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Burgwedel Oktoberfest: Security greift zu Pfefferspray
Umland Burgwedel Oktoberfest: Security greift zu Pfefferspray
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13:58 16.09.2018
Die Polizei sucht Zeugen für zwei Körpverletzungen beim Oktoberfest in Wettmar. Quelle: Symbolbild
Wettmar

Ein volles Festzelt, gute Stimmung, noch bessere Musik – aber am Ende musste die Polizei beim Oktoberfest des Feuerwehrmusikzuges am Sonnabend in Wettmar, das gleichzeitig die Party zum 125-jährigen Bestehen war, doch eingreifen. Gegen 2 Uhr nachts fiel ein 25-Jähriger im Zelt laut Polizei mit „ungebührlichem Verhalten“ auf. „Er ist erst auf die Bühne geklettert“, beschrieb es ein Polizeisprecher. Als der Sicherheitsdienst ihn nachdrücklich bat, diese zu verlassen, „ist der Mann über die Tische im Zelt davongelaufen.“ Bevor der mit 1,0 Promille nicht übermäßig stark alkoholisierte Gast überwältigt werden konnte, soll er zum Schlag gegen einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes ausgeholt haben. Die Polizei ermittelt daher wegen versuchter Körperverletzung gegen den 25-Jährigen.

Ist Pfefferspray verhältnismäßig?

Allerdings: Auch der Sicherheitsmann wird sich einem Strafverfahren stellen müssen. Dieser hatte beim Streit mit dem 25-Jährigen Pfefferspray eingesetzt. Das Opfer habe laut Polizei daraufhin über brennende Augen geklagt, aber auf eine ärztliche Behandlung verzichtet. „Es muss jetzt geprüft werden, ob der Sicherheitsmann überhaupt Pfefferspray einsetzen durfte“, erklärte der Polizeisprecher auf Nachfrage die eingeleiteten Ermittlungen. Ob dieses Mittel überhaupt zur Ausrüstung des Sicherheitsdienstes an diesem Abend gehören durfte, sei die eine Frage. „Andererseits geht es um die Verhältnismäßigkeit des Einsatzes“, heißt es von der Polizei weiter. Das müsse jetzt ein Gericht klären. Generell sei so eine Ermittlung aber nicht außergewöhnlich. Auch wenn Polizisten zur Waffe greifen, würde die Verhältnis- und Rechtsmäßigkeit im Anschluss geprüft werden.

Für Wettmars Musikzugführer Jens Kalmbach ist der Vorfall mehr als schade: „Wir haben eigentlich sehr schön gefeiert, und dann ist das passiert.“ Glücklicherweise sei die Party gegen 2 Uhr aber eh ihrem Ende zugegangen, sodass die Stimmung nicht nachhaltig getrübt wurde. Rund 700 Gäste haben laut Kalmbach in Wettmar am Sonnabend gefeiert – die Sicherheitsauflagen waren streng. „Deshalb haben wir einen professionellen Sicherheitsdienst engagiert, der das jedes Wochenende macht“, sagt Kalmbach. Was genau am Ende passiert sei, und wer da eventuell übertrieben reagiert habe, könne er nicht einschätzen. „Man hat das auch nur am Rande mitbekommen, als die Polizei dann eintraf.“

Mann schlägt Sicherheitsdienst und flüchtet

Es war jedoch nicht der einzige Vorfall des Abends: Bereits um 22.30 Uhr war beim Oktoberfest ein betrunkener Mann vom Sicherheitsdienst des Festzeltes verwiesen worden. Dieser Aufforderung wollte dieser aber vorerst nicht nachkommen: Es kam zu einer Rangelei mit dem Sicherheitsdienst, wobei die Mitarbeiter Schläge gegen den Kopf bekommen haben sollen. Der etwa 20 Jahre alte Randalierer verließ daraufhin unerkannt den Dorfplatz. Die Polizei sucht Zeugen. Ihm droht ebenfalls ein Verfahren wegen Körperverletzung.

Die Polizei bittet nun Festbesucher oder Nachbarn, die die beiden Vorfälle gesehen haben, sich im Kommissariat in Großburgwedel unter Telefon (05139) 9910 zu melden.

Die Berichterstattung über das ansonsten sehr gelungene Fest finden Sie hier.

Von Carina Bahl

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