Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Burgdorf Stadt investiert in Astrid-Lindgren-Schule
Umland Burgdorf Stadt investiert in Astrid-Lindgren-Schule
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:41 23.07.2018
Arbeiter bauen jetzt das Gerüst am neuen OGS-Raum ab, dann beginnen die Arbeiten an den Außenanlagen. Quelle: Antje Bismark
Anzeige
Burgdorf

Gut 400.000 Euro investiert die Stadt Burgdorf in den neuen Raum für die Offene Ganztagsschule (OGS), auf den Schüler und Lehrer gleichermaßen seit etwa zwei Jahren warten. Die Verzögerung ergab sich nach Aussage von Engelbert Rother, für Bauten im Fachbereich Gebäudewirtschaft, unter anderem aus überhöhten oder fehlenden Angeboten für die einzelnen Gewerke. Weitere 600.000 Euro kosten die neue Decke, neue Daten- und Stromleitungen sowie Elemente für den Brandschutz im Eingangsbereich samt Bühne und Foyer.

Lichtdurchflutet präsentiert sich der neue Anbau, den das Architekturbüro Warstat aus Garbsen mit einem Flur an das Schulgebäude angedockt hat. Er wurde so konzipiert, dass er im Bedarfsfall um einen weiteren Raum ergänzt werden kann. Und: Dank einer klappbaren Trennwand lässt sich schon der jetzige Raum in zwei kleine Bereiche teilen. Noch fehlen kleine Elemente wie der Griff an der Tür oder an den Fenstern – doch das bis Schuljahresbeginn, so Rother, sollen die Firmen alles erledigt haben.

Dann verschwinden auch die Gerüste rund um den Bau, ohne Einschränkungen sehen Schüler, Lehrer und Eltern dann die Fassade aus einem Wärmeverbundsystem, Betonfaserplatten und Holz. Diese Arbeiten haben Rother und seinen Kollegen durchaus Bauchschmerzen verursacht: Denn zweimal reagierten die Baufirmen mit Angeboten, die deutlich über dem veranschlagten Preis lagen. Beim dritten Mal gab es gar keine Beteiligung mehr. „Wenn die reinen Baukosten bei 320.000 Euro liegen, können wir nicht 160.000 Euro allein für den Rohbau zahlen“, fasst der Fachmann das Problem in einem Satz zusammen.

Deshalb entschied sich die Gebäudewirtschaft für einen neuen Weg: Anstelle der Betonfaserplatten finden sich nun Holzelemente als Verkleidung an der Fassade. „Damit konnten wir den Kostenplan halten“, betont Rother und verweist auf die rechtlichen Besonderheiten, denen öffentliche Auftraggeber bei Ausschreibungen unterliegen. Gleichwohl wisse er, dass die lange Bauzeit das Schulleben beeinträchtigt habe. Dass sie nun ende, freue sicherlich alle Nutzer.

Arbeiter bauen Eingangsbereich um

Einer Baustelle gleicht derzeit noch der Eingangsbereich mit Foyer, Bühne und Treppe ins Obergeschoss. „Wir haben die Deckenplatten schon vor Monaten abnehmen lassen und feststellen müssen, dass die Elektrik nicht mehr dem Stand der Technik entsprach“, sagt Marcus Altschaffel, Fachplaner für Elektrik bei der Stadt. Er spricht von Kabelsträngen, die über Kreuz gelegen hätten – aus Brandschutzsicht nicht zulässig. Inzwischen finden sich unter der Decke die Leitungen für Strom und Netzwerke, gesichert mit besonderen Platten sind auch die Fluchtwege.

Am Montag beginnt eine Firma dann damit, die Gerippe für die Deckenplatten anzubringen. „Das sind noch einmal Arbeiten, die Lärm verursachen“, sagt Rother. Sie sollen seinen Angaben zufolge bis zum Beginn des Schuljahres beendet sein. Anschließend legen Arbeiter dann die Elemente ein, deren Lieferzeit zwischen sechs und acht Wochen liegt. Allein 160.000 Euro kosten die Arbeiten an der Decke, das Gesamtprojekt mit den Elektroarbeiten schlägt mit 600.000 Euro zu Buche.

Die Arbeiten in dem Bereich dauern nach Aussage Rothers aber an: Der Brandschutzgutachter gibt für das Treppenhaus ins erste Obergeschoss eine Verglasung für den Fluchtweg vor – inklusive einer zusätzlichen Tür. „Über mögliche Varianten sprechen wir jetzt mit dem Architekten“, kündigt Rother an.

Lange haben die Schüler der Astrid-Lindgren-Schule auf ihren OGS-Raum gewartet – nach den Sommerferien können sie ihn beziehen. Außerdem investiert die Stadt in den Brandschutz.

Von Antje Bismark

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wettbewerbsjury entscheidet: Die Deutschrock-Formation Menschenkind darf beim Open-Air-Konzert im August als Vorband von Popstar Max Giesinger auftreten.

23.07.2018

Den Störchen ist in den vergangenen Wochen das Futter ausgegangen: Es gab weder Regenwürmer noch Feldmäuse, sodass die Alttiere die schwächsten Küken aus dem Nest geworfen haben.

23.07.2018

Drei Baustellen – auf der B 3 und der K 119 Ramlingen-Engensen sowie ab 23. Juli auch auf der Landesstraße 311 – erschweren den Autofahrern im Norden Burgdorfs derzeit das Leben. Fehlende Absprache?

22.07.2018
Anzeige