der KSB eine Rechnung in der Höhe, die es kostet, ein Kind ein Jahr lang am Mittagstisch teilhaben zu lassen", sagt von Oettingen. Er ist glücklich, diese Möglichkeit aufgetan zu haben. "Und die Kinder erleben so, wie sie anderen Freude machen können",ergänzt Schmudlach.

Auch Privatleute können den Mittagstisch als Paten unterstützen, sagt KSB-Projektmanagerin Annegret Lange-Kreutzfeld: "Wir haben einen Rentner, der uns seit Jahren mit dem Betrag unterstützt, den ihn seine Fahrkarte zur Arbeit nach Hannover gekostet hat." Mit 70 Euro sind die monatlichen Kosten für ein Kind gedeckt, es wird aber auch jeder kleinere oder größere Betrag gern angenommen. Denn die Zeiten, als Eltern, die nicht zahlen konnten, Einzelfälle waren, seien längst vorbei, sagt Lange-Kreutzfeldt. Wer so unterstützt wird, bleibt zum Schutz vor Stigmatisierung selbstverständlich geheim.

Von Sandra Köhler

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