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12:15 26.02.2018
Vorsichtig angeklopft: Mit Zange und Spachtel öffnet Laura den Nistkasten. Quelle: Beigel
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Burgdorf

Wer in diesen Tagen am frühen Morgen durch den Stadtpark geht, kann von überall her schon die verschiedenen Gesänge der Singvögel hören. Manchmal schrill, aber immer gut gelaunt klingt das Vogelgezwitscher, sobald die ersten Sonnenstrahlen durch die kahlen Äste scheinen. Der Gesang von Kohlmeise, Spatz, Buchfink und Co. soll vor allem die Weibchen anlocken, die im Frühling anfangen zu brüten. Deshalb sind schon viele einheimische Vogelarten auf der Suche nach geeignetem Material für den Nestbau. 

Der Naturschutzbund (Nabu) hat zusammen mit Schülern der Prinzhornschule im vergangen Jahr zehn Nistkästen für die Vögel aufgehängt. Die hölzernen Kisten hatten die Schüler bunt verkleidet mit Décopatch-Papier und mit einem wetterfesten Speziallack bestrichen. In dieser Woche wurden die Kästen, die rund um den Spittaplatz verteilt sind, kontrolliert und gesäubert. Die Bilanz: sieben Meisennester, ein Nestrohbau und zwei leere Kästen. 

„Burgdorf ist ein absolutes Meisenrevier“, sagte Nabu-Einsatzleiter Ernst Schmidt. „Meisen bauen jedes Jahr ein neues Nest. Wenn wir die jetztigen Nester nicht rausnehmen, ist die Hütte bald voll.“ Mithilfe einer Zange und einem Spachtel öffneten die Schüler die Nistkästen und entnahmen die Brutstätten, die die Vögel aus Gras und Tier- beziehungsweise Menschenhaaren gebaut hatten. 

Quadratisch, praktisch, gut: Aus Gras und Haaren haben die Vögel bequeme Nester gebaut.  Quelle: Beigel

Neugierig lauschten die Schüler den Erklärungen Schmidts, der bereits an sechs Schulen und 17 Kindergärten Brutkästen aufgehängt hat. „Wir möchten Kinder und Schüler für die Natur begeistern“, sagt er. „Getreu nach unserem Motto: Was ich nicht kenne, kann ich nicht beschützen.“    

             

Von Laura Beigel

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