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Nachrichten Zu laut für die Störche: Nabu will Feuerwerk verbieten lassen
Umland Burgdorf Nachrichten Zu laut für die Störche: Nabu will Feuerwerk verbieten lassen
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19:48 01.05.2013
Das Storchenpaar hat das Nest auf dem alten Fabrikschornstein in Besitz genommen. Quelle: Bernd Mossmann
Burgdorf

Zudem hat die NABU-Ortsgruppe die untere Naturschutzbehörde der Region sowie den regionalen Weißstorchbeauftragten Reinhard Löhmer informiert. Der Brief an die Stadt datiert von Montag, 29. April, einen Tag nachdem die Werbeplakaten aufgehängt wurden, die das Frühlingsfest mit dem Feuerwerk ankündigen. Seit gestern sind die Fahrgeschäften auf dem Schützenplatz geöffnet.

NABU-Vorstandsmitglied Bernd Rose begründet die Bitte, das laute Feuerwerk ausfallen zu lassen, mit dem Hinweis auf die Brut- und Setzzeit. Rund um den Pferdemarktplatz brüteten neben den Störchen viele Singvögel. Der Lärm versetze nicht nur Hunde und Katzen in Panik, sondern auch die Wildtiere.

„In dieser empfindlichen Zeit sollte man auf das Feuerwerk verzichten“, sagte Löhmer auf Anfrage. Der Storchenbeauftragte kennt jedes Storchennest in der Region. Gerade um den Burgdorfer Horst auf dem Schornstein der einstigen Konservenfabrik habe es im April viele Kämpfe gegeben: Das Storchenmännchen vom Vorjahr sei als erstes angekommen, wurde dann von einem Jungstorch vertrieben, flog zum Steinwedeler Nest, verschwand auch dort und ist erst vor Kurzem auf den Schornstein zurückgekehrt, berichtete Löhmer. Inzwischen brüte das Paar zwar, „doch die Situation ist nicht sonderlich stabil“. Schon 2012 gab es in Burgdorf keinen Nachwuchs.

Die Untere Naturschutzbehörde teilt die Bedenken und hat mit Verweis auf die streng geschützten Störche die Stadt Burgdorf am Dienstag gebeten, „das geplante Feuerwerk umgehend zu untersagen“. Diese E-Mail war jedoch laut Bürgermeister Alfred Baxmann am Dienstag bis 18 Uhr nicht bei der Stadt eingegangen. Es sei sehr befremdlich, dass die Naturschutzbehörde erst jetzt reagiere, die Beschwerde liege dort sei einem Jahr vor, sagte Baxmann. „Ich sehe noch keine Veranlassung, ein Verbot für das Feuerwerk auszusprechen. Ich werde mich aber mit den Fachleuten in der Stadtverwaltung beraten.“

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