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Burgwedel Gymnasiasten proben Assessment-Center
Umland Burgwedel Gymnasiasten proben Assessment-Center
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00:15 28.02.2018
Personalberater Jörg Jacob begrüßt 130 Schüler. Das Assessment-Center beginnt in der Turnhalle. Quelle: Heine
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Großburgwedel

Was kommt nach dem Abitur? Bei der Beantwortung dieser Frage bekommen Großburgwedeler Gymnasiasten Hilfestellung und werden im Rahmen des Seminarfachs auf den Einstieg in den Beruf vorbereitet.

130 Zwölftklässler, die nach Ostern ihre Prüfungen ablegen werden, probten am Sonnabend ein bei großen Firmen immer beliebter werdendes Personalauswahlverfahren im Bewerbungsprozess. Sie absolvieren ein simuliertes Assessment-Center. „Das ist ein gutes Angebot. Ich bin dankbar, dass wir auf das richtige Leben vorbereitet werden“, sagte Schüler Jan Haase.

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Das Assessment-Center beginnt mit dem Ausfüllen eines Fragebogens zur Selbsteinschätzung. Die Schüler haben 20 Minuten Zeit.

Chemie- und Physiklehrerin Anne Bosum-Dybus hatte federführend die Organisation übernommen und sich nach den Erfahrungen aus den ersten drei Veranstaltungen dieser Art fachmännischen Rat hinzugeholt. „Es wurde kritisiert, dass wir zu sehr Lehrer seien, um Rollenspiele adäquat durchführen zu können“, sagte sie. Deshalb waren diesmal Personal- und Unternehmensberater des Karriere-Instituts mit an Bord.

Anstrengendes Assessment-Center

Für die Schüler wurde es ein anstrengender Tag. Sie mussten Fragen zur Selbsteinschätzung beantworten, sich selbst und die eigenen Fähigkeiten präsentieren, einen Wissenstest absolvieren und ihre möglichen Führungsqualitäten bei einer Gruppenübung unter Beweis stellen.

Schülerin Julia Eichhorn lobte die Organisation. „Es läuft gut", stimmte ihr Louisa Gehrke zu. Bisher fühle sie sich nicht gestresst. Das Assessment-Center sei gut vorbereitet worden. „Wir haben im Vorfeld eine schriftliche Bewerbung auf eine fiktive Stellenausschreibung ausgearbeitet. Das war sehr hilfreich“, sagte sie. Die Trockenübung nehme Ängste: „Wir werden nicht ins kalte Wasser geschubst, sondern ins lauwarme.“

Anerkennende Worte gab es von Studiendirektor Bernward Schlossarek und Personalberater Jörg Jacob nach den Selbstpräsentationen. Alle Schüler seien gut mit der Situation zurechtgekommen.

Personalberater: Wir wollen Ihre Blickrichtung ändern

Begonnen hatte der Tag mit einer Überraschung. Nachdem sich die Schüler in der Sporthalle versammelt und auf den Boden gesetzt hatten mit Blick auf die betreuenden Lehrer, trat der frühere AWD-Manager Jörg Jacob hinter die Reihen und erhob das Wort, so dass sich alle zu ihm umdrehen mussten. Er begrüßte die Teilnehmer mit den Worten: „Wir wollen Ihre Blickrichtung ändern.“

Jacob betonte, dass Auswahlsysteme bei Personalentscheidungen immer subjektiv seien. Zeugnisse und Bewerbungsschreiben hätten einen Anteil am Ergebnis von 18 Prozent, das Assessment-Center von 44 Prozent. „Es bietet die Gelegenheit, Eigenschaften wie Teamfähigkeit, Führungsqualitäten und den Umgang mit Stress zu testen und die Bewerber persönlich besser kennenzulernen“, sagte er. Personalentscheidungen seien immer langfristig und mit Aufwand verbunden. Darum hätten Arbeitgeber ein Interesse daran, genau zu prüfen, welcher Kandidat für die Firma so produktiv sein könne, dass er mehr Profit erbringe, als er Kosten verursache, erklärte der Fachmann. „Seien Sie authentisch“, gab er den Schülern mit auf den Weg.

Von Sybille Heine

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