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Burgwedel Doppelter Straßenname in Burgwedel: Feuerwehr am falschen Ort
Umland Burgwedel Doppelter Straßenname in Burgwedel: Feuerwehr am falschen Ort
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00:17 16.03.2019
Die Regionsleitstelle schickte die falsche Feuerwehr zum Einsatz. Quelle: Archiv
Burgwedel

Das hätte auch richtig schiefgehen können: Die Regionsleitstelle alarmierte in der vergangenen Woche nach einem Sturmschaden die falsche Feuerwehr und schickte sie obendrein zum falschen Einsatzort. Statt Bäume in Thönse von der Großburgwedeler Straße zu räumen, suchten die Kleinburgwedeler Feuerwehrleute die gleichnamige Straße in ihrem Ort nach der Einsatzstelle.

Damit legte das Sturmtief „Bennet“ mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern ein altes Burgwedeler Problem frei. In den sieben Ortsteilen gibt es viele Straßennamen doppelt, die Straße „Hinter den Höfen“ sogar gleich dreimal. In Großburgwedel, in Wettmar und in Kleinburgwedel. Verwechselungen sind da vorprogrammiert.

Mittlerweile haben die Mitarbeiter der Regionsleitstelle die Panne aus der vergangenen Woche aufgearbeitet. Und so kam es zu der Irrfahrt der Kleinburgwedeler Feuerwehr. Alarmiert wurde die Leitstelle durch einen Telefonanruf. Und das mit korrekten Angaben. Der Anrufer meldete die umgestürzten Bäume an der Großburgwedeler Straße in Thönse. Der Disponent am Telefon tippte die Angaben in seinen Computer ein. „Und zwar korrekt“, wie Regionssprecherin Carmen Pförtner auf Nachfrage bestätigte.

„Für die Alarmierung der entsprechend zuständigen Feuerwehr öffnet das Computersystem dann eine Liste mit den zur Auswahl stehenden Straßen – in diesem Schritt hat das System fälschlicherweise zusätzlich auch die Großburgwedeler Straße in Kleinburgwedel zur Auswahl gestellt, woraufhin dann die Kleinburgwedeler Feuerwehr alarmiert wurde. Dem Disponenten ist dies aufgrund des erhöhten Einsatzaufkommens auf Grund des Sturmtiefs„Bennet“ nicht mehr aufgefallen“, erklärt Pförtner. Und so rückte dann die Kleinburgwedeler Feuerwehr zum falschen Einsatzort aus.

In der Leitstelle hat man aus dem Vorfall mittlerweile Konsequenzen gezogen: „Die Mitarbeiter wurden nachgeschult und sind dabei, diesen Fehler im Einsatzleitsystem zu beheben“, sagt die Regionssprecherin und stellt aber auch klar: „Man muss sagen, dass sich diesbezügliche Alarmierungsprobleme von Einsatzkräften aufgrund der nicht eindeutigen Straßennamen in Burgwedel leider auch mit Computerunterstützung zukünftig nicht vollständig vermeiden lassen.“ Generell kommen solche Verwechslungen aber nur extrem selten vor, erklärt die Sprecherin weiter. In Burgwedel wurde bereits mehrfach darüber diskutiert, Straßen umzubenennen um Doppelungen zu verhindern. Das scheiterte jedoch immer wieder, weil letztendlich niemand bereit ist, auf seinen gewohnten Straßennamen zu verzichten.

Am Ende hatte diese falsche Alarmierung keine großen Folgen: Es dauerte lediglich etwas länger, bis die Straße wieder frei war. „Wir haben durch einen Kameraden erfahren, dass der Sturm in Thönse zwei Bäume umgeworfen hatte“, sagt der ehemalige Kleinburgwedeler Ortsbrandmeister Walter Sonnefeld. „Dann sind wir halt noch schnell nach Thönse gefahren. Dafür extra eine zweite Feuerwehr zu alarmieren, das macht ja keinen Sinn.“ Dennoch würde Sonnefeld das Problem der gleichen Straßennamen nicht kleinreden wollen: „Was wäre passiert, wenn das ein medizinischer Notfall gewesen wäre, bei dem es auf jede Minute ankommt?“, fragt er sich – „und beim nächsten Mal ein Krankenwagen durch die Orte irrt?“

Von Thomas Oberdorfer

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