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Burgwedel Handwerker schwitzen am Pöttcherteich
Umland Burgwedel Handwerker schwitzen am Pöttcherteich
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17:20 24.07.2018
Robert Horvat trotzt der Hitze auf dem Dach eines Hauses im Baugebiet am Pöttcherteich. Quelle: Jarolim-Vormeier
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Großburgwedel

 Neun Häuser stehen bereits im Baugebiet am Pöttcherteich. Drei davon sind bereits fertiggestellt, die anderen befinden sich noch im Rohbau. Auf dem 2,5 Hektar großen Gelände wird tüchtig gebaut und gewerkelt – auch wenn das Thermometer 34 Grad Celsius im Schatten anzeigt, wobei längst nicht jeder vom Schatten profitiert.

Ein Sprung in den Pöttcherteich, dessen Wasserpegel nach der langen Trockenperiode stark gesunken ist, könnte für eine kurze Abkühlung sorgen. Aber dafür haben die Arbeiter gar keine Zeit. „Wir müssen vorankommen, aber legen zwischendurch kurze Trinkpausen im schattigen Bauwagen ein“, erklärte Baustellenleiter Sascha Kalinowski. Für zusätzliche Abkühlung sorgt eine Flasche mit Leitungswasser, das er sich ab und an über den Kopf gießt. „Das tut gut!“

Hitzefrei wie in den Schulen gibt es auf einer Baustelle nicht. Bauarbeiter Robert Horvat sägt für eine Betonverschalung Holz zurecht. Er trotzt der Gluthitze auf dem Dach eines Hauses im Großburgwedeler Baugebiet. „Mir macht die Hitze nichts aus. Ich schwitze auch gern in die Sauna“, sagte Horvat und trinkt zwischendurch immer wieder einen Schluck Wasser.

Die ersten neun Häuser stehen im Baugebiet Pöttcherteich, die ersten drei sind schon fertiggestellt. Überall wird gebaut und gewerkelt – trotz der Gluthitze.

Währenddessen baut sein Chef Knut Brendel mit Sohn Bastian im Untergeschoss eine Verschalung für die Decke. „Hier lässt es sich aushalten“, sagte der Bauunternehmer. Ohnehin quäle er sich lieber in der Sommerhitze, als im Herbst oder Winter bei Regen, Wind und Kälte zu arbeiten. „Dann tun die Finger weh, und so manch ein Wehwehchen tritt auf“, erzählt Knut Brendel. Er und seine Kollegen fangen um 7 Uhr auf der Baustelle an. „Früher loszulegen ist nicht notwendig. Auch die Spanier fangen trotz der Hitze nicht früher an“, erfuhr Brendel dereinst auf einer spanischen Baustelle.

Rasensprenger sorgt für Abkühlung

Gleich neben an rollen die Gartengestalter Marcel Theodor, Orhan Toru und Marc Nadarzy Fertigrasen aus – und der Schweiß läuft ihnen die Stirn herunter. „Mit einem nassen Tuch im Nacken kühlen wir uns ein wenig ab“, erläuterte Nadarzy seine Technik für heiße Tage. Damit der frische grüne Bodenbelag nicht gleich wieder austrocknet, läuft der Rasensprenger im Dauerbetrieb. „Und zwischendurch lassen wir uns auch ein wenig berieseln – das tut gut“, erklärte sein Kollege Theodor.

Schräg gegenüber im Baugebiet sind Karten und Dirk Bruhne dabei, ihr Haus innen selbst auszubauen. Das Ehepaar ist froh, dabei ein Dach über dem Kopf zu haben. „Dadurch ist es Innen deutlich kühler“, stellte der Bauherr erfreut fest. Dennoch müssen die Eheleute zwischendurch raus in die pralle Sonne, um Verbundplatten in Haus tragen. „Anschließend gibt es aber eine Pause im schattigen Wohnzimmer“, freut sich Dirk Bruhne.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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