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Burgwedel Gymnasium hat neuen Schulleiter aus Celle
Umland Burgwedel Gymnasium hat neuen Schulleiter aus Celle
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00:19 10.08.2018
Matthias Heßbrüggen (links) führt den neuen Direktor Robert Baberske durchs Gymnasium Großburgwedel. Quelle: Martin Lauber
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Burgwedel

Die akkurat gebundene Krawatte lockert er während des einstündigen Pressegesprächs nicht. Aber Robert Baberske, der einmal in der Woche mit Kollegen Fußball spielt und leidenschaftlich gerne am Lenkrad von Schwiegervaters Traktor sitzt, kommt trotzdem nicht allzu förmlich rüber. Dem 47-jährigen Physik- und Geschichtslehrer aus Celle hat die Landesschulbehörde zum 1. August die Leitung des Gymnasiums Großburgwedel übertragen. Nach einjähriger Vakanz tritt er die Nachfolge von Gesa Johannes an, die im August 2017, ohne sich von der Schülerschaft zu verabschieden, ins Kultusministerium gewechselt war.

Ihr Nachfolger will sich am Donnerstag in insgesamt fünf Durchgängen allen Schülern jahrgangs- oder doppeljahrgangsweise in der Aula vorstellen. „Ich will mich zeigen und ihnen einen guten Start wünschen“, sagt der gebürtige Berliner, der in den letzten sieben Jahren allgemeiner Vertreter des Direktors des Hermann-Billung-Gymnasiums in Celle war – einer Schule, die wie seine neue Wirkungsstätte rund 1000 Schüler und 80 Lehrer hat.

Nach diesen sieben „Trainee-Jahren“ habe ihn an der Stellenausschreibung für Großburgwedel das Mehr an Verantwortung und Gestaltungsspielraum gereizt. Das Gymnasium sei mit seiner „guten inneren Verfasstheit und Organisation“ eine Schule, an die zu gehen sich lohne. Ganz abgesehen davon, dass kein Umzug fällig wird für Familie Baberske. Der neue Direktor ist mit einer Gymnasiallehrerin verheiratet, hat drei Töchter im Alter von 3, 7 und 9 Jahren.

Das Timing für den Wechsel ist günstig. Denn die Planung für die ab 2019 bevorstehende Erweiterung und Sanierung des Gymnasiums Großburgwedel für 30 Millionen Euro muss noch mit Leben gefüllt werden. „Wir werden das mit vielen Beteiligten ins Werk setzen“, verspricht Baberske mit Blick auf Schulträger, Eltern und Schülerschaft. An einer Baubesprechung mit Planern und Stadtspitze hat er bereits teilgenommen und seit dem 1. August auch das pädagogische Konzept schon ausgiebig studiert.

Hitze-Tipps auf der Homepage: Viel zu trinken mitbringen

Obwohl am Gymnasium das große Lüften begonnen hat: Bei der Rekordhitze wird schon der erste Schultag nach den Ferien zur Herausforderung. Die heißesten der Klassenräume im aufgeheizten Gebäude – besonders im D-Trakt – sollen am Donnerstag möglichst ungenutzt bleiben und die Computerräume im Keller des A-Traktes als Ersatz dienen, sagt Studiendirektor Bernward Schlossarek. Auf ihre Homepage hat die Schule einige Tipps für Eltern und Schüler gestellt – der wichtigste: Ausreichend zu trinken und/oder Trinkgefäße oder Geld für den Kiosk mitbringen, wo es Getränke gibt. Auch während der Unterrichtsstunden ist Trinken erlaubt. Ob „als Ultima Ratio“ für die Jahrgänge 5 bis 10 hitzefrei gegeben wird, könne erst am Vormittag selbst entschieden wird, so Schlossarek.

„Ich glaube, dass uns der Blick von außen gut tun wird“, sagt Matthias Heßbrüggen, der als allgemeiner Vertreter das Gymnasium ein Jahr lang kommissarisch geleitet hat und jetzt froh ist, dass die kräftezehrende Phase des Interims vorbei ist. Der 37-Jährige hatte sich nicht für den Chefposten beworben. Dessen Expertise werde er ausgiebig in Anspruch nehmen müssen, kündigt Baberske an. Heßbrüggen habe die Schule während der Vakanz nicht nur auf Kurs gehalten, sondern auch voran gebracht.

70 Prozent aller Fünftklässler in Burgwedel – weit mehr als noch vor wenigen Jahren – werden am Donnerstag am Gymnasium in die Sekundarstufe I starten. „Wir sind froh über die große Zahl von Eltern, die ihre Kinder zu uns schicken“, sagt Baberske. Der Zuspruch sei gleichzeitig Verpflichtung, sich adäquat auf diese größere Bandbreite einzustellen, unter anderem durch Beratung und individuelle Hilfen. Dafür gebe es dank der Rückkehr zum Abitur nach 9 Jahren auch genug Zeit. Zur Wahrheit gehöre aber auch, so der 47-Jährige, dass das Gymnasiums die Anforderungen des Zentralabiturs im Blick behalten müsse. Verzagt vor dieser Herausforderung wirkt der Neue nicht: Er glaube nicht daran, dass massenweise Schüler daran scheitern werden.

Neu ins Kollegium kommen außer Baberske ein Lehrer und ein Referendar. Die Abordnung von Lehrkräften an die Grundschule wurde reduziert, Fachunterricht in der Mittelstufe werde deshalb nicht mehr ausfallen, so der neue Schulleiter.

Positive Signale: Spanisch als zweite Fremdsprache ab 2019

Dieses Schuljahr wird es noch nichts, aber fürs kommende gebe es „positive Signale“, weiß Matthias Heßbrüggen: Im Auftrag des Schulvorstandes hat er bei der Landesschulbehörde beantragt, am Gymnasium Großburgwedel Spanisch als zweite Fremdsprache zuzulassen – für jeweils eine Lerngruppe ab Klasse 6. „Die Lehrkräfte dafür haben wir“, so der stellvertretende Schulleiter, diese erteilten Spanisch bisher als zusätzliche Wahlsprache ab Klasse 8.

Bei Latein und Französisch bleibt alles beim Alten – sie sollen weiterhin als zweite Fremdsprache im Angebot bleiben.

Von Martin Lauber

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