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Burgwedel Pöttcherteich: Stadt und Saccullo unterzeichnen Kaufvertrag
Umland Burgwedel Pöttcherteich: Stadt und Saccullo unterzeichnen Kaufvertrag
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12:24 11.03.2019
So sollen die Mehrfamilienhäuser aussehen: Eine Visualisierung für die geplanten Mehrfamilienhäuser am Pöttcherteich. Quelle: Architekten Guder/Hoffend
Großburgwedel

Bis Ende 2023 sollen auf einem knapp 6000 Quadratmeter großen Grundstück am Pöttcherteich insgesamt 55 Wohnungen entstehen. Der erste Schritt ist getan: Bürgermeister Axel Düker und Antonio Saccullo, Geschäftsführer von Saccullo Massivhaus unterzeichneten jetzt den Kaufvertrag für das Grundstück. Beide gaben dabei auch den Zeitplan für die Bauarbeiten bekannt, der durchaus unvorhersehbare Verzögerungen einkalkuliert.

Saccullo stellt Bauantrag bis 31. Mai 2019

Und so sehen die weiteren Absprachen aus: Demnach stellt Saccullo bis 31. Mai dieses Jahres den Bauantrag: „Wir hoffen, dass die Region Hannover ihn zügig bearbeitet, haben aber das nicht in der Hand“, sagt der Unternehmer, der unter anderem in Weiherfeld und im Eichenpark große Wohnbauprojekte realisiert hat. Der Baubeginn hänge von der Genehmigung ab, aber „spätestens am 1. Juni 2020“ soll es losgehen. Dann kalkuliere das Unternehmen mit gut dreijähriger Bauzeit für 26 Miet- und 29 Eigentumswohnungen.

Bürgermeister Axel Düker (links) und Unternehmer Antonio Saccullo unterzeichnen den Kaufvertrag. Quelle: Antje Bismark

Vor Vertragsunterzeichnung hätten alle Beteiligten – darunter auch der Leiter des Bauamtes Oliver Götze, Architekt Stephan Guder und Notar Gregor Schneider – viele Verhandlungen geführt, sagt Düker mit Blick darauf, dass in der Stadt der Wohnraum für junge Familien, Senioren und Alleinstehende fehle. Gut zwei Jahre dauerte letztlich die Planungsphase, in der nach Aussage Saccullos aber alle Details geklärt worden seien. „Damit verhindern wir, dass das Projekt noch einmal ins Stocken kommt.“

Fünf Wohnungen für Menschen mit B-Schein

Seinen Angaben zufolge baut das Unternehmen die Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen in einer Größe von 23 bis 119 Quadratmetern, die in acht Häusern mit 2,5 geschossiger Bauweise entstehen. Alle Gebäude erhalten einen Fahrstuhl, fünf werden behindertengerecht ausgestattet. Fünf Einheiten stehen als B-Schein geförderte Wohnungen für Menschen mit geringem Einkommen zur Verfügung, die Miete liegt bei 7 Euro je Quadratmeter. Elf weitere Wohnungen erhalten eine gedeckte Miete von 8,54 Euro je Quadratmeter, die sich zwischen dem Mittelwert und der Oberwert des aktuellen Mietspiegels orientiert. Nach Aussage von Sozialamtsleiterin Christiane Concillo umfasst die Warteliste an B-Schein berechtigten Burgwedelern derzeit 40 Familien. „Wir haben deutlich mehr als 100 Wohnungen für das Segment, aber sie reichen eben nicht aus“, sagt sie.

130 Interessierte stehen auf der Warteliste

Zehn Mietwohnungen aus dem sogenannten Gartenhofquartier gibt es auf dem freien Markt, ebenso wie die 29 Eigentumswohnungen. Interessenten dafür konnten sich über eine eigens eingerichtete E-Mail-Adresse im Rathaus melden, mehr als 130 Bewerbungen gingen nach Aussage Götzes dafür ein. Unter dem Strich bedeute dies, dass möglicherweise keine Wohnung mehr verfügbar sei, wenn alle Interessenten an ihrem Miet- oder Kaufwunsch festhielten. „Die Vermarktung“, sagt Saccullo deshalb auch, „kann letztlich ganz schnell gehen.“ Denn er erhielt den Ordner mit den Daten der Bewerber beim Unterzeichnen des Kaufvertrags.

Für die Stadt Burgwedel stellt das Projekt eine Premiere dar, wie Düker sagt. So habe die Verwaltung einen Wettbewerb ausgeschrieben, den Saccullo vor knapp zwei Jahren gewonnen habe – es werde sein erster Spatenstich in der Stadt sein. Danach errichten Arbeiter die acht Häuser ohne Keller und Tiefgarage, dafür mit einer kleinen Mauer, die den Innenhof nach außen abschirmen. 60 Stellplätze für die Autos entstehen außerhalb des Areals, dort greift der jüngst vom Rat gefasste Grundsatzbeschluss nicht, wie Götze sagt. Der besagt, dass je Wohnung 1,5 Stellplätze nachgewiesen werden müssen.

Wohnen in Burgwedel – HAZ-Forum im Amtshof

Wer eine bezahlbare Wohnung in Burgwedel finden will, der wird am Markt in der Regel nicht fündig. Solche Wohnungen gibt es kaum oder sie sind bereits vergeben. Die Folge: Immer mehr junge Menschen und Familien kehren der Stadt den Rücken, ziehen in Städte und Gemeinden, in denen günstigerer Wohnraum noch zu haben ist. Und das bekommt Burgwedel immer stärker zu spüren. Als einzige Kommune in der Region Hannover sinkt in der Stadt die Einwohnerzahl. Wie kann dieser Trend gestoppt werden? Darüber wollen wir auf einem HAZ-Forum mit Betroffenen sowie Vertretern aus Politik, Sozialverbänden und Bauwirtschaft sprechen. Der Termin: Montag, 25. März, ab 19 Uhr im Amtshof in Großburgwedel. Anmeldungen für das kostenlose Forum sind per Mail an hannover@haz.de mit dem Stichwort „Burgwedel“ möglich. to

Von Antje Bismark

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