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Burgwedel Ordnungsamt wünscht sich eine zentrale Lagerhalle
Umland Burgwedel Ordnungsamt wünscht sich eine zentrale Lagerhalle
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00:20 01.03.2019
Verwaltung bewahrt auch einen Krökeltisch auf. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier
Großburgwedel/Wettmar

 Aus vier macht eins: Feldbetten in Wettmar, Desinfektionsschleusen auf dem städtischen Bauhof am Pappelweg, Geschirr in einer angemieteten Garage in Großburgwedel und leere Sandsäcke im Rathauskeller – die Stadt hält so einiges vor, um für so manche Notlage gerüstet zu sein. Doch die vier Standorte erweisen sich durch ihre Enge und weit voneinander getrennten Lage als unpraktisch. Deshalb wünscht sich das Ordnungsamt eine zentrale Lagerhalle für allerlei Hilfsgüter auf dem Gelände des Bauhofes. Hierfür hat die Politik einen Prüfauftrag an die Verwaltung erteilt.

Die Stadt hortet an verschiedenen Stadtorten ihren Fundus. Das soll sich mit dem Bau eines neuen Gebäudes auf dem Gelände des Bauhofes ändern.

Wettmarer Lager mit 14 kleinen Räumen

Der Status Quo: Für Obdachlose und geflüchtete Menschen hält die Stadt Einzelbetten, Matratzen, Kinderbettchen, Schränke, Stühle, Tische und 200 Feldbetten in einem Gebäude in Wettmar bereit. In den 14, jeweils rund neun Quadratmeter großen Räumen, stehen auch noch Waschmaschinen, Kühlschränke und Herde. Außerdem deponiert das Ordnungsamt dort Lampen und auch Feuerlöscher stapeln sich in einer Ecke. „Alle Sachen sind thematisch sortiert“, erklärt Niklas Sehnke vom Ordnungsamt bei einer Begehung. In den Sanitärräumen des Gebäudes hat die Stadt auch Geräte für die Gartenpflege und für den Winterdienst verstaut. Dieser Lagerstandort ist rund 200 Quadratmeter groß. Das Gebäude habe viel zu kleine Räume, zu schmale Türen und sei zudem logistisch ungeeignet gelegen. „Und es gibt Mäuse im Haus“, erläuterte Sehnke, der bei der Stadt für Obdachlose und Geflüchtete zuständig ist. Darum will die Stadt den Standort aufgeben.

Erstausstattung für die Küche liegt in einer Garage

Nicht anders verhält es sich mit einer 40 Quadratmeter großen Garage in Großburgwedel. Dort deponiert die Stadt Gegenstände zur Erstausstattung für eine neue Unterkunft: Etwa Geschirr, Besteck, Mülleimer und Kaffeemaschinen liegen in den Regalen. Der Nachteil an diesem Objekt ist, dass der Raum nicht beheizbar und angemietet ist.

Im Rathaus stapeln sich die Fahrräder

Ein weiteres Depot ist im Keller des Rathauses. Dort bewahrt die Stadt Fundsachen, wie zum Beispiel Fahrräder und andere Dinge bis zur nächsten Versteigerung auf. Trotz eines Hängesystems für die Fahrräder gibt es zunehmend Probleme, mit möglichen Besitzern die Räder in Augenschein zu nehmen. Laut der Stadt wurden bis Anfang November bereis 190 Fahrräder gefunden.

Und auf dem Areal des Bauhofes sind auch noch Desinfektionsschleusen inklusive Zubehör, Fahnenständer für den Stadtfeuerwehrtag sowie Bänke, Tische und Pavillon der Jugendpflege untergestellt. Wegen der freien Lagerung sind die Objekte der Witterung ausgesetzt.

Bei Unwetter müssen Sandsäcke erst einmal befüllt werden

Und die dezentrale Unterbringung führt zu weiteren logistischen Problemen: Beispielsweise liegen im Rathaus 1000 leere Sandsäcke. Das Füllmaterial für die Säcke lagert aber auf dem Bauhof. Im Notfall müssen dann die Beutel dorthin gebracht und befüllt werden. „Gerade bei Starkregen geht dann wertvolle Zeit verloren“, berichtet Mark Stolzenberg vom Ordnungsamt. In der neuen Halle könnten die fertigen Sandsäcke bereits parat stehen.

Wegen der verstreuten Standorte hegt das Ordnungsamt den Wunsch nach einem Neubau – und in direkter Nachbarschaft mit der sich gerade im Bau befindlichen Fahrzeughalle auf dem städtischen Bauhof am Pappelweg. Geplant ist ein 290 Quadratmeter großes Gebäude mit einem begehbarer Zwischenboden in einigen Teilbereichen. Das Dach und die Wände sollen aus Fertigbauteilen errichtet werden. Diese Planung stellte Bauamtsleiter Oliver Götze jüngst dem Bauausschuss vor.

Neubau soll knapp 290.000 Euro kosten

Rund 290.000 Euro veranschlagt die Stadt für den Neubau und hofft mit dem Projekt auch einige Einsparungen realisieren zu können. So würden Transportfahrten zu den dezentralen Lagern wegfallen und Räume im Rathaus wieder frei werden. Außerdem, so Götze in der Bauausschusssitzung, könnte die Stadt durch den Verkauf des Grundstücks in Wettmar zumindest einen Teil der Kosten für den geplanten Neubau wieder einnehmen.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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