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Burgwedel Engenser Ortsrat möchte Grundstück für Feuerwehrhaus freihalten
Umland Burgwedel Engenser Ortsrat möchte Grundstück für Feuerwehrhaus freihalten
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11:53 14.03.2019
Dieses Grundstück zwischen Kiebitz- und Grashofweg möchte Ortsbürgermeister Friedhelm Stein als möglichen Standort für ein neues Feuerwehrhaus freihalten. Quelle: Thomas Oberdorfer
Engensen

Noch ist der Bau eines neuen Feuerwehrhauses für Engensen gar nicht spruchreif geschweige denn bereits in Planung, da entbrennt bereits ein heftiger kommunalpolitischer Streit um das Thema. Auslöser ist der Vorschlag von Ortsbürgermeister Friedhelm Stein, drei Grundstücke zwischen Kiebitz- und Grashofweg für den Bau eines Gerätehauses freizuhalten. Die CDU möchte diese Flächen lieber als Bauland vermarkten.

Altes Feuerwehrhaus weist viele Mängel auf

„Uns geht es darum, dass wir nicht plötzlich wirklich ein neues Feuerwehrhaus bauen müssen und dann kein Grundstück zur Verfügung steht“, sagt Stein zur Begründung seines Antrags. Denn: Der für die Burgwedeler Wehren erarbeitete Bedarfsplan listet akribisch die Mängel des derzeitigen Gerätehauses an der Thönser Straße auf. Das Haus sei zu klein, es fehlen Stellplätze für anrückende Einsatzkräfte, Einsatz- und Privatkleidung kann nicht an unterschiedlichen Orten gelagert werden, es gibt keine getrennten Umkleide- und Duschmöglichkeiten für Frauen und Männer, dazu fehlen noch Lagerkapazitäten und eine Notstromversorgung.

Eine Erweiterung am jetzigen Standort sieht der Ortsbürgermeister skeptisch. Seine Bedenken: Wird das Gerätehaus durch einen Anbau vergrößert, würde der Dorfplatz schrumpfen und das könnte sich nachteilig auf das Dorfleben auswirken. Der Ortsrat folgte Steins Argumentation und verabschiedete mit drei zu zwei Stimmen die Empfehlung an die Stadt Burgwedel, drei der sechs Grundstücke zwischen Kiebitz- und Grashofweg „für einen eventuellen Feuerwehrhausneubau zurückzuhalten.“ Neben dem Ortsbürgermeister votierte sein Stellvertreter Joachim Lücke (SPD) und Heinz Schröder von der Wählergemeinschaft Engenser Bürger für diesen Antrag.

CDU hält Standortvorschlag für ungeeignet

Die beiden CDU-Vertreter mochten dem Vorschlag nicht folgen und stimmten dagegen. „Ein Feuerwehrhaus in einem Wohngebiet mit einer Tempo 30-Zone geht gar nicht“, sagt Joachim Schrader Ortsratsmitglied und Engenser CDU-Chef. Er hält den Standortvorschlag für gänzlich ungeeignet. „Es kann den Feuerwehrleuten nicht zugemutet werden, auf der Anfahrt zum Einsatz durch zwei Tempo 30-Straßen zu fahren. Womöglich müssen sie dann zuerst noch Kinderspielzeug und Bobbycars von der Straße räumen.“

Grundsätzlich sieht aber auch die CDU die Notwendigkeit eine Fläche für ein neues Feuerwehrhaus vorzuhalten und macht ihrerseits drei Vorschläge. Diese sind:

Auf einem Grundstück zwischen Engensen und dem Ortsteil Lahberg,

an der Ausfallstraße nach Wettmar und Thönse. Hier – so die CDU in einer Pressemitteilung – verfügt die Stadt bereits über eigene Grundstücke oder

im Baugebiet Schillerslager Straße Ost direkt an der Kreisstraße.

Engenser Feuerwehrhaus steht 2020 zur Debatte

Ortsbürgermeister Stein ist bei der Standortsuche für ein eventuelles neues Feuerwehrhaus durchaus gesprächsbereit. „Es ist doch gut, wenn es mehrere Vorschläge gibt. Dann kann man vergleichen und den bestmöglichen aussuchen – so wie es jetzt in Kleinburgwedel geschehen ist.“

Bis es soweit ist, wird es allerdings noch einige Zeit dauern. Laut Burgwedeler Feuerwehrbedarfsplan steht nun erst einmal ein neues Gerätehaus für Großburgwedel auf der Agenda. Mit einer Erweiterung oder einem Neubau des Engenser Gebäudes werden sich Feuerwehr, Stadt und Politik wohl erst 2020 beschäftigen.

Von Thomas Oberdorfer

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