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Burgwedel Automeile lockt wieder Tausende ins Zentrum
Umland Burgwedel Automeile lockt wieder Tausende ins Zentrum
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10:36 19.08.2018
Tausende Besucher flanieren auf der Großburgwedeler Automeile und informieren sich über verschiedene Fahrzeugtypen. Quelle: Jarolim-Vormeier
Großburgwedel

 Auf der Von-Alten-Straße reihte sich am Sonnabend Fahrzeug an Fahrzeug. Von zwei alten VW Käfern über neueste Modelle etlicher Marken bis hin zu 25 verschiedenen Elektrofahrzeugen war alles in der Innenstadt vertreten. 19 Autohäuser beteiligten sich an der Fachausstellung. Höhepunkt war ein Oldtimer-Korso durch die Innenstadt – die Teilnehmer waren zuvor bei der „Isernhagen Classic“-Rallye in F.B. gestartet.

Es gab allerdings nicht nur viel zu sehen, sondern auch reichlich Informationen für alle, die etwas mehr erfahren wollten. Carsten Moss von der Burgwedeler Stadtfeuerwehr beispielsweise erläuterte wissbegierigen Kindern und deren Eltern die Arbeit der Brandbekämpfer und zeigte die roten Fahrzeuge. Auch Sabine und Frank Reckowski und ihr Sohn Luis schauten sich an, was die Feuerwehrleute alles in ihren Fahrzeugen mitführen. Der Zweijährige nahm mit seinem Papa im Löschfahrzeug Platz, setzte sich einen Feuerwehrhelm auf – und strahlte.

Historische Fahrzeuge und neueste Technik: Die Großburgwedeler Automeile lockte am Sonnabend erneut Tausende Besucher in die City.

Verein informiert über Elektroautos

Am Stand direkt dahinter informierte der im November gegründete Verein Elektromobilität Nord, der mittlerweile 50 Mitglieder hat, über Elektroautos. Der Vorsitzender Roland Klose aus Wildeshausen bot den Besuchern eine Probefahrt in seinem Elektrofahrzeug der Marke Tesla an. „Den Wagen hört man nicht“, stellte Sandra Politowski nach der Proberunde fest und bewunderte die Beschleunigung des Wagens, in dem sich die Insassen bei der Fahrt problemlos unterhalten könnten. Zudem präsentierten Klose und der Osnabrücker Raphael Gausmann ein Schmuckstück: einen 21 Jahre alten Elektrowagen der Marke Citroen. „Diese Fahrzeuge nutzte auch die französische Post“, verriet Gausmann. Der Verein zeigte auch einen mit Akku betriebenen Zweisitzer des Fabrikats Twizy.

Verkehrswacht demonstriert Überschlag-Simulator

Gleich daneben demonstrierten Fritz und Brigitte Landwehr von der Verkehrswacht Diepholz einen Überschlagsrettungssimulator. Beide zeigten, was mit einen Fahrer und Beifahrer passiert, wenn sich der Wagen überschlägt. Mutig setzten sich Sebastian Mann und sein Sohn Fabian in den silbernen Beatle. Das Ehepaar Landwehr drehte das Fahrzeug zweimal, bis es auf dem Kopf stehen blieb. „Das war schon ein komisches Gefühl“, sagte der 39-jährige Großburgwedeler. Als Sohn und Vater schließlich aus dem Auto kletterten, hieß es schnell: „Das machen wir nicht nach.“

Präsenz zeigte auch die Bundespolizei mit einem Sonderwagen: Die Beamten zeigten einen 30 Jahre alten Unimog mit geschützter Wanne. „Derzeit sind zwei dieser Fahrzeuge am Flughafen stationiert und werden für den Schutz von Staatsoberhäuptern eingesetzt“, berichtete Polizist Andreas Jaksch. In dem Wagen mit 170 PS, der früher bei Großdemonstrationen benutzt wurde, schauten sich Finn und seine Eltern Matthias und Tatjana Gronewold um. „So ein Auto sieht man selten“, sagte der Großburgwedeler.

Großer Aufwand, der sich lohnt

Herrliches Sommerwetter begleitete die vierte Auflage der Automeile. Ein sicher nicht zu unterschätzender Vorteil für die Open-Air-Veranstaltung, die nach Schätzung von Organisator Dirk Breuckmann rund 8000 Besucher in die City lockte. Zwar konnte die angepeilte 10.000er-Marke nicht geknackt werden. Dennoch zog der Organisator eine positive Bilanz. Es sei eine rund um gelungene Veranstaltung gewesen. Zwar sei der Aufwand groß, 19 verschiedenen Automarken ins Zentrum zu holen, aber es lohne sich, betonte Breuckmann.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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