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Burgwedel CDU/FDP: Projekte nach Plan abarbeiten
Umland Burgwedel CDU/FDP: Projekte nach Plan abarbeiten
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18:35 10.09.2018
CDU/FDP: „Einfamilienhäuser stehen im Mittelpunkt der Wohnraumgestaltung.“ Quelle: Getty Images/iStockphoto
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Burgwedel

Es geht in der Summe um hohe zweistellige Millionenbeträge für die Pflege und den Ausbau der städtischen Infrastruktur ebenso wie um das kommunalpolitische Topthema Wohnungsbau. Dazu hat die Mehrheitsgruppe im Burgwedeler Rat aus CDU und FDP jetzt ein „baupolitisches Papier“ veröffentlicht, über das sie zunächst intern mit den Vorsitzenden der übrigen Ratsfraktionen und Gruppen im Rat ins Gespräch kommen möchte. Gruppensprecher Sebastian Müller und Bauausschussvorsitzender Jürgen Schodder haben dazu in einem Brief eingeladen. Ihre Wunschvorstellung wäre eine Prioritätenliste, nach der offene Projekte abgearbeitet werden sollten.

Worüber genau in einer „Gesamtbetrachtung“ zu beraten wäre und welche Investitionen in Reihenfolge gebracht werden müssten, das ist einer Liste mit 28 Bauvorhaben zu entnehmen, die von Schulprojekten wie dem Gymnasium über die Kanaltransportleitung von Fuhrberg zur Zentralkläranlage bis zu vier Sporthallen und fünf Feuerwehrgerätehäusern reicht, die saniert, erweitert oder neugebaut werden müssten.

Unter Punkt 1 geht es aber ums Wohnen. Wünschenswert sei ein „zielgerichtetes Umgehen mit der Wohnsituation in der Stadt Burgwedel“, heißt es in dem Papier, in dem das Wort Mietwohnung allerdings nicht vorkommt. Einfamilienhäuser stünden weiterhin „im Mittelpunkt der Wohnraumgestaltung“, unterstreichen CDU und FDP. Laut Positionspapier wünscht sich die CDU-/FDP-Gruppe aber auch, dass „vereinzelte Mehrfamilienhausprojekte“ bei der Ausweisung aller künftigen Baugebiete geprüft und in geeigneter Größe realisiert werden. Auch, ob der Bau von Einliegerwohnungen gefördert werden kann, soll geprüft werden.

Entwürfe für neue Bebauungspläne in Thönse, Engensen, Wettmar und Kleinburgwedel hatte die Stadtverwaltung im August im Bauausschuss vorgestellt. CDU und FDP bringen in ihrer Vorhaben-Liste auch Bauland für Fuhrberg und Oldhorst ins Gespräch – und für Großburgwedel ein Baugebiet am Mühlenfeld – just dort also, wo der Kauf von Bauland bisher an ihrer Ratsmehrheit gescheitert ist.

Maßvolles und bedarfsorientiertes Wachstum: Von dieser Linie möchte die CDU-/FDP-Gruppe auch in Zukunft nicht abweichen. Einen eigenen Punkt widmet sie deshalb der „Feststellung der Grenzen der Infrastruktur“ – und zwar für Schulen, Krippen, Kindergärten, Parkplätze und Verkehrswege. Burgwedel solle „eine Kleinstadt mit übersichtlichen Strukturen sein und auch bleiben“.

Digitale Infrastruktur, Umsetzung des Feuerwehrbedarfsplans, langsame Entwicklung der Gewerbegebiete – all das soll ohne weitere Aufnahme von Schulden vonstatten gehen. Wie? Dazu sei „die Symbiose aus baupolitischen Maßnahmen im Sinne des Aus- und Neubaus sowie der Entwicklung und Veräußerung von Bau- und Gewerbebauland der Schlüssel zum Erfolg“, heißt es vage am Ende des Positionspapiers.

Von Martin Lauber

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